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2002-08-22 22:29:29 - ks
Rallye WM: Zuschauermassen schon beim Shakedown

Die Piloten kämpften mit der rutschigen Strecke
Die Organisatoren haben die erste Hürde bei der WM-Premiere der Rallye Deutschland hinter sich. Bereits beim Shakedown strömten unerwartet viele Zuschauer in die Nähe von Konz - und das bei strömendem Regen. Ford-Pilot Carlos Sainz zeigte sich von der sprichwörtlichen deutschen Gründlichkeit beeindruckt und rechnet nicht mit Problemen auf den Wertungsprüfungen. "Die Deutschen sind normalerweise sehr gut organisiert und ich hoffe, dass die Organisatoren die richtigen Sicherheitsvorkehrungen, die erwartet wurden, getroffen haben", so der Spanier. "Zuschauer sind nämlich nie das Problem, das Problem sind die Organisatoren. Es liegt an ihnen sicherzustellen, dass die Rallye sicher ist, die Prüfungen richtig geplant sind und genug Polizei im Einsatz ist. Ich bin sicher das diese Rallye damit kein Problem haben wird."

Die Witterungsbedingungen waren alles andere als gut und so hatten einige Piloten mit der rutschigen Strecke zu kämpfen. Colin McRae hat seine erste Schrecksekunde in Deutschland bereits hinter sich. "Wir haben uns gedreht und uns blieb fast das Herz stehen", berichtete der Schotte. Ein Dreher blieb auch dem amtierenden Meister Richard Burns nicht erspart. "Das war mein erster Ausritt bei einem Shakedown", ärgerte sich der Peugeot-Fahrer. "Es zeigt, wie schwierig diese Rallye sein wird." Tommy Mäkinen brachte die Streckenverhältnisse auf den Punkt: "Gerade im Nassen sind die sehr engen Passagen schwierig zu fahren. Jeder versucht die Kurven zu schneiden und so landet sehr viel Schmutz auf der Piste."

Marcus Grönholm zeigte sich am Abend zuversichtlich: "Es sollte morgen für uns ganz gut laufen." Das Ziel des Finnen ist die Verteidigung seiner Tabellenführung. "Ich weiß nicht, welche die richtige Taktik sein wird - vielleicht nicht auf Sieg fahren um jeden Preis." Der Peugeot-Fahrer fährt fort: "Es wird sehr rutschig, aber das ist schon okay. Vielleicht ist morgen wichtig, als Erster zu starten."

Im Gegensatz zu den meisten Rallye-Piloten hofft der deutsche Hyundai-Werksfahrer Armin Schwarz auf Regen: "Ich kenne die Prüfungen, und weiß, wie sie unter schwierigen Bedingungen zu fahren sind. Wenn es so bleibt, ist das gut für mich."


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