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JWRC: Was für eine Gaudi, Niki!!

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Niki Schelle hatte gut Lachen |
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| Vermutlich wird Nikolaus „Niki“ Schelle erst in ein paar Tagen begreifen, was für ein Husarenstück ihm bei der Rallye Deutschland gelungen ist. Ein dritter Platz beim vierten Wertungslauf zur Junior-Rallye-Weltmeisterschaft ist weitaus mehr, als der Hohenpeißenberger, Beifahrerin Tanja Geilhausen, das Mtec-Team oder die Motorsportabteilung von Suzuki erwarten durften. „Das ist der Wahnsinn, ich bin super happy“, strahlte der hauptberufliche Opel-Händler auf der Zielrampe in Trier. Mit seinem giftgrünen, von einigen Fans liebevoll getauften „rollenden Kühlschrank“, war der Hohenpeißenberger nur am ersten Tag gegen ein Betonrohr gerutscht. Ansonsten verlief die "Deutschland" nahezu problemlos.
Als Schelle auf der 16. Wertungsprüfung die erste Super 1600-Bestzeit für Suzuki herausgefahren hatte, schütteten japanische Suzuki-Mitarbeiter gleich eine flasche Sekt über den Ignis. „Ich hoffe, kein schlechtes Omen für morgen, den einen Tag muß das Ding noch halten“, stand Schelle den japanischen Emotionen eher skeptisch gegenüber. Denn Lenkungsprobleme hatten am zweiten Tag gut eine Minute gekostet. Eine weitere Bestzeit am Schlusstag, der dritter Gesamtrang und nun Platz sechs in der Junior-WM sind der verdiente Lohn für eine phantastische Leistung. Bei seinem früheren (Motorsport-)Arbeitgeber Opel müsste spätestens nach diesem Erfolg klar sein, dass man für die DM und WM besser Schelle einen Corsa Super 1600 anvertraut hätte. Vielleicht hat Schelle sogar Chancen, 2003 ein WRC-Cockpit zu ergattern. Verdient hätte er es allemal.
Zum zweiten Saisonsieg in der Junior-WM fuhr der Spanier Daniel Salo mit einem Citroen Saxo. Zwei Rennen vor Saisonende hat Sola jetzt fünf Punkte Vorsprung auf den Italiener Andrea Dallavilla, zum dritten Mal in Folge zweiter. WM-Favorit Francois Duval musste nach diversen technischen Problemen und Ausritten in WP 21 endgültig aufgeben. Und auch Sven Haaf, schnell und fehlerfrei beim Heimspiel unterwegs, wurde nach einem Motorschaden in WP 10 zur Aufgabe gezwungen. Niall McShea holte für Opel die erste Bestzeit der Saison und führte zeitweilig das JWRC-Feld an. Doch ein heftiger Aufprall in die Hinkelsteine beendete die spektakuläre Fahrt in WP 14 abrupt.
Endergebnis nach 23 Wertungsprüfungen: (gestartet: 25/ gewertet: 9)
1. Sola/Romani (Citroen Saxo) 4:10.39,6 Stunden
2. Dallavilla/Bernacchini (Citroen Saxo) + 2.47,4 Minuten
3. Schelle/Geilhausen (Suzuki Ignis) + 3.33,2 Min.
4. Baldacci/Barone (Citroen Saxo) + 5.21,4 Min.
5. Rowe/Wood (Ford Puma) + 6.47,8 Min.
6. Katajamäki/Honkanen (VW Polo) + 8.20,0 Min.
7. Basso/Pirollo (Fiat Punto) + 8.43,4 Min.
8. Chemin/Scattoli (Fiat Punto) + 13.08,7 Min.
9. Niwa/Ideue (Suzuki Ignis) + 33.43,3 Min.
Wichtige Ausfälle:
WP 21: Duval/Fortin (Ford Puma) Unfall
WP 17: Tuohino/Vihavainen (Citroen Saxo) technischer Defekt
WP 14: McShea/Orr (Opel Corsa) Unfall
WP 14: Valimäki/Tero Gardemeister (Citroen Saxo) technischer Defekt
WP 10: Haaf/Kölbach (Citroen Saxo) Motorschaden
WP 9: Kangas/Laaksonen (Suzuki Ignis) Unfall
WP 1: Evans/Patterson (MG ZR) technischer Defekt
WP-Bestzeiten:
Dallavilla 8; Duval 5; Basso 3; Schelle und Sola je 2; McShea und Haaf je 1.
Stand in der Weltmeisterschaft:
1. Sola 23; 2. Dallavilla 18; 3. Tuohino 12; 4. Duval 11; 5. Caldani 10; 6. Schelle 5; 7. Feghali, Basso und Rowe je 4; 10. Carlsson, Galli und Baldacci je 3; 13. Doppelreiter 2; 14. Foss und Katajamäki je 1.
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