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Formel Renault: Kurioses Meisterschaftsfinale

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Turbulent: Die Formel Renault in Oschersleben |
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| Nicht beim letzten Saisonrennen, sondern im Warm-up am Sonntagmorgen fiel die Entscheidung über die diesjährige Titelvergabe, nachdem sich Anwärter Bruno Spengler und Andreas Zuber ins Gehege gekommen waren und aufgrund der Beschädigungen an ihren Formel Renault-Boliden nicht mehr antreten konnten. Als lachender Dritter profitierte der Österreicher Christian Klien von dieser Situation, der trotz Punktgleichheit mit Spengler dank seiner vier Saisonsiege bereits vor dem Start als Cup-Gewinner feststand.
“So etwas turbulentes habe ich noch nie erlebt”, schüttelte Christian Klien als frischgebackener neuer deutscher Formel Renault-Champion noch nach dem Finalrennen den Kopf. “Ich wollte meinen Augen nicht trauen, als Bruno Spengler nicht in der Startaufstellung erschien, denn damit hatte ich den Titel sicher. Besser hätte die Saison, meine erste in der Formel Renault, gar nicht laufen können.”
Das Rennen am Samstag entschied Bruno Sprengler für sich. Ob er seinen Sieg beim vorletzten Lauf zur diesjährigen Formel Renault Cup feiern darf, dies entscheidet sich erst im Nachhinein am “Grünen Tisch” – der Pilot des Teams Jenzer Motorsport hatte, so die Sportkommissare, die zulässige Lautstärke wegen eines gebrochenen Auspuffs um sechs dB(A) überschritten und Flaggensignale, die ihm einen Boxenstopp wegen dieses technischen Problems befahlen, nicht beachtet. Zweiter wurde Andreas Zuber vor Esteban Guerrieri.
Obwohl es der 19-jährige Klien am Sonntag ruhig angehen lassen konnte, so zeigte der junge Österreicher dennoch eine kämpferische Leistung und arbeitete sich, von neun gestartet, bis auf den dritten Rang hinter Ross Zwolsman und Esteban Guerrieri nach vorn. Doch der führende Niederländer musste eine Disqualifikation ertragen: Zwolsman war vor der Einführungsrunde nicht in Fahrt gekommen und hätte sich am Ende des Feldes einreihen müssen. Stattdessen jedoch stellte er sich auf seinen angestammten Startplatz und ignorierte im Rennen die hierfür anberaumte Stop-and-go-Strafe geflissentlich.
Esteban Guerrieri gewann den letzten Lauf der Saison vor Christian Klien. Hinter Klien belegten Robert Schlünssen und Hendrik Vieth die weiteren Plätze vor Hannes Lachinger und Rico Zschemisch, der mir Rang sechs sein bisher bestes Saisonergebnis wiederholen konnte. Platz sieben ging an Stephanie Halm.
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