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Clio V6 Trophy: Ein “Rainman” namens Marschall

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Marschall auf dem Weg zum Titel |
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| “Mister Markenpokal” ist nicht zu bremsen: Mit seinem dritten Sieg im fünften Saisonlauf baute Thomas Marschall auf dem verregneten Salzburgring seine Führung in der Clio V6 Trophy weiter aus.
Thomas Marschall sahen seine Gegner beim fünften Lauf zur Clio V6 Trophy nur kurz – zu Beginn des Rennens: Mit einem Katapultstart übernahm der Eggensteiner vom Qualifying-Gewinner Phillippe Siffert auf den ersten Metern die Führung und verschwand mit seinem wuchtigen Clio V6 in einer dichten Gischtwolke. Gleich in der Auftaktrunde erarbeitete sich der Markenpokal-Experte einen Vorsprung von vier Sekunden, den er bis ins Ziel weiter ausbauen konnte. “Ich habe mich nur gewundert, wo die anderen bleiben”, grinste der “Rainman” später. “Plötzlich war niemand mehr da, und ich konnte einsam meine Runden drehen.”
Was Marschall verpasste: In seinem Rückspiegel lieferten sich mit Marc Basseng und Alexander Roloff die beiden Fahrer des Teams RS Line-Cargraphic-Motorsport ein sehenswertes Duell um den zweiten Rang. “Zuerst habe ich es noch vorsichtig angehen lassen”, verriet Roloff, der als Fünfter ins Rennen gestartet war. “Aber dann habe ich gleich in der ersten Runde fünf Autos überholt – eigentlich unglaublich.” Doch der Vormarsch des 21-Jährigen endete hinter seinem Teamkollegen aus Köln. “Marc und ich lieferten uns tolle Duelle, alles absolut fair. Als er wieder an mir vorbei war, gab ich mich mit dem dritten Rang zufrieden – immerhin der erste Podestplatz in meiner Debütsaison im Clio V6”, strahlte der ehemalige Kartpilot, der als Nachwuchstalent von Renault gefördert wird.
BWL-Student Basseng indes hätte sich ebenfalls den Sieg zugetraut, wäre das Rennen nicht vorläufig abgebrochen worden: “Der Start war ziemlich turbulent, ich hielt mich zurück und wartete erst einmal ab. Aber mein Auto lag super und hätte langfristig auch Thomas Marschall noch eingeholt. Trotz eines Drehers konnte ich dranbleiben. Nach diesem Erfolg nehme ich wenigstens einen Pokal mit nach Hause”, so das Nachwuchstalent, dessen Zukunft als Clio V6-Pilot aus finanziellen Gründen noch ungewiss ist.
Pole Position-Inhaber Phillippe Siffert aus der Schweiz beendete sein Rennen nach einem Dreher von Michael Bellmann im Kiesbett. Mario Münch und André Lips erreichten das Ziel auf dem vierten und fünften Rang, nachdem der fünfte Saisonlauf aufgrund von Bergungsarbeiten bereits nach neun Runden durch eine Safety-Car-Phase neutralisiert und nach 17 Minuten vorzeitig abgebrochen wurde. |  |