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DTM: Schneider holt den Finalsieg 2002

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Bernd Schneider - mit der richtigen Taktik zum Sieg |
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| Beim Finale der DTM feierte Bernd Schneider (Mercedes-Benz CLK-DTM) vor 57.000 Zuschauern auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg seinen zweiten Saisonsieg der DTM. Nach einem turbulenten Rennen, das von wechselnden Witterungsbedingungen und zwei Safety-Car-Phasen gekennzeichnet war, fuhr Schneider vor Mattias Ekström (Abt-Audi TT-R) und Uwe Alzen (Mercedes-Benz CLK-DTM) über die Ziellinie. Damit wurde der Meister des Vorjahres in dieser Saison Vizemeister hinter Abt-Audi-Fahrer Laurent Aiello, der sich bereits im vorletzten Lauf den Titel gesichert hatte. Schneiders Team Vodafone / AMG-Mercedes gewann die Teamwertung. Opel-Fahrer Timo Scheider war als Zwölfter zum Qualifikationsrennen gestartet und holte sich mit einem sensationellen Rennen Platz vier.
Mit Sieger Schneider, dem Drittplatzierten Alzen und Marcel Fässler auf Platz fünf schafften drei Mercedes-Benz-Werksfahrer den Sprung in die Top Five. Ex-Formel-1-Fahrer Jean Alesi hatte dagegen ein Wochenende zum Vergessen: Bereits im Qualifikationsrennen nach einer Kollision vorzeitig ausgeschieden, flog Alesi im Wertungslauf heftig ab, nachdem er von einem anderen Fahrer getroffen worden war. Alesi entstieg dem Auto unverletzt. Tagessieger Bernd Schneider war sehr zufrieden: „Es war eine super Saison mit allen Höhen und Tiefen, die ein Rennfahrer durchleben kann – und sie hatte ein schönes Ende für mich.“ Der junge Berliner Stefan Mücke war der bestplatzierte Fahrer eines Vorjahres-Mercedes und feierte als Achter sein bestes DTM-Ergebnis. Er war von Platz 20 gekommen. Mercedes-Sportchef Norbert Haug bilanzierte: „Wir können wirklich zufrieden sein. Wir haben fünf Siege geholt, sind Vizemeister in der Fahrerwertung und Meister bei den Teams. Bernd ist heute ein Rennen der Extraklasse gefahren.“
„Wir haben zwar nicht den Teamtitel gewonnen, aber wir sind natürlich sehr zufrieden und stolz nach dieser großartigen Saison“, sagte Teamchef Hans-Jürgen Abt. Laurent Aiello, der das Qualifikationsrennen über acht Runden gewonnen hatte, blieb bei einsetzendem Regen zu lange auf profillosen Reifen auf der Strecke und verspielte so die Chance auf einen möglichen fünften Saisonsieg. „Im Trockenen war mein Auto perfekt, auf nasser Strecke dagegen sehr schwer zu fahren“, so Aiello, der schließlich als Sechster noch einen Punkt holte. „Mein Fahrertitel gehört dem ganzen Team, das in meinem Herzen das Beste ist.“ Mattias Ekström fuhr auf dem Hockenheimring zum sechsten Mal in der Saison aufs Podium und kommentierte: „Gegen Bernd Schneider im Regen hatte ich einfach keine Chance.“
Opel-Youngster Timo Scheider verpasste als Vierter knapp den Sprung aufs Podium. „Das Team wollte mich zum Reifenwechsel an die Box holen, aber leider habe ich den Funkspruch etwas zu spät gehört und dadurch eine Runde zu spät gewechselt“, so Scheider. Joachim Winkelhock kam als Siebter ins Ziel, Johnny Cecotto wurde bei seinem DTM-Rückkehr Zehnter. „Natürlich hätten wir die Saison gerne mit einem Podiumsplatz abgeschlossen, aber nach dem gestrigen Trainingsergebnis bin ich mit drei Autos unter den ersten Zehn gar nicht unzufrieden“, so Opel-Sportchef Volker Strycek.
Ergebnis Wertungslauf:
1. Bernd Schneider (Mercedes-Benz) 41:53,672 Minuten
2. Mattias Ekström (Abt-Audi) 10,053 Sekunden zurück
3. Uwe Alzen (Mercedes-Benz) 12,916 Sekunden zurück
4. Timo Scheider (Opel) 16,881 Sekunden zurück
5. Marcel Fässler (Mercedes-Benz) 20,541 Sekunden zurück
6. Laurent Aiello (Abt-Audi) 22,335 Sekunden zurück
7. Joachim Winkelhock (Opel) 28,336 Sekunden zurück
8. Stefan Mücke (Mercedes-Benz) 36,967 Sekunden zurück
9. Christijan Albers (Mercedes-Benz) 54,748 Sekunden zurück
10. Jonny Cecotto (Opel) 58,144 Sekunden zurück
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