In der Formel BMW ADAC Meisterschaft sorgen die jungen Fahrer immer wieder für furiose Rennen. Im 15. Lauf am Samstag trug sich erstmals der Wahl-Monegasse Maro Engel (Eifelland Racing) in die Siegerliste ein. Hinter ihm kamen Christian Mamerow (Mamerow Racing) und Maximilian Götz (ADAC Nordbayern) auf dem österreichen A1-Ring ins Ziel. Am Sonntag freute sich Maximilian Götz in einem hart umkämpften Rennen mit einer Safety-Car-Phase über seinen dritten Saisonsieg. Auf die Ränge zwei und drei fuhren im 16. Lauf Andreas Wirth und Maro Engel (beide Eifelland Racing).
Durch seine Erfolge verkürzte Maximilian Götz den Punktevorsprung des Meisterschaftsführenden Nico Rosberg (VIVA Racing) auf nur noch 38 Zähler. Der Sohn des ehemaligen Formel-1-Weltmeisters Keke Rosberg errang am Samstag nur Platz 5, am Sonntag musste er wegen Überholens unter gelber Flagge eine Stop-and-Go-Strafe verbüßen, kam nur auf Rang 17 und blieb ohne Punkte.
In den folgenden vier Rennläufen bis zum Meisterschaftsende sind noch 80 Zähler zu vergeben. "Jetzt wird es am Ende richtig spannend", gab Götz nach der Siegerehrung zu Protokoll. Der 16-Jährige hofft auf seine verbleibende Meisterchance. Ein Etappenziel erreichte der Uffenheimer jedoch bereits. Götz sicherte sich den Gewinn der Rookie Cup Wertung. Uneinholbar liegt er vor seinen Formel-Einsteiger-Kollegen Christian Bakkerud (VIVA Racing) und Niclas Königbauer (Mamerow Racing).
"Von der Safety-Car-Phase konnte ich absolut profitieren", erzählte ein extrem zufriedener Andreas Wirth, der in dieser Saison erstmals aufs Siegerpodest steigen durfte. Vom achten Startplatz fuhr er in den ersten Runden auf Platz sechs vor, um dann nach dem Pace-Car auf Rang drei nach vorne zu schießen. In der Endabrechnung nutzte ihm die gegen den Iren Michael Devaney (Mamerow Racing) verhängte Stop-and-Go-Strafe. Devaney hatte - ebenso wie Rosberg - unter gelber Flagge überholt und fiel durch die Strafe vom ersten Platz auf Rang 13 zurück.
Von seiner Wochenend-Leistung zeigte sich Maro Engel beglückt. Sein Sieg am Samstag zog einen Gratulantenmarathon nach sich, den der in den vergangenen Rennen vom Pech verfolgte Gymnasiast wohlwollend über sich ergehen ließ. "Endlich! Ich hatte das Gefühl, dieser erste Platz war überfällig." Als insgesamt achter Sieger in 16 Rennläufen demonstrierte Engel die Leistungsdichte des jungen Fahrerfeldes.