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2002-10-01 20:38:56 - ju
CHC: Ein Tag voller Überraschungen

(c) ks design
Zum zweiten Mal feierte Trimborn mit seinem Audi Coupe S2 einen CHC-Gesamtsieg
75 Fahrzeuge, strahlender Sonnenschein und packende Positionskämpfe: Der fünfte Wertungslauf zum Castrol-HAUGG-Cup „Um die Willi Hieke Pokale“ bot einmal mehr Motorsport vom Feinsten. Zum zweiten Mal nach 2001 feierte Johannes Trimborn aus Swisttal mit seinem Audi Coupe S2 einen CHC-Gesamtsieg. Nach 44 Runden auf dem Nürburgring-Grand-Prix-Kurs hatte Trimborn 36 Sekunden Vorsprung auf Hans-Rolf und Sascha Salzer im BMW M3 E36. Das Vater-und-Sohn-Team behielt aber trotz der Niederlage die Tabellenführung.

In der Gruppe F bis 2000 ccm bestimmten zunächst Frank Diehl und Stefan Plate (Burbach/Neunkirchen) das Geschehen. Das Duo drehte im Opel Ascona hervorragende Rundezeiten, aber auch nur 43 statt 44 Runden und konnte nicht gewertet werden. Armin Bickmann aus Herzogenrath blieb nach langer Zeit endlich von technischen Problemen verschont und siegte mit seinem Opel Kadett GSi 16V souverän. Nachdem Mathias Bungard/Jürgen Dorband (Eitorf/Wuppertal) mit abgerissener Antriebswelle den VW Golf 16V abstellen mussten, wurde Stefan Niecknig aus Koblenz im Renault Clio zweiter vor Thorsten Drichel (Selm) im VW Golf. Niecknig, Deutschlands schnellster Kurierdienstfahrer, untermauerte somit nachhaltig seinen Ruf als GP-Kurs-Spezialist. Großes Pech hatten die Essener Norbert Füchter und David Franzen, deren Lotus Elise bei einem Feuer stark beschädigt wurde.

Andrea und Rolf Derscheid im Opel Corsa A 1,4 freuten sich mächtig über ihren ersten CHC-Klassensieg. In der Gruppe F bis 1600 ccm verwies das Ehepaar mit dem 60 PS-Dauerbrenner die leistungsstärkere Konkurrenz auf die Plätze. Ralf und Tobias Trunz (beide Krefeld) bleiben dank Platz zwei weiterhin in den Top Ten der Jahreswertung. Jürgen Clemens aus Ulm siegte mit einem Peugeot 306 in der Gruppe N. Zum Sieg in der Gruppe G und den hervorragenden zehnten Platz im Gesamtklassement lenkte der Wuppertaler Marcel Schmidt seinen BMW 318iS. Markenkollege Torsten Kratz (Hilden) wurde mit 33 Sekunden Rückstand zweiter. In der Gruppe H bis 1300 ccm bleibt Robert Holl das Maß der Dinge. Erneuter Klassensieg und weiterhin Platz drei in der Meisterschaft sind der verdiente Lohn.

Für eine Überraschung sorgten in der Gruppe H bis 2000 ccm Ives und Manfred Tittmann aus Bocholt. Bis zur Rennmitte sah das Vater-und-Sohn-Team nicht wie der Klassensieger aus, zu groß schien der Rückstand auf Thomas Imig und Petra Dams (Mönchengladbach/Düsseldorf) im VW Golf. Doch in der zweiten Hälfte drehte das Opel Kadett-Team mächtig auf. „Es lief super, wir hatten keine Probleme und die richtige Reifenwahl“, freute sich Ives Tittmann, der einen 33 Sekunden-Rückstand in einen 23 Sekunden-Vorsprung wettmachte. Thomas Imig mußte sich kampflos ergeben. „Meine Reifen haben zu sehr abgebaut, vielleicht hätten wir doch in der Pause die Vorderräder wechseln sollen.“ Kleiner Trost: Petra Dams hat bereits zwei Läufe vor Saisonende ihren Titel in der Michaela-Lochmann-Damen-Trophy erfolgreich verteidigt. Herzlichen Glückwunsch!

Bei den Specials bis 2000 ccm übernahmen zwei Gruppe N-Fahrzeuge von Beginn an das Kommando. Der Kölner Michael Schmidtke drehte im Honda Civic Type- R bis zur Pause die schnellsten Zeiten, knöpfte dem amtierenden Meister Maic Winter (Dingden) im Opel Astra sieben Sekunden ab und profitierte von 20 Strafsekunden, die sich Winter zusätzlich eingefangen hatte. Doch Teamkollege Kuno Kuttenkeuler konnte die Vorlage nicht nutzen, verlor rund 65 Sekunden auf Winter und drehte zu allem Übel auch noch eine Runde zuwenig. Keine Wertung statt intakter Meisterschaftschancen: Schmidtke/Kuttenkeuler gehörten sicherlich zu den traurigsten Teilnehmern an diesem Tag. Winter siegte vor Jörg Weber aus Kehrig im Ford Escort und dem schellen Siegburger Ehepaar Robert und Annette Krengel im Renault Megane.


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