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2002-09-07 16:10:58 - ks
F3: Paffett ist nicht zu stoppen

(c) ts photo
Sechste Pole der Saison für Paffett
“Es passt eben alles, das Auto, das Team und natürlich der Fahrer“, so einfach lässt sich die sechste Pole Position von Gary Paffett (1:26.452 Minuten) in der Int. Deutschen Formel-3-Meisterschaft 2002 aus Sicht seines Teammanagers Malte Bongers erklären. Was der 21-jährige Brite in diesem Jahr abzieht, ist mehr als beeindruckend und verdient höchsten Respekt. Auf dem 4,326 Kilometer langen A1-Ring in der Steiermark holte Paffett die Bestzeit im Handstreich: Runde um Runde verbesserte er sich im Dallara Opel-Spiess des Teams Rosberg, um in seinem letzten Umlauf mit 1:26.452 Minuten ganz vorne auf der Liste zu erscheinen.

Der Tabellenführer begann seine Zeitenjagd erst 15 Minuten vor Ende der 45-minütigen Trainingssitzung. Ausgehend von Platz 23 folgten die Ränge 13, 7, 3, 2 und eben Platz 1. Somit wird der schwarze Paffett-Monoposto beim Formel-3-Gastspiel in Österreich zwei Mal auf der Pole Position stehen. Wie immer die Saisonläufe 12 und 13 allerdings ausgehen, Gary Paffett kann an diesem Wochenende noch nicht Meister werden. Bernhard Auinger (1:26.598 Minuten) kann hingegen seinen ersten Sieg einfahren. Der 20-jährige Österreicher, nur einen Steinwurf vom A1-Ring beheimatet, brachte seinen Dallara Opel-Spiess für das Samstagrennen auf den zweiten Startplatz. Während des letzten Trainingsdrittels hatte Auinger sogar seine erste Pole Position vor Augen, ehe Paffett ihn in letzter Minute auf den zweiten Platz verdrängen konnte. Mit Norbert Siedler (Dallara Opel-Spiess) konnte sich ein weiterer Österreicher in Szene setzen. Der 21-Jährige erreichte 1:26.785 Minuten.

Frank Diefenbacher: Erst gegen Ende ging es richtig schnell, die Strecke wurde immer besser. In meiner letzten Runde war ich wieder zwei Zehntel schneller, habe aber dann einen gravierenden Fahrfehler eingebaut.

Norbert Siedler: Ich bin sehr zufrieden, die Abstimmung hat heute perfekt gepasst. Wir haben etwas mehr getestet als sonst, doch noch lange nicht so viel wie die anderen Teams.

Jeffrey van Hooydonk: Ich habe Schwierigkeiten mit meinem Nacken, der äußerst verspannt ist. In den ersten zwei Kurven hatte ich viele Probleme mit dem Auto, dafür war ich im letzten Sektor sehr schnell, in der Kombination jedoch zu langsam.

Gary Paffett: Nach gestern, ging es heute wieder einmal perfekt. Ich bin vielleicht etwas spät auf neuen Reifen gestartet, doch es ging dann schnell und schneller. Das Auto ist richtig gut, ich hatte sehr viel Vertrauen und konnte deshalb hart pushen.

Bernhard Auinger: Gary war nicht zu schlagen. Der Hundling hat mir in der letzten Runde doch tatsächlich noch die Pole weggeschnappt. Natürlich habe ich auch so Chancen auf den Sieg, doch das haben zehn andere auch.

Timo Glock: Die Konkurrenten haben wohl keine Augen im Kopf, jedenfalls guckt keiner in den Rückspiegel. Ich hatte deshalb kaum eine freie Runde.


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