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ETCC: Giovanardi auf Titelkurs

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Giovanardi feierte in Pergusa einen Doppelsieg |
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| Bei seinem Heimspiel dominierte Fabrizio Giovanardi die Tourenwagen-Europameisterschaft souverän: Der Italiener feierte im 15. und 16. Lauf in Pergusa im Alfa Romeo 156 GTA jeweils einen Sieg und vergrößerte damit seinen Vorsprung vor Teamkollege Nicola Larini um elf auf 21 Punkte. „Nachdem jeder erwartet hat, dass ich gewinne, musste ich auch siegen“, so Giovanardi. „An den drei Rennwochenenden zuvor war mir kein einziger Sieg gelungen.“
Während Larini einen zweiten und ein vierten Platz erzielte, erwies sich die BMW-Mannschaft einmal mehr als stärkster Gegner der führenden Alfa-Piloten. Dirk Müller fuhr im BMW 320i im ersten Lauf vor Teamkollege Jörg Müller auf Platz drei, während Letzterer im zweiten Lauf aufs Podium stieg.
„Uns war klar, dass wir nicht viele Chancen hatten, Alfa das Heimspiel zu verderben“, urteilte Dirk Müller. Der Deutsche hatte aus der zweiten Startreihe kurz nach Beginn des ersten Laufs die Führung übernommen, wurde von Fabrizio Giovanardi jedoch umgehend in einer Schikane an der Spitze abgelöst. Während Alfa-Pilot Roberto Colciago und Jörg Müller kollidierten, hefteten sich Dirk Müller und Nicola Larini an die Fersen des Spitzenreiters. Erst in Runde neun gelang dem Italiener nach mehreren Versuchen ein Ausbremsmanöver gegen den BMW-Piloten. Selbst eine harte Attacke in einer Schikane erbrachte Dirk Müller die verlorene Position nicht mehr zurück. Jörg Müller überquerte die Ziellinie als Vierter. „Die Meisterschaft ist gelaufen. Fredrik Ekblom hat mich leider blockiert, obwohl ich noch Chancen auf den Titel besaß – ich weiß nicht, weshalb er dies getan hat“, analysierte der BMW-Pilot. Jörg Müller hat als Dritter mit 68 Punkten und damit 38 Zählern Rückstand bei 40 noch zu vergebenden Gewinner-Punkten allenfalls theoretische Titelchancen.
Im zweiten Lauf belegte Roberto Colciago Platz zwei hinter Markenkollege Giovanardi. Damit verfügt Alfa über einen soliden Vorsprung von 56 Zählern in der Markenwertung der Tourenwagen-Europameisterschaft. Jörg Müller komplettierte das Podium, nachdem er auf Rang zwei liegend in der neunten Runde einen Reifenstapel touchiert hatte und zurückfiel. Auch Dirk Müller hatte Pech: Der Siegerländer fiel nach einem Dreher in Runde fünf von Platz vier auf Rang neun zurück, kämpfte sich allerdings wieder bis auf Platz sechs vor. Nicola Larini trauerte als Vierter einer verpassten Gelegenheit nach: In Runde fünf wurde das Auto des Italieners bei einem Dreikampf mit Roberto Colciago und Fabrizio de Simone von Letzterem stark beschädigt. „Fabrizio touchierte mich danach ein weiteres Mal“, so Larini. „Dennoch rechne ich mir weiterhin Titelchancen aus, auch wenn das nächste Rennen in Donington auf einer Strecke ausgetragen wird, die ich schon lange nicht mehr gefahren bin.“ |  |