Uwe Kaufel belegt zur Zeit Rang drei im DMSB Berg-Pokal für Rennsportfahrzeuge
Nach Schleiz und Iberg zog es den Berg-Tross der DM und des KW Berg-Cup zum dritten Mal nach Thüringen. Auf dem Programm stand die mit 3,825 km längste und zugleich kurvenreichste Bergrennstrecke Deutschlands, hinauf zum Barbarossa-Denkmal am sagenumwobenen Kyffhäuser im südlichen Bereits im Training purzelten die beiden Streckenrekorde inoffiziell. Herbert Stenger (Stenger BMW CN) blieb 1/100 Sekunde und Georg Plasa (BMW 320 Judd V8) ganze 43/100 Sekunden unter alten Bestmarke. Im Rennen reichte es Stenger nicht mehr zum Rekord, aber zum Gesamtsieg. Hauptgegner Uwe Lang (Osella CN) fuhr in den Qualiläufen zwei identische Zeiten und musste sich in den Top 20-Läufen dem nun neuen Deutschen Bergmeister Herbert Stenger, um genau eine Sekunde geschlagen geben.
Der Berglöwe feierte seinen sechsten Berg-DM Titel mit einer Sektdusche: "Ich wollte noch den Rekord." Teamkollege Pierre André Meroz aus der Schweiz fuhr ohne die 36 Kurven zu kennen auf Rang 3. "Diese Strecke musst du lernen wie eine Rallyeprüfung", komentieret „PAM“. Herbert Leibach (UWR Debora CN) war mit Rang vier nicht ganz zufrieden: "Meine Reifen waren am Ende." Somit belegten die ersten vier Plätze Fahren mit Quintec-BMW Motoren. Georg Plasa knackte zum fünften in dieser Saison den Tourenwagenrekord. Eine Sekunden schraubte der Warngauer seine eigene Marke aus dem Vorjahr nach unten.
Geht es bei den Rennwagen nur noch um den DM-Vize, steht bei den Tourenwagen die endgültige Entscheidung erst in zwei Wochen in Unterfranken an. Norbert Handa (Lancia Delta) kann dann den Sack locker zumachen. Der Kölner Uli Thomas (Opel Ascona B 16V) gewann die Klasse bis 2000 ccm im KW Berg-Cup und kann sich die Vize-Meisterschaft und DMSB Berg-Pokal sichern, was wohl zu Saisonbeginn keiner für möglich gehalten hätte. Frank Genbrock, Matthias Pott (beide Opel Kadett C 16V) und Siggi Rost (VW Golf 16V) lautete der weitere Einlauf in der Gruppe H bis 2000 ccm. Bei Joe Nardin (VW Golf 8V) klappte es diesmal nicht ganz so gut wie in den Rennen zuvor, der Vorarlberger wurde sechster. Achim Fischer, ebenfalls aus dem KW Berg-Cup, hat mit seinem Suzuki Swift 16V gleichfalls gute Möglichkeiten.
So gut wie sicher hat Georg Olbrich den Rennwagen-Pokal. Olbrich musste nach seinem Hauenstein-Crash in einem gemieteten PRC Opel Platz nehmen. Der Stuckateur-Meister war im ungewohnten Wagen sichtlich nervös, holte sich aber dennoch den Klassensieg bei den Sportwagen bis 2000 ccm. Micha Gräfling (Reynard VW) blieb mangels Starter in seiner Klasse punktlos. Uwe Kaufel (PRC VW CN) untermauerte seinen dritten Tabellenplatz im Pokal.
Achim Fischer führt weiter im KW Berg-Cup
Im KW Berg-Cup kristallisiert sich mehr und mehr Achim Fischer (Suzuki Swift 16V) als angehender Cup-Gewinner heraus. Der Suzuki-Händler brummte Franz Weissdorn (VW Polo 16V) über vier Sekunden auf. Weiter zwei Sekunden zurück folgten KW-Berg-Cup Vize-Präsident Klaus Bernert und Thomas Klingelberger (beide VW Polo). Der Überraschungsmann des Tages war ein Vorarlberger. Kurz Flatz besiegte seit langem wieder einmal einen Ralf Kroll (beide VW Golf 16V) und sorgte für Spannung in der Gruppe H bis 1600 ccm.