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Rallye WM: Panizzi startet nicht in Deutschland

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Aus für Gilles Panizzi - Junior Christian Senz rutscht nach |
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| Der große Favorit der Rallye Deutschland muß zuschauen: Gilles Panizzi sagte Dienstagmorgen aufgrund seiner Schulterverletzung beim veranstaltenden ADAC ab. Der zweifache Saisonsieger war beim Gardinenaufhängen von der Leiter gefallen und hatte sich die Schulter gebrochen. „Der Knochen verheilt sehr gut“, hatte der Franzose noch via Telefon auf einer Pressekonferenz anlässlich der Neste Rally Finland erklärt. „Doch ein überdehntes Band im Schultergelenk braucht wohl länger.“ Um den Heilungsprozess nicht zu gefährden, verzichtet Panizzi auf einen Start bei der Deutschland, um wenigstens Ende September bei der Rallye San Remo in Italien wieder an den Start gehen zu können. Seine, wenn auch nur minimale Titelchance, kann der Franzose natürlich abhaken.
Im dritten für die Marken-WM punkteberechtigten Peugeot 206 WRC wird Schotterspezialist Harri Rovanperä das Cockpit von Panizzi übernehmen. Der Finne fährt voraussichtlich bis Saisonende mit Ersatzmann Voitto Silander auf dem heißen Sitz, da sich der etatmäßige Beifahrer Risto Pietiläinen noch von seinem leichtem Schlaganfall erholen muss. Aufgrund der Absage von Panizzi kann Christian Senz, Nummer drei der Reserveliste, mit seinem VW Polo GTi auf jeden Fall an den Start gehen. Aber auch die letzten beiden Reservefahrzeuge, Jean-Michel Fritsch (Citroen Xsara) und Rainer Holzborn (Renault Clio) können sich noch berechtigte Hoffnungen auf eine Teilnahme machen. Bei zwei bis drei Teams steht nach wie vor nicht fest, ob man in Trier über die Startrampe rollen kann. Einer von Ihnen ist Peter Bijvelds, der bei der Rallye Madeira seinen Mitsubishi Lancer bereits auf der ersten Prüfung neben die Strecke setzte und Probleme hat, die Schäden bis zur Deutschland zu reparieren.
Gut vorbereitet werden Frank Höhner und Holger Knöbel die Rallye Deutschland in Angriff nehmen. Beide waren beim letzten DM-Lauf, der Eifel-Rallye Daun, jeweils nach einem Unfall vorzeitig ausgeschieden. Höhner konnte seinen Honda Civic Type-R kurzfristig wieder aufbauen und startete am vergangenen Wochenende bei der Rallye Oberehe. Ein überlegener Sieg in der Gruppe N bis 2000 ccm und Platz neun im Gesamtklassement dokumentieren die starke Leistung. Knöbel, der in der DM ein VW Golf Kit-Car pilotiert, setzte in Oberehe den VW Polo in Gruppe A-Spezifikation ein, der auch bei der Deutschland an den Start geht. Hinter zwei rund 25 Jahre älteren VW Polo 1 wurde Knöbel zwar nur Dritter in der Gruppe F bis 1300 ccm, aber dafür war es auch nur ein Test. Nicht zum Testen kam hingegen Carsten Mohe. Bereits bei der technischen Abnahme zur Rallye Wartburg ging der Motor am gemieteten Renault Clio Super 1600 ein. Für die Rallye Deutschland gibt es ein neues (Werks-) Triebwerk.
Fest stehen nun auch die Fahrzeugbesatzungen der beiden VW Polo Super 1600, die als Vorausfahrzeuge von Volkswagen Racing zur Verfügung gestellt werden. Die wüstenerfahrene VW-Werksfahrerin Jutta Kleinschmidt startet zusammen mit Fabrizia Pons (ehemals sehr erfolgreich an der Seite von Michele Mouton, Ari Vatanen oder Piero Liatti). Im zweiten dunkelblauen Wolfsburger nehmen der dreifache Deutsche Meister Dieter Depping und Timo Gottschalk (früherer Beifahrer von Carsten Mohe) Platz.
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