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2002-09-28 10:33:51 - ks
F1: Schumacher, dann lange nichts

"Über den Abstand zu den anderen bin ich etwas überrascht"
Michael Schumacher fuhr im Freien Training zum Großen Preis der USA in Indianapolis am Freitag die Bestzeit. Der Ferrari-Star umrundete den 4,192 Kilometer langen GP-Kurs der Traditionsrennstrecke in 1:13.548 Minuten - mehr als eine halbe Sekunde schneller, als der Zweitplatzierte Eddie Irvine im Jaguar. Dritter wurde McLaren-Pilot David Coulthard vor seinem Teamgefährten Kimi Räikkönen.

Ferraris Aspirant auf die Vizemeisterschaft, Rubens Barrichello, hatte leider kaum Gelegenheit, in das Geschehen einzugreifen. Ohne eine komplette Runde gefahren zu sein, schlug der Brasilianer nach einem Problem am Heck in die Begrenzungsmauer ein.

"Wir können mit unserer Arbeit zufrieden sein", so Michael Schumacher. "Wir sind vorne mit dabei, obwohl wir am Morgen nur sehr wenige Runden fahren konnten. Über den Abstand zu den anderen bin ich etwas überrascht. Morgen wissen wir mehr, wenn alle mit wenig Treibstoff fahrren."

Während Ralf Schumacher im freien Training 37 Runden für das BMW WilliamsF1 Team fahren konnte, wurde Juan Pablo Montoya in der zweiten Trainingsstunde von einem Motorproblem aufgehalten und kam so nur auf 26 Runden. Die beiden Piloten belegten die Plätze zehn und 16.

"Wir sind gut vorangekommen. Wie immer freitags waren wir konservativ unterwegs und haben uns auf die Rennabstimmung konzentriert, anstatt auf Zeitenjagd zu gehen", so Ralf Schumacher. "Ich denke, wir haben uns auch schon für eine Reifenmischung entschieden. Die Strecke war sehr rutschig, deshalb haben sich so viele gedreht. Ich bin in der ersten Stunde, als es stellenweise noch leicht feucht war, auch rausgeflogen und rückwärts angeschlagen. Dabei ist der Heckflügel abgebrochen."

"Auf dieser Strecke findet man immer neue Herausforderungen und es ist nicht einfach, den Wagen optimal für das Rennen abzustimmen, denn man muss einen Kompromiss zwischen dem Vollgasabschnitt und dem schwierigen Innenbereich erarbeiten" beschreibt David Coulthard die Kombination aus Ovalkurs und Infield. "Wir haben uns heute auf die Rennabstimmung konzentriert, doch wir haben noch nicht die richtige Balance gefunden. Dafür bin ich mit der Auswahl der Reifenmischung."

Heinz-Harald Frentzen fuhr bei seiner Rückkehr in die Formel 1 auf Anhieb auf die sechste Position. "Es ist ein schönes Gefühl, bei Sauber zurück zu sein – und ich habe den heutigen Tag genossen", so Frentzen erleichtert. "Natürlich bin ich für mein Auto eigentlich immer noch 15 Zentimeter zu groß, aber es ist nicht wirklich unbequem. Ich sitze nur dichter am Lenkrad als normal. Ich fahre so, wie meine Oma Auto gefahren ist! Aber ich kann das Auto gut fahren – und es fühlte sich von der Abstimmung her recht ordentlich an. Natürlich gibt es noch Potenzial für Verbesserungen, aber ich bin mit dem sechsten Platz an meinem ersten richtigen Tag mit dem Team zufrieden." Frentzens Teamkollege Nick Heidfeld beendete den Freitag auf Rang neun.

1. M. Schumacher, Ferrari, 1:13.548
2. E. Irvine, Jaguar, +0:00.575
3. D. Coulthard, McLaren-Mercedes, +0:01.371
4. K. Räikkönen, McLaren-Mercedes, +0:01.438
5. J. Villeneuve, BAR-Honda, +0:01.487
6. H.-H. Frentzen, Sauber-Petronas, +0:01.588
7. G. Fisichella, Jordan-Honda, +0:01.661
8. J. Trulli, Renault, +0:01.708
9. N. Heidfeld, Sauber-Petronas, +0:01.712
10. R. Schumacher, BMW-Williams, +0:01.743
11. P. de la Rosa, Jaguar, +0:01.756
12. M. Salo, Toyota, +0:01.873
13. J. Button, Renault, +0:02.000
14. A. McNish, Toyota, +0:02.041
15. M. Webber, Minardi-Asiatech, +0:02.081
16. J.-P. Montoya, BMW-Williams, +0:02.084
17. T. Sato, Jordan-Honda, +0:02.111
18. O. Panis, BAR-Honda, +0:02.393
19. A. Yoong, Minardi-Asiatech, +0:02.590


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