Rallye WM: Die Löwen erhöhen den Druck, Loeb weiter vorne
Sebastien Loeb verteidigte seine Führung
Citroen-Pilot Sebastien Loeb verteidigte auf der zweiten Etappe der Rallye Deutschland seine Führung. Richard Burns konnte im Peugeot in den acht Wertungsprüfungen an Samstag allerdings Boden auf den Franzosen gut machen und liegt mit nur 10,1 Sekunden Rückstand auf Platz zwei. Marcus Grönholm bleibt mit 25,4 Sekunden Rückstand weiterhin in Schlagdistanz. Colin McRae und Carlos Sainz haben nach 16 gefahrenen Wertungsprüfungen nur noch theoretische Chancen auf einen Sieg. Über zwei Minuten Rückstand trennen die beiden Ford-Piloten von der Spitze.
"Die Prüfungen von Baumholder waren wie erwartet der Knackpunkt dieser WM-Runde", analysierte Sébastien Loeb. "Ich bin happy, diese anspruchsvolle Etappe so gut überstanden zu haben." Der junge Franzose kann sich jedoch nicht in Sicherheit wiegen, denn Grönholm wittert seine Chance auf den Sieg: "Morgen werde ich voll attackieren."
Aus deutscher Sicht war die zweite Etappe der Rallye Deutschland ein Wechselbad der Gefühle. Armin Schwarz verlor die Kontrolle über seinen Hyundai und überschlug sich mehrfach. Dabei brach er sich eine Rippe, sein Copilot Manfred Hiemer erlitt Prellungen im Brustbereich. Nach diesem Unfall wurde die Wertungsprüfung abgebrochen. Die Segel streichen musste auch Sven Haaf. Im Verlauf der zweiten Etappe erlitt sein Citroen Saxo, mit dem er nach der ersten Etappe in der JWRC die zweite Position belegte, einen Motorschaden.
Armin Kremer hingegen konnte sich zur Freude der Fans in der Top10 der Gesamtwertung platzieren. "Das war ein mächtig langer und harter Tag", so der amtierende Rallye-Europameister. Im Verlauf des Tages beklagte Kremer probleme mit der Kupplung, dem Turbolader und den Reifen seines Ford Focus. "Für die dritte Etappe werden wir aber nochmals kräftig die Zähne zusammenbeißen - und Biß zeigen."
Ohne Zweifel profitierte Kremer von einigen prominenten Ausfällen. Vorjahressieger Philippe Bugalski (Citroen) rutschte in WP 9 von der Strecke. Freddy Loix konnte die zweite Etappe nicht in Angriff nehmen, weil an seinem Hyundai der Öldruck ausblieb. Der Subaru-Pilot Petter Solbert musste nach einem Unfall auf WP 11 aufgeben. Harri Rovenperä klagte über Hydraulikprobleme an seinem Peugeot.
In der JWRC führt nach der zweiten Etappe der Belgier Francois Duvall mit seinem Ford Puma vor Daniel Sola aus Spanien (Citroen Saxo) und Andrea Dalla Villa aus Italien (beide Citroen Saxo. Der Deutsche Niki Schelle erkämpfte sich mit seinem Suzuki Ignis den vierten Rang.