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2002-09-02 11:54:36 - ks
Puma Cup: Titel für Werner zum Greifen nah

(c) ks design
Dirk Werner gewann den siebten Lauf auf dem Lausitzring
Wimpernschlagfinale und ein Spitzenreiter im Ford Puma Cup, dem der Gewinn des letzten Ford-Puma-Cup-Titels kaum noch zu nehmen ist: Tabellenführer Dirk Werner (Kissenbrück) gewann auf dem EuroSpeedway Lausitz den siebten Saisonlauf des Ford Markenpokals hauchdünn vor Philipp Stange (Kleinostheim), der auch in der Gesamtwertung sein engster Verfolger ist. Seite an Seite kamen die beiden Kontrahenten aus der letzten Kurve auf die Zielgerade und am Ende hatte Werner um vier Tausendstelsekunden die Nase seines Ford Puma vorne – das sind allenfalls rund 20 Zentimeter. Dritter wurde Berthold Bermel (Krefeld), der sich auch die schnellste Rennrunde gutschreiben ließ.

Während Dirk Werner sich noch sehr vorsichtig zum Thema Meisterschaft äußerte („Ich habe erstmal nur die beste Ausgangsposition“) ist die Sache für Stange eigentlich entschieden: „Wenn nichts Außergewöhnliches mehr passiert, muss Dirk das Rennen in Oschersleben nur noch nach Hause fahren.“ Schon während des Rennens auf dem EuroSpeedway war aus dem ursprünglichen Dreikampf an der Spitze der Gesamtwertung ein Duell geworden. Ralph Martin, der als Zweiter gestartet war, fiel mit Getriebeproblemen („Ich hatte nur noch den vierten Gang zur Verfügung) immer weiter zurück und wurde letztlich Neunter.

Eberhard Braun, Leiter, Motorsport-Wettbewerbe, Ford-Werke AG: „Das war Motorsport, wie er besser nicht sein kann, und zeigt die Hochklassigkeit der Ford-Markenpokale. Der Ford Puma Cup verabschiedet sich mit einer tollen Saison, und ich bin sicher, dass unser neuer Ford Fiesta ST 150 Cup ab 2003 ein ebenbürtiger Nachfolger sein wird.”

Dirk Werner (Kissenbrück), Sieger: „Ein tolles Rennen. Wann hat man schon einmal so ein Fotofinish? Als ich auf gleicher Höhe mit Philipp Stange Richtung Zielgerade fuhr, habe ich erst ganz spät in den fünften Gang geschaltet. Ich wollte, dass er zuerst schaltet und diese Lücke durch den Schaltvorgang für mich nutzen. Das hat ja auch geklappt. Ich mag noch nicht über die Meisterschaft nachdenken, aber es ist auch klar, dass ich mit der besten Ausgangsposition zum Finale nach Oschersleben fahre.”

Philipp Stange (Kleinostheim), Zweiter: „Am meisten ärgere ich mich über die Situation, als mich Dirk Werner wieder überholt und erneut die Spitze übernommen hat. In dieser Kurve habe ich das Auto etwas überbremst und stand leicht quer. Ein Sieg wäre natürlich super gewesen, aber – ganz ehrlich – das hätte in Sachen Meisterschaft wohl auch nichts mehr gebracht. Dirk wäre Zweiter geworden, und so oder so muss er in Oschersleben das Ding nur noch nach Hause fahren.”

Berthold Bermel (Krefeld), Dritter: „Alte Reifen aufgezogen, locker gefahren, den Windschatten ausgenutzt: Der EuroSpeedway Lausitz scheint mir als Rennstrecke tatsächlich zu liegen! Und dann auch noch die schnellste Rennrunde – da kann ich nur sagen, Alter schützt vor Speed nicht!”
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