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2002-09-01 16:01:00 - ks
F1: Schumacher nicht zu stoppen - Doppelsieg für Ferrari

Zehnter Saisonsieg für Michael Schumacher
Michael Schumacher gewann den großen Preis von Belgien souverän vor seinem Ferrari-Teamkollegen Rubens Barrichello. "Best of the rest" war Juan-Pablo Montoyaim BMW-Williams, der den Podestplatz erfolgreich gegen McLaren-Pilot David Coulthard verteidigen konnte. Ralf Schumacher wurde nach einem verkorksten Rennen Fünfter. Auf Rang sechs holte Eddie Irvine einen WM-Punkt für Jaguar.

Michael Schumacher und Ferrari feilten in Spa-Francorchamps weiter an der Statistik. Beim fünften Doppelsieg der Saison für die Roten, feierte Michael Schumacher den zehnten Saisonsieg - das gelang bislang keinem. Beide Piloten bescherten dem Team aus Maranello den 50. und 51. Podestplatz in Folge. Für Michael Schumacher war es im Übrigen der sechste Sieg in "seinem Wohnzimmer", wie der Weltmeister den Ardennenkurs selber bezeichnet.

"Es war ein sehr gutes Rennen - das hatten wir nicht erwartet", freute sich Michael Schumacher nach dem Rennen. "Der Start war entscheidend. Wir konnten an der Spitze unser Tempo fahren." Schumacher wirkte nach dem 44 Runden dauernden Rennen entspannt. "Es bedeutet mir sehr viel den zehnten Sieg innerhalb einer Saison, was noch niemand vor mir geschafft hat, auf einem Kurs zu erreichen, mit dem mich persönlich sehr viel verbindet. Ich hatte Freude am Fahren und konnte mich einfach austoben."

Der Start verlief ohne Zwischenfälle. Michael Schumacher setzte sich erwartungsgemäß an die Spitze. Kimi Räikkönen verlor seine zweite Position in der ersten Kurve an Rubens Barrichello. David Coulthard schob sich mit höherem Topspeed am Ende der langen Geraden nach Eau Rouge an Ralf Schumacher vorbei und reihte sich hinter seinem Teamkollegen auf der vierten Position ein. In der zweiten Runde kassierte Juan-Pablo Montoya den auf drei liegenden Kimi Räikkönen nach einem Quersteher, genau an der Stelle, wo der Finne am Samstag bereits seine Pole Position verschenkt hatte.

Ein sehenswertes Duell entwickelte sich zu Beginn des Rennens sich im Mittelfeld zwischen den beiden Honda-Piloten Jacques Villeneuve (BAR-Honda) und Giancarlo Fisichella (Jordan-Honda). Der Kanadier setzte Fisichella über Runden hart unter Druck, um sich dann in der siebten Runde beim Herausbeschleunigen aus der "La Source"-Kurve am Italiener vorbei auf die 13. Position zu schieben. In Runde 13 setzte Jacques Villeneuve seinen Vorwärtsdrang fort und passierte den Toyota-Piloten Allan McNish nach der "Eau Rouge".

Die erste Serie der Boxenstopps führte zu keiner Veränderung an der Spitze. Hinter den führenden Ferrari-Piloten und dem Drittplatzierten Montoya, wechselten David Coulthard und Kimi Räikkönen die Positionen. Der Schotte überholte nach einem schnellen Tankstopp seinen Teamkollegen am Boxenausgang. Ralf Schumacher drehte sich in Runde 16 und fiel auf Rang acht zurück. Im weiteren Verlauf des Rennens patzte der BMW-Williams-Pilot bei beiden Boxenstopps und verlor viel Zeit.

Das letzte Renndrittel brachte innerhalb von wenigen Runden sechs Ausfälle. Kimi Räikkönen, Felippe Massa, Jarno Trulli, Giancarlo Fisichella und Olivier Panis stellten ihre Fahrzeuge jeweils mit Motorschaden ab, Pedro de la Rosa konnte seinen Jaguar mit gebrochener hinteren Radaushängung gerade noch abfangen.

1. M. Schumacher, Ferrari, 44 Runden
2. R. Barrichello, Ferrari, +0:01.977
3. J.-P. Montoya, BMW-Williams, +0:18.445
4. D. Coulthard, McLaren-Mercedes, +0:19.357
5. R. Schumacher, BMW-Williams, +0:56.440
6. E. Irvine, Jaguar, +1:17.370
7. M. Salo, Toyota, +1:17.809
8. J. Villeneuve, BAR-Honda, +1:19.855
9. A. McNish, Toyota, -1 Runde
10. N. Heidfeld, Sauber-Petronas, -1 Runde
11. T. Sato, Jordan-Honda, -1 Runde


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