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2002-09-04 15:47:08 - ks
DTM: Erster Matchball für Aiello am A1-Ring

(c) ts photo
Aiello braucht zwei Punkte mehr als Schneider zum Titel
Spiel, Satz und Sieg: So hielt es Bernd Schneider im vergangenen Jahr auf dem A1-Ring. Er verwandelte seinen ersten Matchball zum vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft. In diesem Jahr hält der Franzose Laurent Aiello alle Trümpfe in der Hand. Holt er zwei Punkte mehr als Schneider, hat er den Titel in der Tasche – Matchball also für den viermaligen Saisonsieger beim achten von zehn Läufen zur DTM 2002. Von 6. bis 8. September startet die DTM auf dem 4,326 Kilometer langen A1-Ring im österreichischen Spielberg. Aiello führt im Abt-Audi TT-R mit 62 Punkten die Tabelle an, gefolgt von Schneider (Mercedes-Benz CLK-DTM, 38 Punkte). In Schlagdistanz mit 29 Punkten lauert Aiellos Markengefährte Mattias Ekström. Schneiders Kampfansage: „Solange es noch eine rechnerische Chance gibt, Meister zu werden, gibt bei uns keiner auf. Aber hauptsächlich geht es mir darum, den Zuschauern erneut ein tolles und spannendes Rennen zu bieten.“

Nach dem A1-Ring-Debüt der DTM im letzten Jahr, freut sich der Tross nun auf die zweite Veranstaltung in der Steiermark. Der ehemalige Formel-1-Star Jean Alesi, der im Mai in England seinen ersten DTM-Sieg im Mercedes-Benz CLK-DTM feierte, sagt: „Man wird immer so herzlich aufgenommen in Österreich, und die Rennstrecke ist einfach wunderschön – allerdings auch eine Herausforderung durch die Berg- und Talpassagen.“

Manuel Reuter (Opel Astra V8 Coupé), der mit seiner Familie seit fünf Jahren in Saalfelden/A wohnt und den Lauf in Spielberg daher als Heimrennen betrachtet, weiß: „Der Kurs erfordert eine spezielle Abstimmung. Man müsste aufgrund der vielen Geraden sehr wenig Flügel fahren, braucht andererseits aber eben auch viel Abtrieb für die schnelle Links- und die Doppelrechtskurve und zum optimalen Bremsen. Auf jeden Fall ist der A1-Ring von der Charakteristik her für Kämpfe und Windschattenduelle prädestiniert, die Zuschauer können sich freuen.“ In Österreich wird der 62-malige Grand-Prix-Pilot JJ Lehto im Opel Astra V8 Coupé des Euroteams sein DTM-Comeback geben. Der Finne fuhr bereits Mitte der 90-er Jahre für Opel in der DTM. Er ersetzt am A1-Ring den Belgier Yves Olivier.

Dass der gebürtige Kufsteiner Karl Wendlinger dem Rennen entgegen fiebert, liegt auf der Hand: „Für mich ist das natürlich der Höhepunkt der Jahres, zumal der Motorsport in meiner Heimat ja auch eine lange und lebendige Tradition hat.“ Wendlinger, der seit Beginn dieser Saison DTM fährt, bilanziert: „Neben dem sechsten Platz in Hockenheim war der fünfte in Donington mein bisher bestes Ergebnis. In der DTM geht es so eng zu, da muss man das ganze Kapital des Autos im Training und im Rennen nutzen, und alles ohne das geringste Problem über die Runden bringen. Aber ich werde die Ruhe nicht verlieren, denn unser Auto ist sehr gut. Das sieht man ja an den Erfolgen von Laurent und Mattias.“ Der Meisterschaftsdritte Ekström bestätigt: „Die DTM-Autos sind nicht einfach zu fahren. Mein erstes DTM-Jahr 2001 war für mich daher auch schwer.“


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