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2002-10-13 19:24:47 - ks
DTC: Thomas Klenke sichert sich den Titel

(c) ks design
Klenke reichte ein 15. Rang beim Saisonfinale
Triumphzug für Thomas Klenke und die Ford Focus ST 170 in Oschersleben: Der 32-Jährige aus Lemgo und der Ford Focus ST 170 des Teams Hotfiel Sport sind die Champions der Deutschen Tourenwagen Challenge 2002. Mit einem 15. Platz beim Saisonfinale im Motopark holte Klenke für Ford den ersten Meistertitel in dieser markenstärksten Tourenwagen-Serie Europas. Bei der anschließenden Siegerehrung fand er sich fast komplett im „trauten Kreis“ der Markenkollegen wieder: Michael Funke im Ford Focus ST 170 von Wolf Racing gewann das Rennen vor Klenkes von Fieber geplagten Teamkameraden Patrick Bernhardt und BMW-Pilot Thomas Winkelhock, der sich damit die Vizemeisterschaft sicherte. Marc Simon war in der letzten Runde und in Führung liegend durch einen Reifenschaden an seinem Eigner-Ford-Focus auf Platz sieben zurückgeworfen worden.

Als Thomas Klenke mit dem Ford Focus ST 170 in den Parc fermé rollte, standen seinem Teamchef Hans Hotfiel die Tränen in den Augen. Dafür fehlten ihm die Worte. Umso intensiver war vor dem Rennen über die richtige Taktik diskutiert worden: Klenke trat mit 39 Punkten Vorsprung in Oschersleben zum Finale an und qualifizierte sich im Training für Startplatz zwei. Trotzdem ließ er sich in der Einführungsrunde bis an die letzte Stelle zurückfallen, „weil wir uns nicht bei einem Gerangel in der ersten Kurve oder durch einen dummen Fehler um die Meisterschaft bringen wollten“. Von diesem besonderen Logenplatz aus sah er sich das Geschehen an der Spitze an, wo seine Markenkollegen um den Laufsieg fuhren und die Kontrahenten in den BMW Runde um Runde weniger Aussichten hatten, ihn noch vom Platz an der Sonne zu verdrängen. Der Sieg hätte dazu hergemusst, und selbst dann wäre Klenke mit seinem 15. Platz noch aus eigener Kraft Meister geworden: „Von der Performance des Autos her hätte ich trotz des 60-Kilogramm-Handikapgewichts vorne mitfahren können“, berichtete Klenke glücklich strahlend. „Es war beruhigend zu wissen, dass ich hätte reagieren können, wenn vorne etwas passiert wäre.“ Er musste aber nicht reagieren und fuhr stattdessen entspannt den wehenden Ford-Fahnen und Jubelstürmen im Ziel entgegen.

„Das ist ein blendendes neues Kapitel in der erfolgreichen Tourenwagen-Historie von Ford“, gratulierte Ford-Sportchef Eberhard Braun dem Champion und allen Ford-Focus-Teams in der DTC: „Dieses grandiose Finale belohnt alle Mühen in dieser Saison und in den vergangenen Jahren.“


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