Oldtimer: Alfa präsentiert Klassik-Marathon an der Sarthe
Alfa Romeo setzt seine Sportwagen-Tradition fort
Die "24 Stunden von Le Mans" gehören zu den wenigen, ganz großen Klassikern des Automobilsports. Seit 1923 bietet der Kurs an der Sarthe die passende Bühne für die eindrucksvolle Bewährungsprobe von Mensch und Maschine. Ein Sieg beim materialmordenden Marathon gleicht einem Ritterschlag für Fahrer und Hersteller.
Und Alfa Romeo gelingt es nicht weniger als viermal das legendäre Langstreckenrennen zu gewinnen, das in einem Atemzug mit der "Mille Miglia", "Targa Florio", den "500 Meilen von Indianapolis" oder dem "Großen Preis von Monte Carlo" genannt wird.
Zwischen 1931 und 1973 ist Alfa Romeo bei 21 Rennen mit insgesamt 63 Sportwagen vertreten. Und jeder dritte davon wurde am jeweiligen Sonntag – nach 24-stündiger Tortour – mit der schwarz-weiß-karierten Flagge empfangen. Viermal deklassieren die Wagen aus Mailand das gesamte Feld, weitere fünfmal dominieren sie ihre Klasse. Mit dieser Quote befindet sich Alfa Romeo noch heute in bester Gesellschaft – und das obwohl der letzte Start bereits nahezu drei Jahrzehnte zurück liegt.
Vom 20. bis 22. September werden die "24 Stunden von Le Mans" nun erstmals – neben dem alljährlich im Juni ausgetragenen Langstrecken-Wettbewerb – für klassische Fahrzeuge ausgeschrieben. Mit Blick auf die mit dem Alfa Romeo 8C 2300 erzielte Erfolgsserie von 1931 bis 1934 und die Erfolge des Tipo 33 Ende der sechziger Jahre unterstützt Alfa Romeo diesen historischen Marathon an der Sarthe. So gehören auch über ein Dutzend Mailänder Sportler zum Starterfeld der Le Mans Classic.
Für den Start zugelassen sind ausschließlich die Fahrzeugmodelle, die tatsächlich zwischen 1923 und 1975 beim 24-Stunden-Rennen antraten. Unterteilt in fünf, nach Baujahren aufgeschlüsselte Startergruppen, nehmen die historischen Rennwagen abwechselnd den 13,6 Kilometer langen Kurs in Beschlag. Auf diese Weise können die Besucher auch noch nach Mitternacht Zeuge zeitgenössischer Duelle der Bentley und Alfa Romeo aus den Dreißigern werden oder die Flundern von Porsche, Ferrari und Alfa Romeo aus den sechziger Jahren auf der Hunaudiéres-Gerade bewundern.