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2002-10-13 12:08:11 - ks
ALMS: Kristensen gewinnt "Petit Le Mans" und Titel

Kristensen tritt die Nachfolge von McNish und Pirro an
Der neue Champion der ALMS heißt Tom Kristensen. Der 35 Jahre alte Däne gewann gemeinsam mit seinem Partner Rinaldo Capello den Klassiker „Petit Le Mans“. Die privaten Audi-Piloten Johnny Herbert und Stefan Johansson belegten am Ende Rang zwei, mit vier Runden Rückstand schafften Max Angelelli, JJ Lehto und Christophe Tinseau im Cadillac Northstar den Sprung aufs Podium. Frank Biela und Emanuele Pirro fielen im zweiten Werks-Audi-R8 nach einer Kollision und anschließender Reparatur weit zurück und kämpfte sich noch auf den sechsten Platz nach vorne.

"Ich bin sehr glücklich über meinen Titel, der aber Dindo genauso gehört wir mir", freute sich Tom Kristensen. "Einmal mehr hat er heute mit einer fantastischen Leistung unseren Sieg überhaupt erst möglich gemacht. Ich danke jedem bei Audi für die Chance, dass ich mit diesem unglaublichen Auto Le Mans und die American Le Mans-Serie gewinnen durfte."

Das Rennen über 1000 Meilen im US-Bundesstaat Georgia bot alles, was zu einem echten Motorsport-Klassiker gehört: Zahlreiche Safety-Car-Phasen führten das 50 Wagen starke Feld immer wieder zusammen, der Kampf der Sportprototypen beim Überrunden der langsameren Fahrzeuge auf dem 4,088 Kilometer langen Kurs sorgte für zusätzliche Brisanz. Rinaldo Capello und Tom Kristensen hielten sich während der gesamten Renndauer von 9:27 Stunden aus allen Reibereien heraus, wählten bei ihren Boxenstopps die richtige Taktik und siegten schließlich mit einem Vorsprung von 59,972 Sekunden vor dem Vorjahres-R8 des Champion-Teams.

Mit dem Sieg in Road Atlanta geht für Audi eines der erfolgreichsten Jahre in der Motorsport-Geschichte des Unternehmens zu Ende. Schon zum dritten Mal in Folge holt das Team Audi Sport North America die Titel in der Fahrer-, Hersteller- und Teamwertung der American Le Mans-Serie. In dieser Saison starteten die Audi Piloten bei jedem Rennen von der Pole Position und siegten bei acht von insgesamt zehn Läufen. Höhepunkt des Jahres 2002 bleibt der Dreifachsieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans, das Audi nunmehr dreimal in Folge mit derselben Fahrerbesetzung gewann.

Neben Tom Kristensen beendeten auch alle weiteren ALMS-Champions das Rennen als Sieger in ihren Klassen. Die Meisterschaft in der GTS-Klasse holte sich Johnny O´Connell, bei den LMP 674 Prototypen triumphierte Jon Field. Gleich zwei Meister bringt die GT-Klasse 2002 hervor. Die beiden Teamkollegen Sascha Maassen und Lucas Luhr beendeten die Saison punktgleich und teilen sich neben dem Cockpit des Alex Job Racing Porsche nun auch den Titel.

1. Capello/Kristensen (Infineon Audi R8) 394 Runden
2. Herbert/Johansson (Audi R8) + 59,972 Sek.
3. Angelelli/Lehto/Tinseau (Cadillac) 4 Rd. zur.
4. Bernard/Collard/Taylor (Cadillac) 5 Rd. zur.
5. Auberlen/Herta/Jeannette (Panoz) 14 Rd. zur.
6. Biela/Pirro (Infineon Audi R8) 18 Rd. zur.
7. Brabham/Magnussen/Donohue (Panoz) 22 Rd. zur.
8. Field/Dayton/Duran (MG Lola) 28 Rd. zur.
9. Fellows/O´Connell/Gavin (Chevrolet) 32 Rd. zur.
10. Enge/Kox/Menu (Ferrari) 33 Rd. zur.


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