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2002-08-17 18:07:30 - ks
F1: Rote erste Startreihe in Ungarn

Dritte Pole in dieser Saison für Barrichello
Business as usual: Beim Qualifying zum Großen Preis von Ungarn sicherten sich die beiden Ferrari-Piloten Rubens Barrichello und der frühzeitige Weltmeister Michael Schumacher die erste Startreihe. Barrichello, der im Kampf um den Vizetitel in der Weltmeisterschaft auf Rückendeckung seines Teamkollegen hoffe darf, ist für das Rennen am Sonntag zuversichtlich: " Dadurch habe ich die besten Chancen auf den Sieg. Denn hier ist das Überholen nicht einfach." Fünf Wochen nach Schumachers Titelgewinn in Magny-Cours können die Roten aus Italien bereits beim 13. von 17 Rennen den Triumph in der Marken- Weltmeisterschaft unter Dach und Fach bringen. Als erster Fahrer in der Formel-1-Geschichte kann Schumacher zudem 10 Rennen in einer Saison gewinnen. Für Barrichello, der auf dem Kurs nahe der Hauptstadt Budapest immer langsamer war als Schumacher, ist es die dritte Pole Position der Saison.

In der zweiten Startreihe stehen die beiden BMW-Williams Piloten Ralf Schumacher und Juan Pablo Montoya. Für Ralf Schumacher kam Platz drei ein wenig überraschen: "Damit habe ich hier nicht gerechnet. Wir hatten im freien Training große Schwierigkeiten mit diversen Hochs und Tiefs, und im Qualifying bin ich sogar einmal von der Strecke gerutscht." Der Kolumbianer Montoya steht am Sonntag in der Startaufstellung neben seinem Teamkollegen auf Rang vier. Zufrieden war er mit dem Ergebnis nicht ganz. "Angesichts der Dominanz von Ferrari auf diesem Kurs hier ist ein Platz in der zweiten Reihe nicht schlecht, aber ich bin ganz bestimmt nicht zufrieden mit meinem Qualifying." Zusammen mit seinem Team schaffte er es nicht, sein Auto optimal auf die Strecke abzustimmen. "Es ist mir nicht gelungen, die richtige Balance für mein Auto zu finden. Auf der Suche nach Verbesserungen haben wir in verschiedene Richtungen gearbeitet und sehr viele Veränderungen vorgenommen. Aber dabei schien das Auto eher schlechter als besser zu werden."

Berechtigte Unzufriedenheit herrschte nach dem Qualifying bei McLaren-Mercedes. Denn vor den Silberpfeilen stehen mit Fisichella auf fünf, Trulli auf sechs und den beiden Sauber-Piloten Massa und Heidfeld und Jenson Button eigentlich Kandidaten für das Mittelfeld. David Coulthard und Kimi Räikkönen kamen über die Plätze zehn und elf nicht hinaus. Beide Fahrer versuchten erst gar nicht, ihre Enttäuschung zu verbergen. Coulthard: "Es war sehr schwierig, mit den Reifen die richtige Balance zu finden. Damit haben wir das ganze Wochenende gekämpft und es ist uns bislang nicht gelungen, mehr aus dem Auto heraus zu holen. Wir werden alles tun herauszufinden, wo das Problem liegt und wie wir es abstellen können.“ Auch der Finne Räikkönen war alles andere als zufrieden: „Mit meinem Startplatz in der sechsten Reihe bin ich nicht zufrieden. Auf der Runde, die meine schnellste hätte werden können, kam ich in Verkehr, bei einem weiteren Versuch habe ich einen Fehler gemacht. Zudem hatten wir Probleme mit der Balance. Das Rennen wird für uns nicht einfach, denn hier gibt es kaum Überholmöglichkeiten, doch wir werden unser Bestes geben.“

Ergebnis Qualifying:
1. Rubens Barrichello (Brasilien) Ferrari 1:13,333 Min.
2. Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari 1:13,392
3. Ralf Schumacher (Kerpen) Williams-BMW 1:13,746
4. Juan Pablo Montoya (Kolumbien) Williams-BMW 1:14,706
5. Giancarlo Fisichella (Italien) Jordan-Honda 1:14,880
6. Jarno Trulli (Italien) Renault 1:14,980
7. Felipe Massa (Brasilien) Sauber-Petronas 1:15,047
8. Nick Heidfeld (Mönchengladbach) Sauber-Petronas 1:15,129
9. Jenson Button (Großbritannien) Renault 1:15,214
10. David Coulthard (Großbritannien) McLaren-Mercedes 1:15,223
11. Kimi Räikkönen (Finnland) McLaren-Mercedes 1:15,243
12. Olivier Panis (Frankreich) BAR-Honda 1:15,556
13. Jacques Villeneuve (Kanada) BAR-Honda 1:15,583
14. Takuma Sato (Japan) Jordan-Honda 1:15,804
15. Pedro de la Rosa (Spanien) Jaguar-Cosworth 1:15,867
16. Eddie Irvine (Großbritannien) Jaguar-Cosworth 1:16,419
17. Mika Salo (Finnland) Toyota 1:16,473
18. Allan McNish (Großbritannien) Toyota 1:16,626
19. Mark Webber (Australien) Minardi-Asiatech 1:17,428
20. Anthony Davidson (Großbritannien) Minardi-Asiatech 1:17,959


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