Doppelsieg in der Tages- und der Jahreswertung: Peugeot machte in Neuseeland alles klar. Die beiden Finnen Marcus Grönholm und Harri Rovanperä sorgten am Steuer ihrer Peugeot 206 WRC für den siebten Doppelsieg der Saison. Dank diesem Erfolg feierte Grönholm seinen zweiten WM-Titel nach 2000. Und Peugeot den dritten Triumph in Folge in der Markenwertung. Mit insgesamt 15 von 26 möglichen Bestzeiten zeigte der 34jährige Grönholm einmal mehr sein fahrerisches Können. „Obwohl es in Neuseeland gegen Richard Burns sehr schwer war“, gab Grönholm zu. „Er will endlich seinen ersten Sieg mit Peugeot. Daher gibt es noch zwei spannende Läufe in Australien und Wales.“
Kurz vor Rallyeende sorgten Hydraulikprobleme dafür, dass Rovanperä noch einmal um den zweiten Platz bangen mußte. Doch auch der lange Zeit drittplatzierte Petter Solberg klagte über nachlassende Motorleistung. In der vorletzten Prüfung parkte der Norweger den Subaru Impreza dann endgültig mit Motorschaden. Somit „erbte“ Tommi Mäkinen im zweiten Subaru Rang drei, gleichzeitig sein erst dritter Podiumsrang der Saison. Glück hatte der Spanier Carlos Sainz, der bei einem Ausritt nur die Aufhängung am Ford Focus beschädigte und 20 Sekunden einbüßte. Platz vier war aber nicht mehr gefährdet.
Erstmals in dieser Saison setzte Hyundai Akzente. Alle drei Accent WRC sahen die Zielrampe in Auckland, angeführt von Team-Leader Juha Kankkunen. Der vierfache Weltmeister aus Finnland zeigte eine starke Leistung und sammelte ebenso wie sein Teamkollege Freddy Loix aus Belgien erstmals Fahrer-WM-Punkte in dieser Saison. Als letzter und zehnter Werks-WRC rundete Armin Schwarz das Hyundai-Trio ab. Der Deutsche konnte zu keiner Phase die Zeiten seiner Teamkollegen mitgehen. Nach seinen zahlreichen Unfällen stand in Ozeanien die Zielankunft im Vordergrund. An den ersten beiden Tagen konnte Schwarz seine guten Startpositionen nicht nutzen. Am zweiten waren sogar die vor ihm gestarteten Asphalt-Spezialisten Delecour und Panizzi schneller. Die letzte Etappe nahm der Oberreichenbacher dann als erster und „Schotterpflug“ in Angriff. In der Markenwertung rückte Hyundai auf Platz vier zu dem punktgleichen Team Mitsubishi vor.
Die am zweiten Tag von einem Rallye-Fahrzeug erfassten drei TV-Crew-Mitglieder können in einigen Tagen das Krankenhaus verlassen. Auch am letzten Tag wurden unvorsichtige Journalisten Opfer ihres Handels, als ein weiteres Kamerateam von einem Teilnehmer erfasst und eine Person verletzt wurde.
Endergebnis nach 26 Wertungsprüfungen:
1. Grönholm/Rautiainen (Peugeot 206) 3:58.45,4 Stunden
2. Rovanperä/Silander (Peugeot 206) + 3.47,6 Minuten
3. Mäkinen/Lindström (Subaru Impreza) + 4.26,3 Min.
4. Sainz/Moya (Ford Focus) + 5.48,9 Min.
5. Kankkunen/Repo (Hyundai Accent) + 7.10,2 Min.
6. Loix/Smeets (Hyundai Accent) + 7.52,5 Min.
7. Panizzi/Panizzi (Peugeot 206) + 8.24,4 Min.
8. Gardemeister/Lukander (Skoda Octavia) + 8.56,1 Min.
9. Delecour/Grataloup (Mitsubishi Lancer) + 10.43,6 Min.
10. Schwarz/Hiemer (Hyundai Accent) + 11.34,8 Min.