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Rallye WM: Panizzi gewinnt Deutschland-Rallye! Teil 2

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Am Ende reichte es doch für Panizzi |
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| Lesen Sie Teil 2 der Rallye-Vorhersage unseres Rallye-Experten Jörg Ufer...
Daß nur 31 Teams am folgenden Tag die zweite Etappe in Angriff nahmen, hatte seinen Grund. Sowohl der Skoda Octavia von Kenneth Eriksson/Tina Thörner als auch Petter Solberg/Phil Mills im verbliebenen Subaru Impreza tauchten nicht beim Re-Start auf. Doch was war passiert? Petter Solberg, mit der schwedischen Rallyefahrerin Pernilla Walfridsson liiert, hatte herausgefunden, dass seine Freundin zusammen mit DTM-Pilot Mattias Ekström im Gasthaus „Zum letzten Römer“ in Trier gesehen worden war. Ekström wiederum ist der Freund von Tina Thörner. Nähere Einzelheiten über die folgenden Stunden wurden nicht bekannt, es sickerte nur durch, dass sich Solberg und Thörner gegenseitig getröstet und den Wecker am nächsten Morgen überhört haben sollen …
Dolly Buster darf nicht mitfahren
Der zweite Rallye-Tag begann dann mit einem Paukenschlag: Der Kommandeur des US-Truppenübungsplatzes Baumholder verweigerte allen Teilnehmern aus Nicht-NATO-Staaten die Zufahrt zum Gelände. Dieses würde aus Vorsicht vor antiamerikanischen Zwischenfällen und als Teil des Kampfes gegen den internationalen Terrorismus erfolgen. Hiervon waren unter anderem alle Finnen, Schweden und Österreicher betroffen. „Leider durften wir meinen österreichischen Beifahrer Pauli Zeilthofer nicht mehr austauschen“, ärgerte sich Sandro Wallenwein über die vorzeitige Aufgabe. „Dolly Buster hatte uns schon zugesagt, schließlich ist die Tschechei ein NATO-Mitglied.“
Die verbliebenen 23 Teams heizten den vielen tausend Fans mächtig ein. Alleine 50.000 Zuschauer bevölkerten die berühmte „Panzerplatte“. Die beiden verbliebenen Peugeot 306 von Richard Burns und Gruppe N-Mann Wolf-Dieter Ihle bestimmten weiterhin das Tempo, Colin McRae blieb mit rund 26 Minuten Rückstand in Schlagdistanz. Matthias Kahle hielt trotz einiger Reifenschäden Rang fünf. Für insgesamt neun Piloten war die Fahrt am zweiten Rallyetag vorzeitig beendet, einer von Ihnen war Sebastian Vollak. „Als kleiner Junge wollte ich Panzerfahrer werden“, erinnerte sich der ADAC-Junior. „Und in einem unbeobachteten Moment sind wir von der Rallye-Piste abgebogen, haben uns einen Panzer geschnappt und sind damit ein wenig durchs Gelände gedüst.“ Beifahrer Hans-Joachim Grimberg ergänzte: „Rallyes gibt es doch wie Sand am Meer, aber Panzerfahren kann man nicht jeden Tag.“
Der Stand vor der abschließenden Etappe im Saarland: 1. Burns (Peugeot), 2. Ihle (Peugeot), 3. C.McRae (Ford), 4. Kahle (Skoda), 5. Vossen (Mitsubishi), 6. Rotter (Opel), 7. Färber (Mitsubishi), 8. Gassner (Mitsubishi), 9. Möckl (Skoda), 10. Haaf (Citroen), 11. Knöbel (VW), 12. Mysliewietz (Honda), 13. Kremer (Ford) und 14. Wilks (Ford). Ford Motorsportdirektor Martin Whitaker: „Armin hat bisher einen sehr guten Job gemacht. Ein Top Ten-Platz ist in Reichweite!“
Petersberg oder Peterberg?
Für reichlich Verwirrung sorgte am Schlusstag Nicky Grist, der Beifahrer von Colin McRae. In das an Bord befindliche Navigationssystem gab der Waliser „Petersberg“ statt „Peterberg“ ein. Somit fuhr das Ford-Duo nicht zur ersten WP des Tages, sondern schnurstracks zum Staatsempfang von Burundis Staatspräsident Pierre Buyoya. „Wir haben uns gedacht, der Colin kennt den Weg und wir sind ihm nachgefahren“, meinte ein verdutzter Matthias Kahle. Da auch Gassner, Möckl und Kremer so dachten, reduzierte sich das Feld auf neun Fahrzeuge. Buyoya zeigte sich von kleinen Rallyeeinlagen begeistert: „Die Deutschen haben wirklich an alles gedacht“, meinte er anerkennend.
Auf den letzten Prüfungen überschlugen sich dann die Ereignisse: In WP 21 parkte Ihle den Gruppe N-Peugeot am Straßenrand. „Bei der Ortsdurchfahrt von Steinberg haben wir einen netten Biergarten entdeckt. Und statt nur einem Bierchen wurden es dann ein paar mehr und der Wirt ließ uns nicht mehr weiterfahren.“ Nur eine Prüfung später war für Burns nach einem Getriebeschaden Feierabend. „Leider hatte mir mein Teamchef nicht sagen können, in welchem Biergarten Wolf-Dieter gelandet war. Denn nach Trinken war mir jetzt auch“, fluchte der amtierende Weltmeister.
Vossen fuhr ohne Wohnwagen
Somit kehrte der Niederländer Henk Vossen mit seinem Mitsubishi Lancer als Gesamtsieger nach Trier zurück. Allerdings legte Opel-Pilot Horst Rotter erfolgreich Protest ein: „Die Prüfungen 13 und 19 ist Vossen ohne Wohnwagen gefahren. Und das ist nicht erlaubt!“ Doch etwas zu früh hatte sich Rotter über den vermeintlichen Gesamtsieg gefreut. Denn nach langen Beratungen des Rallye-Komitees (Mitglieder: Max Mosley, Armin Kohl, Atze Schröder, Günther Jauch, Rudolf Scharping, Geißbock Hennes und Robert T-Online) wurde Gilles Panizzi zum Sieger erklärt. „Wäre Gilles mitgefahren, hätte er garantiert gewonnen“, begründete Jauch das Urteil der Jury. „Niemand kann etwas dafür, dass sich der Franzose beim Gardinenaufhängen die Schulter bricht.“
Das Endergebnis nach 23 Wertungsprüfungen:
1. h.c. Panizzi/Panizzi (Peugeot 206 WRC) (1. Gruppe A über 2000 ccm)
2. Rotter/Schmidt (Opel Astra OPC) 4:13.27,16 Stunden (1. Gruppe N bis 2000 ccm)
3. Färber/Schünemann (Mitsubishi Carisma) + 7.04,3 Minuten (1. Gruppe N über 2000 ccm)
4. Haaf/Kölbach (Citroen Saxo) + 32.17,7 Min. (1. Gruppe A bis 1600 ccm)
5. Mysliewietz/Bastuck (Honda Civic) + 32.17,8 Min. (1. Gruppe N bis 1600 ccm)
6. Knöbel/Schwalie (VW Polo) + 41,22,7 Min. (2. Gruppe A bis 1600 ccm)
7. Wilks/Herron (Ford Puma) + 54.16,1 Min. (3. Gruppe A bis 1600 ccm)
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