Das Geschehen in der Gruppe A über 2000 ccm spiegelt weitestgehend auch das Geschehen an der Spitze des Gesamtklassements wieder. Nur A8-Fahrzeuge lagen im Rallyeverlauf in den Top Ten und machten den Sieg unter sich aus. Von Beginn an bestimmten Sebastien Loeb im Citroen Xsara und die beiden Peugeot-Piloten Richard Burns und Marcus Grönholm das Geschehen. Die "Löwen-Dompteure" starteten mit einer gemeinsamen Bestzeit in die Auftaktprüfung, ehe Loeb sechs (!) Bestmarken in Folge für sich notieren durfte. In Anbetracht der fahrerisch sehr anspruchsvollen Wertungsprüfungen entlang der Mosel eine Meisterleistung des amtierenden Super 1600-Weltmeisters. Weitere fünf Bestzeiten bildeten den Grundstein für Loebs ersten WRC-Gesamtsieg. Auch ein Hinkelstein-Treffer auf Baumholder und ein Verbremser auf der Super-Special-Stage konnten den Triumph des 28jährigen nicht verhindern.
Nachdem Marcus Grönholm am ersten Tag nach Hydraulikproblemen gut eine Minute verloren hatte, war es für ihn wichtiger, Punkte für die WM zu sammeln statt zu gewinnen. Zumal von Beginn an klar war, dass Verfolger Colin McRae ebenfalls keine Siegchancen haben würde. Richard Burns setzte Loeb bis zum Schluß unter Druck und hoffte darauf, den Citroen-Piloten in einen Fehler zu drängen. Hinter dem viertplatzierten Colin McRae sah der Belgier Bruno Thiry im privaten Peugeot 206 die Zielrampe als hervorragender fünfter. Die Werkspiloten Marko Märtin (Ford Focus) und Tommi Mäkinen (Subaru) mussten sich knapp geschlagen geben.
Die deutschen Hoffnungen lasteten vor allem auf Armin Schwarz und Matthias Kahle. Schwarz glänzte von Beginn an, wie auch sein Hyundai-Teamkollege Freddy Loix, mit phantastischen Zeiten und beendete den ersten Tag auf Rang sechs. Doch zu Beginn des zweiten Tages traf das Schicksal dann gleich zweimal das MSD-Team. Vor WP neun verabschiedete sich der Öldruck bei Loix. Und in WP zehn rutschte Schwarz in einer langen Rechtskurve von der Bahn und überschlug sich in einen Wald. Statt einem möglichen vierten Platz eine gebrochene Rippe bei Schwarz, Beifahrer Manfred Hiemer erlitt eine Brustquetschung. Anton Werners WM-Debüt endete bereits in WP drei, als er seinen Mitsubishi Lancer mit einem technischen Defekt abstellen musste. Unbelohnt blieb auch die Fahrt der beiden Toyota Corolla von Rocco Theunissen und Erik Wevers, die nach technischem Defekt bzw. Unfall vorzeitig einpacken mussten.
Gruppe A über 2000 ccm: (gestartet: 29/ gewertet: 12)
1. Loeb/Elena (Citroen Xsara) 3:47.17,3 Stunden
2. Burns/Reid (Peugeot 206) + 14.3 Sekunden
3. Grönholm/Rautiainen (Peugeot 206) + 1.19,1 Minuten
4. C.McRae/Grist (Ford Focus) + 3.45,3 Min.
5. Thiry/Prevot (Peugeot 206) + 5.18,8 Min.
6. Märtin/Park (Ford Focus) + 5.33,0 Min.
7. Mäkinen/Lindström (Subaru Impreza) + 5.39,2 Min.
8. Sainz/Moya (Ford Focus) + 6.17,0 Min.
9. Delecour/Grataloup (Mitsubishi Lancer) + 6.35,9 Min.
10. Eriksson/Thörner (Skoda Octavia) + 6.35,9 Min.
11. Cserhalmi/Bodnar (Skoda Octavia) + 35.33,40 Min.
12. Errani/Casadio (Subaru Impreza) + 45.23,8 Min.