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2002-09-15 18:10:52 - ks
F1: Ferrari-Doppelsieg beim Heimspiel

Auf und davon: Rubens Barrichello
Schöner kann siegen nicht sein: Beim Heimspiel in Monza feierten Rubens Barrichello und Weltmeister Michael Schumacher vor 140.000 begeisterten Fans einen erneuten Doppelsieg und verabschiedeten sich und den Formel-1-Zirkus mit den Ferrari-Festspielen von Europa. Mit seinem Sieg in Monza festigte Rubens Barrichello seine zweite Position in der WM-Wertung vor seinem schärfsten Verfolger, dem Kolumbianer Juan Pablo Montoya. Michael Schumacher, der hinter seinem Teamkollegen Zweiter wurde, füllte mit weiteren sechs Zählern sein mittlerweile auf 128 WM-Punkte angewachsenes Konto. Des einen Freud, des anderen Leid: Während man bei Ferrari den Doppelsieg feierte, verbuchten die anderen einen Doppelausfall. BMW-Williams verlor bereits in der Anfangsphase nach einem Motorplatzer Ralf Schumacher, gegen Rennmitte war dann auch für Montoya das Rennen endgültig vorbei. BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen stellte fest: „Es war ein enttäuschendes Rennen nach einem starken Qualifying.“ Ralf Schumacher konnte sich den Doppelausfall nicht erklären, denn: „Normalerweise sind unsere Motoren standfest.“ Aber eben dieses Mal nicht...

Den Ausfall der Etablierten nutzte der Brite Eddie Irvine im Jaguar-Cosworth zum dritten Platz. Damit stieg erstmals in dieser Saison ein Pilot, der nicht aus den drei Top-Teams Ferrari, Williams- BMW und McLaren-Mercedes kommt, auf das Treppchen. Kimi Räikkönen musste seinen Silberpfeil in der 30. Runde abstellen, David Coulthard kam über Rang sieben nicht hinaus. Der Gladbacher Nick Heidfeld wurde im Sauber-Petronas Zehnter.

„Das war ein Traumergebnis“, sagte Michael Schumacher nach dem Rennen. „Wir haben das beide genossen. Was können wir mehr wollen, was können wir uns mehr wünschen. Wir sind glücklich und stolz auf das, was wir in dieser Saison erreicht haben.“ Sieger Barrichello strahlte vor Glück nach seinem insgesamt vierten Grand-Prix-Erfolg: „Es war ein unglaubliches Gefühl. Ich glaube, so etwas werden wir nie wieder erleben.“

Endergebnis:
1. Rubens Barrichello (Brasilien) Ferrari 1:16:19,982 Std.
2. Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari + 0,255 Sek.
3. Eddie Irvine (Großbritannien) Jaguar-Cosworth + 52,579
4. Jarno Trulli (Italien) Renault + 58,219
5. Jenson Button (Großbritannien) Renault + 67,770
6. Olivier Panis (Frankreich) BAR-Honda + 68,491
7. David Coulthard (Großbritannien) McLaren-Mercedes + 69,047
8. Giancarlo Fisichella (Italien) Jordan-Honda + 70,891
9. Jacques Villeneuve (Kanada) BAR-Honda + 81,068
10. Nick Heidfeld (Mönchengladbach) Sauber-Petronas + 82,046;
11. Mika Salo (Finnland) Toyota, -1 Runde
12. Takuma Sato (Japan) Jordan-Honda, -1 Runde
13. Alex Yoong (Malaysia) Minardi-Asiatech , -6 Runden

Ausfälle: Ralf Schumacher (Kerpen) Williams-BMW (5. Runde); Allan McNish (Großbritannien) Toyota (14. Runde); Pedro de la Rosa (Spanien) Jaguar-Cosworth (16. Runde); Felipe Massa (Brasilien) Sauber-Petronas (17. Runde); Mark Webber (Australien) Minardi-Asiatech (21. Runde); Kimi Räikkönen (Finnland) McLaren-Mercedes (30. Runde); Juan Pablo Montoya (Kolumbien) Williams-BMW (34. Runde)


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