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2002-10-14 10:30:51 - ks
F1: Todt: "Die Langsamen müssen schneller werden"

Todt hält nichts von den Reformplänen der FIA
Der fünffache Formel 1-Weltmeister Michael Schumacher hat den Großen Preis von Japan in Suzuka gewonnen. Der Kerpener Ferrari-Pilot feierte vor seinem Team-Kollegen Rubens Barrichello und dem McLaren-Mercedes-Piloten Kimi Räikkönen bereits seinen elften Saison-Sieg. Damit gewinnt Michael Schumacher die Fahrer-Weltmeisterschaft mit dem Rekordergebnis von insgesamt 144 Punkten. BMW-Williams-Pilot Ralf Schumacher schied kurz vor Ende des Rennens aus, der Mönchengladbacher Nick Heidfeld im Sauber-Petronas kam auf den siebten Rang.

Jean Todt (Ferrari-Teamchef): "Wir haben einfach die besten Leute im Team, die allesamt ohne Rivalität perfekt zusammenarbeiten. Das gleiche gilt auch für unsere technischen Partner. Die anderen Teams müssen sich verbessern und wettbewerbsfähiger werden, damit die Formel 1 wieder ein wenig spannender wird. Man darf nicht die Schnellen langsamer machen, sondern die Langsamen müssen schneller werden. Ich meine also, dass die anderen Teams unsere Ebene erreichen müssen!"

Ralf Schumacher (BMW-Williams-Pilot): "Unser Gesamtpaket war dieses Jahr nicht konstant genug. Wir hatten mehrere Motorschäden, die hätten nicht passieren dürfen. Unser Chassis ist zwar mechanisch nicht schlecht, reicht aber aerodynamisch natürlich absolut nicht aus. Bei Ferrari haben diese Punkte gepasst. Deswegen haben wir keine Chance gehabt!"

Michael Schumacher (Ferrari-Pilot): "Ich habe auf dem Podium als erstes an meine Familie gedacht und an den lieben Gott, der mir wieder so ein schönes Jahr geschenkt hat. Es war nicht vorhersehbar, jedes Rennen durchzufahren und dabei auch noch jedes Mal auf dem Podium zu stehen. Magny Cours, Hockenheim und auch Monza waren sicherlich für mich die glücklichsten Momente in dieser Saison. Ich freue mich jetzt auf meine Familie und werde die freie Zeit mit meiner Frau und den Kindern auskosten und genießen."

Ron Dennis (McLaren-Teamchef): "Ferrari hat dieses Jahr alles dominiert. Wir müssen gemeinsam mit unseren Partnern vieles für das nächste Jahr verbessern. Wahrscheinlich werden wir nicht gleich zum Saisonstart 2003 mit um den Sieg fahren, aber im Laufe des Jahres sind wir sicher wieder mit dabei. Ich freue mich jedenfalls schon auf das erste Rennen."

Norbert Haug (Mercedes-Motorsport-Chef): "Es liegt viel Arbeit vor uns. Wichtig ist, dass ein leichter Aufwärtstrend bei den letzten Rennen zu erkennen ist. Unser Thema heißt ganz klar: Wie schlägt man Ferrari? Daran arbeiten wir. Wir wollen unseren Trend im nächsten Jahr fortsetzen. Ferrari geht aber als klarer Favorit in die nächste Saison."

Gerhard Berger (BMW-Motorsport-Chef): "Mit Platz Zwei in der Konstrukteurs-WM haben wir unser Saisonziel voll erreicht. Ich bin absolut zufrieden!"

David Coulthard (McLaren-Mercedes-Pilot): "Die diesjährige Saison war im Vergleich zum letzten Jahr ein Schritt zurück. Dennoch haben wir gleichzeitig viel aufbauen können und uns weiterentwickelt. Gerade durch die Enttäuschungen, die wir am Anfang erlebt haben, sind wir voran gekommen. Nach meinem Ausfall habe ich mich bei meinen Mechanikern, die einen hervorragenden Job gemacht haben, bedankt und ihnen gesagt, sie sollen jetzt das Rennen genießen."

Hans-Joachim Stuck (Premiere-Experte): "Für Ferrari wird es schwer, diese Erfolge zu wiederholen. Wir werden alle erst in 20 Jahren realisieren, was Ferrari in dieser Saison sensationelles geleistet hat. So ein gewaltiger Vorsprung ist nicht normal. Für die anderen Teams hat heute schon morgen begonnen."


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