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2002-10-01 00:13:26 - ju
Rallye WM: Die letzte Chance des „Blue Oval“

Ford kann in Neuseeland mit einem Doppelsieg die Titelchancen wahren
Will Ford seine hauchdünnen Chancen auf Fahrer- und Markentitel nutzen, so muss in Neuseeland ein Doppelsieg her. Der zwölfte und drittletzte Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft kann bereits für Peugeot und seine Nummer eins Marcus Grönholm die ersehnten Titel bringen. Oder auch nicht. Immerhin hat das Ford-Duo sieben Siege „am anderen Ende der Welt“ verbucht. Viermal siegte der Spanier Carlos Sainz, dreimal Colin McRae aus Schottland. Und wenn das „Blue Oval“ überhaupt eine Chance hat, die zumeist überlegenen Peugeot zu besiegen, dann auf Schotter.

Peugeot mit Grönholm, dem noch nicht entthronten Richard Burns und Harri Rovanperä ist sicherlich Favorit, doch Ford, dass mit Marko Märtin auch ein drittes Eisen im Feuer hat, darf nicht unterschätzt werden. Offen ist natürlich nur die Frage, wie motiviert Colin McRae zu Werke geht, nachdem sein Wechsel zu Citroen für 2003 diese Woche offiziell bestätigt wurde. Immer für einen Sieg gut ist Subaru mit dem schnellen Norweger Petter Solberg und Altmeister Tommi Mäkinen.

Hyundai setzt seine Hoffnungen vor allem auf Juha Kankkunen und Freddy Loix. Armin Schwarz muß beweisen, dass seine Serie von Fahrfehlern endlich ein Ende findet. Mitsubishi hat die letzten Rallyes große Schritte nach vorne gemacht, gehört aber weiterhin nicht zu den Siegkandidaten. Neben Francois Delecour nimmt der Finne Jani Paasonen im Cockpit von Alister McRae Platz, der sich von seinem Fahrradunfall im fernen Schottland erholt. Skoda schickt wie immer Toni Gardemeister und Kenneth Eriksson ins Rennen.

Mit 80 Teams ist die Neuseeland-Rallye fast ausgebucht. Dieses liegt sicherlich nicht an den 30 Teams aus der WM (16 WRC, 14 Gruppe N), sondern mehr darin begründet, dass dieser Event auch zur nationalen Meisterschaft gewertet wird. Alleine 27 Mitsubishi diverser Evolutionsstufen und 20 Subaru Impreza werden neben den WM-Teams an den Start gehen. Neben der Neuseeländischen Elite, angeführt von Possum Bourne, haben auch zahlreiche Europäer die Reise nach Ozeanien angetreten, wie z.B. Juuso Pykälistö (Finnland), Manfred Stohl (Österreich), Pieter Tsjoen (Belgien), Stig Blomqvist (Schweden), alle auf Mitsubishi, oder auch Natalie Barratt (England) im Hyundai Accent WRC.

Stand in der Weltmeisterschaft (Fahrer):
1. Grönholm 57 Punkte; 2. Burns 34 3. C.McRae 33; 4. Panizzi 31; 5. Sainz 26; 6. Solberg 23; 7. Rovanperä & Loeb je 18; 9. Mäkinen 15; 10. Märtin 12; 11. Bugalski 7; 12. Radström 4; 13. A.McRae, Gardemeister & Thiry je 2; 16. Eriksson & Puras je 1.

Stand in der Weltmeisterschaft (Marken):
1. Peugeot 131 Punkte; 2. Ford 86; 3. Subaru 46; 4. Mitsubishi 9; 5. Skoda 8; 6. Hyundai 6.

Stand in der Gruppe N-Weltmeisterschaft:
1. Singh 28 Punkte; 2. Ferreyros 20; 3. Sohlberg 16; 4. Fiorio 13; 5. Arai und Trelles 12; 7. Iliev 9; 8. Girdauskas 7; 9. Rowe 5; 10. Ipatti und Baldini je 4; 12. Harrach, Marrini, Ligato, Kollevold und De Dominicis je 2


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