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2002-08-22 19:11:18 - ks
DTM: JJ Lehto testete DTM-Opel

Lehto avancierte 1995 und 1996 in der DTM/ITC zum Publikumsliebling
Opel absolvierte im französischen Dijon zweitägige Testfahrten, bei denen auch JJ Lehto sein Comeback im DTM-Cockpit feierte. Der Finne, der bereits in der DTM / ITC 1995 und 1996 für die Rüsselsheimer unterwegs war, zeigte sich von dem 462 PS starken Opel Astra V8 Coupé begeistert. "Der DTM-Opel ist sehr gut zu fahren, ich habe mich auf Anhieb im Cockpit wohl gefühlt", äußerte der 36-Jährige, der in dieser Saison für Cadillac die 24 Stunden von Le Mans bestritt und in der ALMS antritt. "Die Umstellung vom Sportwagen zum Tourenwagen hatte ich mir schwieriger vorgestellt."

Mit dem Test folgte JJ Lehto einer Einladung von Opel-Sportchef Volker Strycek. „Wir kennen und schätzen JJ aus der DTM/ITC-Zeit 1995 und 1996, als er im Opel Calibra V6 erfolgreich war. Der Kontakt zu ihm ist nie abgerissen. Und weil er heute bei unserer Konzerntochter Cadillac unter Vertrag steht, hat sich dieser Test angeboten“, so Volker Strycek.

JJ Lehto hat eine bewegte Karriere hinter sich. Den Einstieg in den Motorsport fand der Finne Mitte der Achtzigerjahre, im Formelsport. 1986 gewann er unter anderem die europäische Formel Ford Meisterschaft, 1988 wurde er britischer Formel 3 Champion. Es folgte ein Jahr in der Formel 3000, ehe Lehto in die Formel 1 aufstieg. Leider war ihm kein aussichtsreiches Cockpit vergönnt, denn bei Onyx (1989-1990), BMS-Dallara (1991-1992) und Sauber (1993-1994) fand er sich die meiste Zeit im Mittelfeld wieder. Sein bestes Ergebnis war 1991 ein dritter Platz hinter Ayrton Senna und Gerhard Berger beim Großen Preis von San Marino. Es folgten zwei Jahre in der DTM / ITC (1995-1996), in denen Lehto, obwohl er keinen Sieg herausfahren konnte, zum absoluten Publikumsliebling avancierte. 1995 gewann Lehto gemeinsam mit Yannick Dalmas und Masanori Sekiya im McLaren F1 GTR die 24-Stunden von Le Mans. Es kündigte sich eine erfolgreiche Zeit im Sportwagensektor an. 1997 gewann Lehto die Vizemeisterschaft in der FIA-GT für McLaren. Es folgte ein kurzes Zwischenspiel in der CART-Serie für Reynard, ehe er als BMW-Werksfahrer 1999 in die ALMS einstieg. Insgesamt errang er hier sechs Siege, ehe BMW 2001 das Sportwagen Engagement einstellte. Für Cadillac bestritt Lehto 2002 einige Einsätze in der ALMS und in Le Mans.

Neben dem 62-maligen Grand-Prix-Piloten spulten auch die Opel-Werksfahrer Manuel Reuter und Timo Scheider ein umfangreiches Testprogramm ab. Reuter fuhr am Dienstagvormittag und Mittwochnachmittag mit seinem Einsatzauto, Scheider übergab am Mittwochmittag das Testauto an Lehto. „Das war ein guter Test, bei dem wir einige Abstimmungsvarianten aussortieren konnten“, berichtete Manuel Reuter. „Dabei haben wir klare Fortschritte erzielt, sodass wir gut vorbereitet die drei letzten Saisonrennen in Angriff nehmen können.“ Der achte von zehn DTM-Läufen wird am 8. September auf dem A1-Ring in Österreich ausgetragen.


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