Unter diesem Motto stand auch das drittletzte Rennen der Saison 2002 im wunderschönen Badeort Zandvoort. Bereits mit der optimalen Ausbeute an Meisterschaftspunkten versehen kam der Engländer Martyn Donn auch an die Küste. Der Brite ließ weiterhin nichts anbrennen und entschied auch den sechsten Lauf der Saison für sich.
Nach heftigen Regenschauern und viel Wind in den Qualifyings ging er auch in Holland von Platz eins aus ins Rennen. Sven Glöckler aus Nerenstetten komplettierte die erste Reihe. In Reihe zwei fanden sich nach einer taktischen Variante des Paschke Racing Teams der letztjährige Vizemeister Markus Schreiber mit einem Testfahrzeug des DRM-Teams auf Platz drei und Jan Wezel aus Kaarst - erstmalig im Paschke Team - mit dem eigentlichen Fahrzeug des vor ihm stehenden Stammfahrers des Teams ein. Das Team pokerte sehr lange mit der Reifenwahl und schickte Jan dann spät als einzigen Fahrer mit Slicks auf die trocken werdende Strecke. Hat aber nicht ganz gereicht. Dahinter dann Routiniers Joachim Lutz Manfred Benninger und die rasenden Engländer John Bowles, John Randall, Andi Storer und viele weitere Fahrer.
Überraschenderweise kam auch der Amerikaner Bill Wolfe aus den USA nach Zandvoort, um hier an einem europäischen Formel V Lauf als Gastfahrer teilzunehmen. Leider hatte er sowohl im Training als auch dann im Rennen nicht sehr viel Glück und schied bereits nach der Hälfte der Distanz mit einem Defekt aus, was seiner guten Laune aber nicht geschadet hat.
Der Start verlief ohne Probleme, leider kam es in der ersten Kurve bereits zu einer Berührung mit Sven Glöckler und Markus Schreiber, wodurch Markus mit einer völlig krummen Spurstange links aus der Kurve kam und alle Podestambitionen regelrecht ausgebremst wurden. Martyn Donn konnte sich rasche etwas vom Feld absetzen, doch dahinter waren fünf Fahrer rundenlang in heftige Positionskämpfe verwickelt. Der erste der aus dieser Gruppe zurückfiel war Sven Glöckler, dann war es auch Markus Schreiber nicht mehr möglich, mit dem Verbogenen Rad das Tempo zu halten und so zogen Jan Wezel dann auch Joachim Lutz und Manfred Benninger als Trio davon.
Hier konnte sich dann Joachim Lutz gegen Jan Wezel durchsetzen und Platz zwei bis ins Ziel halten, für ihn auch wieder eine Bestätigung seiner Leistung nach vielen Pannen in dieser Saison. Jan fuhr Platz drei nach Hause und sorgte für ein tolles Ergebnis für das Paschke-Team und vor allem für das erste Mal in diesem Auto. Kurios endete für Manfred Benninger und Markus Schreiber das Rennen, denn Manfred wähnte sich schon im Ziel und fuhr die letzte Rennrunde wie eine Auslaufrunde und wurde somit noch von Markus abgefangen und auf Platz fünf verdrängt. Im Mittelfeld sorgten aber auch Sven Glöckler, John Randall und Andy Storer, dafür, dass keine Langeweile aufkam.
Die letzten beiden Läufe in Monza und dann in Hockenheim im Oktober werden auf jeden Fall noch für große Spannung sorgen, denn immerhin vier Fahrer sind noch im Rennen um die Vizemeisterschaft.