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Rallye WM: Peugeot ist der Fahrertitel sicher

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Colin McRaes Hoffnungen endeten an einem Zaunpfosten |
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| Der Fahrerweltmeister 2002 fährt einen Peugeot 206. Diese Tatsache ist nicht zwingend überraschend, aber zumindest definitiv. Colin McRaes letzte Chancen auf den zweiten WM-Titel nach 1995 lösten sich an einem Zaunpfosten in der vierten Wertungsprüfung auf. „Vielleicht habe ich falsche gehört oder Nicky hat es falsch gesagt“, ärgerte sich der Ford-Pilot. „Eine Zweier-Kurve bin ich als Dreier angefahren, und schon lagen wir im Graben.“ Die Karosserieschäden hielten sich in Grenzen. „Aber ein Zaunpfosten hat den Kühler beschädigt, daher mussten wir aufgeben.“
Auch die Marken-WM ist so gut wie entschieden: Peugeot kann den Sekt kalt stellen. Denn direkt bei der Auftaktprüfung würgte Carlos Sainz seinen Ford Focus beim Start ab. „Nachdem mir das auch schon gestern beim Shakedown passiert ist, haben wir unsere brandneue Anfahrautomatik wieder gegen die alte getauscht.“ In Prüfung drei sorgte ein Dreher für weiteren Zeitverlust, so dass der Spanier nur auf dem zehnten Rang nach der ersten Etappe rangiert. Nur ein Ford-Doppelsieg könnte den Franzosen den vorzeitigen Titelgewinn streitig machen. Doch nach Platz sieben für Marko Märtin, zehn für Sainz und dem Ausfall von McRae stehen die Sterne mehr als ungünstig. Zumal Hauptwidersacher Peugeot einmal mehr auf den Plätzen eins bis drei liegt.
Der amtierende Weltmeister Richard Burns markierte auf den ersten vier Prüfungen die Bestzeiten und untermauerte nachhaltig seine Ambitionen, den Vorjahressieg zu wiederholen. Und bei 23 Punkten Rückstand auf Teamkollegen Marcus Grönholm in der Fahrerwertung kann nur noch ein Sieg den Engländer vor einer vorzeitigen Entthronung retten. Einzig Harri Rovanperä konnte die schnelle Gangart von Burns mitgehen während Grönholm bereits 37,8 Sekunden Rückstand hat.
Eine sensationelle Leistung zeigte Jani Paasonen in Diensten von Mitsubishi. In Prüfung vier markierte der Finne zur Überraschung nicht nur der Peugeot-Fraktion die Bestzeit und übernahm Gesamtrang vier. Erst auf den letzten beiden Prüfungen des Tages, der zweimal gefahrenen Super-Special-Stage Manakau, schob sich Tommi Mäkinen im Subaru noch am Mitsubishi vorbei.
In der Gruppe N strandete Tabellenführer Keramijt Singh bereits in der dritten Prüfung mit Getriebeschaden am Proton Pert. Statt eines vorzeitigen Titelgewinns für Singh könnten die Verfolger Kristian Sohlberg und Alex Fiorio noch einmal näher kommen. Der Sohn des finnischen Motorsport-Präsidenten führt nach dem ersten Tag, während der Sohn des früheren Rennleiters auf Platz vier der WM-Piloten rangiert.
Ergebnis nach 8 von 26 Wertungsprüfungen:
1. Burns/Reid (Peugeot 206) 1:15.31,6 Stunden
2. Rovanperä/Silander (Peugeot 206) + 18,3 Sekunden
3. Grönholm/Rautiainen (Peugeot 206) + 37,8 Sek.
4. Mäkinen/Lindström (Subaru Impreza) + 46,7 Sek.
5. Paasonen/Kapanen (Mitsubishi Lancer) + 47,6 Sek.
6. Solberg/Mills (Subaru Impreza) + 47,7 Sek.
7. Märtin/Park (Ford Focus) + 56,9 Sek.
8. Loix/Smeets (Hyundai Accent) + 1.19,0 Minuten
9. Kankkunen/Repo (Hyundai Accent) + 1.22,1 Min.
10. Sainz/Moya (Ford Focus) + 1.22,2 Min.
11. Gardemeister/Lukander (Skoda Octavia) + 1.29,9 Min.
12. Schwarz/Hiemer (Hyundai Accent) + 1.30,9 Min.
Wichtige Ausfälle:
WP 4: C.McRae/Grist (Ford Focus) Unfall
WP 2 : Eriksson/Thörner (Skoda Octavia) Unfall
Gruppe N:
1. Sohlberg/Honkanen* (Mitsubishi Lancer) 1:19.40,7 Stunden
2. Manfrinato/Condotta* (Mitsubishi Lancer) + 13,9 Sekunden
3. Jone/Judd (Mitsubishi Lancer) + 24,2 Sek.
4. Bourne/Stacey (Subaru Impreza) + 36,6 Sek.
5. Ligato/Garcia* (Mitsubishi Lancer) + 40,3 Sek.
6. Fiorio/Cantoni* (Mitsubishi Lancer) + 42,4 Sek.
* eingeschriebener Teilnehmer Gruppe N-Weltmeisterschaft
Wichtige Ausfälle:
WP 4: Harrach/Müller (Mitsubishi Lancer) Unfall
WP 3: Singh/Oh (Proton Pert) Getriebeschaden
WP 3: Arai/Sircombe (Subaru Impreza) Unfall
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