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Alfa Cup: Stahl vertagt mit Sieg die Titelentscheidung

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Sebastian Stahl auf dem Weg zum Sieg |
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| Mit einem Sieg in einem turbulenten Rennen beendete Sebastian Stahl ein für ihn perfekt gelaufenes Rennwochenende im Alfa 147 Cup. „Bestzeit im ersten Training, Bestzeit im zweiten Training, Sieg im Rennen – besser kann’s gar nicht laufen“, jubelte er nach 14 Runden auf dem regennassen Nürburgring. „Schumi 3“ – seine Mutter ist die Lebensgefährtin des Vaters von Michael und Ralf Schumacher – ist damit der Einzige, der eine realistische Chance hat, Tabellenführer Markus Lungstrass beim Saisonfinale in Oschersleben noch abzufangen. Lungstrass belegte Rang zwei und hat nun nur noch 22 Punkte Vorsprung auf Verfolger Stahl. Frank Kremer wurde Vierter, hat mit jetzt 29 Zählern Rückstand aber wohl nur noch wenig Titelhoffnungen. Für einen Sieg im Alfa 147 Cup gibt es 30 Punkte.
Platz drei belegte auf dem Nürburgring Peter Oberndorfer, der sich dadurch auf Tabellenrang fünf verbesserte. Während der erst 19 Jahre alte Lungstrass sich zum siebten Mal in Folge den Sieg in der Junior-Wertung des Alfa 147 Cup sicherte, holte sich Katharina König (Nordhausen) mit einer beherzten Fahrt ihren dritten Erfolg in der Damen-Wertung.
Gekennzeichnet war der siebte von acht Läufen im Diesel-Markenpokal von Alfa Romeo durch eine Vielzahl von Drehern, Ausrutschern und Verbremsern. Ein Regenguss vor dem Start hatte für nasse Fahrbahn und entsprechend glatte Streckenverhältnisse gesorgt. Mitten drin: Helmut Zerlett, der zum zweiten Mal das VIP-Auto des Alfa 147 Cup pilotierte. Der Bandleader der Harald-Schmidt-Show kreiselte beim ersten Start – der von der Rennleitung abgebrochen wurde – durch das komplette Teilnehmerfeld, glücklicherweise ohne einen Konkurrenten zu treffen. Am Ende wurde der Musiker nach zwei weiteren Drehern 20.
Pechvögel des Rennens waren neben Christina Surer und Felix Wedam, deren Autos beim Startunfall stark beschädigt wurden, vor allem Reinhard Huber und Marko Hartung. Huber, nach dem Training Zweiter, löste im Chaos des abgebrochenen Startversuches aus Versehen die Feuerlöschanlage seines Alfa 147 1.9 JTD aus und musste nach erfolgtem Tausch des Löschmittelbehälters aus der Boxengasse dem Feld hinterher jagen. Hartung lag auf Rang drei, als er auf der glatten Piste gleich zwei Mal an einer Schikane vorbei fuhr. Von der Rennleitung erhielt er dafür eine 30-Sekunden-Zeitstrafe und fiel auf Rang elf zurück.
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