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2002-10-06 18:20:40 - ks
Carrera Cup: Lieb: "Sport-Prototypen wären faszinierend..."

Lieb würde gerne Sport-Prototypen fahren
Marc Lieb ist der Gesamtsieger des Porsche Carrera Cup 2002. Sein zweiter Platz beim neunten und letzten Rennen des Jahres auf dem neuen Hockenheimring genügte dem 22-Jährigen, um seinen ersten großen Titel zu gewinnen.

Seit dem vierten Rennen des Jahres auf dem Norisring in Nürnberg hielt der Student der Kfz-Technik die Tabellenführung, die er mit vier Siegen in Folge sicherte (Norisring, Eurospeedway, Nürburgring, Spa). Lieb gelangen auf dem Weg zum Cup-Gewinn überdies drei Trainingsbestzeiten und zwei schnellste Rennrunden.

Marc Lieb, der am 4. Juli 1980 in Bad Cannstatt geboren wurde und in Niefern bei Stuttgart lebt, gehört seit dem Jahr 2000 zum UPS Porsche-Junior Team, mit dem Porsche und UPS junge Motorsport-Talente fördern. Lieb beendete seine erste Saison im Carrera Cup als Fünfter. Das Rennjahr 2001 schloss er als Siebter ab.

Von 1996 bis 1999 war Lieb in der Formel Renault aktiv, wo er 1997 die Vizemeisterschaft erringen konnte.

Für die Zukunft wünscht sich der frischgebackene Cup-Sieger: "Es wäre faszinierend, einen Sport-Prototypen zu fahren. Ich traue mir das unbedingt zu, auch die Geheimnisse der Aerodynamik sind erlernbar."

Nach Vorbildern in seinem Metier befragt, antwortet Lieb: "In der Formel 1 ist Ayrton Senna für mich der Größte. Ich bewundere noch heute, mit welcher unglaublichen Präzision der Brasilianer fuhr, welches Charisma er hatte, und wie hoch sein Limit lag. Er stempelte die schnellste Qualifikationsrunde wie auf Bestellung in den Asphalt, zu jeder Zeit war er zur Höchstleistung fähig. Unter den Sportwagen-Fahrern ist Bob Wollek ein großes Vorbild für mich. Bob gehörte 25 Jahre lang zur Spitze. Er beherrschte Langstreckenrennen wie kaum ein Zweiter, mit allem, was dazu gehört. Seine Konstanz war unerreicht. Von der reinen Speed her aber war Stefan Bellof einer der Besten."


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