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2002-09-07 18:44:27 - ks
F3: Gary Paffett - sechster Sieg und fast Meister

(c) ts photo
Paffet beeindruckt erneut...
Gary Paffett neigt zu Untertreibungen: „Wenn man ein sehr gutes Auto hat, lassen sich solche Leistungen erzielen.“ Dabei sind die Taten des 21-Jährigen mehr als beeindruckend. Beim Auslandsgastspiel der Int. Deutschen Formel-3-Meisterschaft auf dem A1-Ring in der Steiermark wurde Paffett nach 19 Runden mit einem gewaltigen Vorsprung von 14,075 Sekunden abgewinkt. Zuvor hatte er im Dallara Opel-Spiess des Teams Rosberg gleich mehrmals den Rundenrekord gebrochen, um am Ende die schnellste Runde in 1:27.209 Minuten gutgeschrieben zu bekommen. Mit seinem sechsten Sieg lässt der Brite nun keinen Zweifel mehr, dass er nach 17 Saisonläufen mit dem Titel in der Tasche die Meisterschaft beenden wird.

Lediglich für wenige Meter musste Paffett die Führung an Norbert Siedler abtreten. Der Österreicher war im Dallara Opel-Spiess hervorragend gestartet und hatte sich in der Castrol-Kurve vor Paffett geschoben, um jedoch noch innerhalb der ersten Runde wieder von Paffett überholt zu werden. Ab diesem Zeitpunkt gab es für den Briten kein Halten mehr. Im Handumdrehen wuchs dessen Vorsprung beachtlich an, schnell war Paffett außer Sichtweite der Konkurrenz und nach 15 Runden schon mit mehr als zehn Sekunden enteilt. Siedler hingegen musste in der zweiten Runde nach einem Fahrfehler sogar Timo Glock ziehen lassen, konnte diesen jedoch wieder unter Druck setzen und in einen Fehler treiben. In der 8. Runde geriet Glock mit Tempoüberschuss neben die Strecke, rappelte durch den Kies und landete nach einem weiteren Dreher auf dem 15. Platz und dann mit beschädigtem Monoposto in der Box. So kam Norbert Siedler ohne große Mühe zu seinem bislang besten Formel-3-Ergebnis. Der zweite Platz ist für den zurückhaltenden Österreicher beim Heimspiel besonders wichtig. Den Erfolg des Teams Rosberg komplettierte Kimmo Liimatainen: der Finne brachte seinen Dallara Opel-Spiess auf dem dritten Platz ins Ziel.

Bernhard Auinger, nur einen Steinwurf vom 4,326 Kilometer langen A1-Ring beheimatet, konnte seinen zweiten Startplatz nicht nutzen. Mit abgewürgtem Motor musste der 20-Jährige das halbe Feld ziehen lassen. Nach einem Crash in der Castrol-Kurve folgte das Aus mit verbogener Vorderradaufhängung. Auch seine beiden Teamkollegen kamen nicht ins Ziel. Der Italiener Vitantonio Liuzzi krachte am Ende der ersten Runde in die Boxenmauer und Frank Diefenbacher (Pforzheim) strandete nach einer Berührung mit Jeffrey van Hooydonk (Belgien) in der Box. Somit beklagte das Opel Team BSR den ersten Totalausfall der Saison.

Mit dem vierten Platz zeigte sich Markus Winkelhock im Dallara Mercedes zufrieden. Der Waiblinger war vom neunten Platz gestartet, hatte sich rundenlang einen sehenswerten Fight mit Frank Diefenbacher geliefert und am Ende auch den Australier Ryan Briscoe abwehren können. Robert Doornbos wurde mit 17 Runden nur auf dem letzten Platz gewertet. Dabei war der Niederländer richtig gut unterwegs gewesen, bis er vom Japaner Kousuke Matsuura am Hinterrad getroffen wurde und mit Reifenschaden aufgeben musste. Matsuura erreichte trotz beschädigtem Frontflügel noch den sechsten Platz.

Gary Paffett: Nach den tollen Trainingsergebnissen wusste ich, dass ich ein sehr gutes Auto zur Verfügung haben würde. Ich habe mich mal wieder voll auf den Start konzentriert, der war zwar gut, aber nicht optimal. Deshalb kam Siedler in der ersten Kurve kurz vorbei, doch schon in der nächsten Ecke hatte ich ihn wieder. Ich habe dann hart gepusht, um einen Vorsprung zu erreichen. Mein Rennen sah mal wieder easy aus, doch so ganz einfach ist es nicht. Nur wenn man ein sehr gutes Auto hat, lassen sich solche Leistungen erzielen.

Kimmo Liimatainen: Klar, ich hatte etwas Glück, doch den dritten Platz habe ich mir auch verdient. Ich habe von Beginn an hart gefightet – am Ende war das Rennen eher easy. Ich habe fast das gleiche Set-up wie Gary gehabt. Am Anfang des Jahres haben wir oft verschiedene Fahrwerkabstimmungen gehabt, doch in den letzten Rennen haben wir uns sehr angeglichen.

Frank Diefenbacher: Schon der Start war katastrophal. Dann bin ich in der ersten Kurve rausgerutscht. Ich konnte mich wieder nach vorne arbeiten, bis mir Van Hooydonk ausgangs der Remus-Kurve voll ins Auto gefahren ist. Der Frontflügel war beschädigt und ist dann auf der Geraden gebrochen, dadurch bin ich dann Van Hooydonk ins Heck gerutscht.

Bernhard Auinger: Es war mein Fehler, als ich beim Start den Motor abgewürgt habe. In der ersten Kurve bin ich dann auf die Curbs geraten und dann gegen Grasser geflogen. Danach war mein Dreieckslenker krumm.

Markus Winkelhock: Ich habe beim Start mehrere Positionen gutmachen können. Der Fight mit Diefenbacher hat eine Menge Spaß gemacht. Mit Platz vier hätte ich nun wirklich nicht gerechnet.

Gottfried Grasser: Die Rundenzeiten waren zwar nicht ganz so gut, doch mit dem elften Platz beim Heimspiel bin ich
zufrieden.

Richard Lietz: Ich bin vom 15. Startplatz auf Platz sieben ins Ziel gekommen – dies ist super. Das Tempo von Matsuura konnte ich gut mithalten, was mir bestätigt, dass die Weiterentwicklungen der letzten Wochen etwas gebracht haben.

Jörg Hardt: Mein erster Formel-3-Start ist mir gut gelungen. Leider habe ich in der ersten Kurve einen Fehler gemacht, bin außen geblieben, in den Dreck gekommen und auf den letzten Platz abgerutscht. Am Ende sprang doch noch Platz 13 heraus.


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