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Formel Renault: Hannes Lachinger siegt vor eigenem Publikum

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Hannes Lachinger gewann den neunten Lauf auf dem Salzburgring |
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| Auf Sieg gesetzt – und verloren: Mit einer wagemutigen Attacke versuchte der Österreicher Christian Klien bei seinem Heimspiel auf dem Salzburgring in der letzten Rennrunde, seinem Teamkollegen Hannes Lachinger noch die Führung abspenstig zu machen. Doch die Räder der beiden Monoposti berührten sich, Kliens Formel Renault stieg auf und rutschte anschließend in die Leitplanken. Lachinger gewann den ersten Wertungslauf des Wochenendes vor Robert Schlünssen und Andreas Feichtner.
Die Enttäuschung stand Christian Klien ins Gesicht geschrieben: “Für die Meisterschaft wäre es besser gewesen, ich hätte mich mit Rang zwei begnügt”, erkannte der junge Österreicher, der als Tabellenführer zum Salzburgring gereist war. “Aber die Lücke war da. Doch Hannes zog herüber, unsere Räder berührten sich, und ich wurde in die Leitschienen katapultiert. Vor heimischem Publikum wollte ich jede Chance nutzen, zu gewinnen.”
Der Unfall von Klien sollte nicht der einzige spektakuläre Unfall sein, den die Zuschauer während des am Samstag ausgetragenen neunten Saisonlaufs zu sehen bekamen. Zuvor hatten bereits der von der ADAC Stiftung Sport geförderte Friese Hendrik Vieth und auch der 17-jährige Marco Dürr ihre Rennwagen auf der überaus schnellen Piste zerstümmelt. Dank der vorbildlichen Sicherheit der Formel Renault, die bereits die hochgesteckten Normen der Formel 3-Boliden erfüllen, entstiegen alle Piloten ihren Wracks nahezu unverletzt.
Hannes Lachinger indes, der zuvor im Qualifying die Pole Position erobern konnte, durfte sich über den vermutlich am härtesten erarbeiteten Sieg seiner noch jungen Rennfahrer-Karriere freuen: Praktisch seit dem Erlöschen der Startampel hatte der Österreicher die Attacken seiner Hintermänner Robert Schlünssen und Andreas Feichtner abwehren müssen. “Ich konnte mich einfach nicht absetzen”, stöhnte der ma-con-Racing-Pilot später. Wirklich ernst wurde es für Lachinger aber erst, als hinter ihm Klien auftauchte, der sich von Rang fünf bis auf die zweite Position vorgearbeitet hatte. “Ich dachte, Christian will außen vorbei”, schilderte der spätere Sieger die Kollision aus seiner Sicht. “Aber er versuchte es innen. Ich bin nicht unfair gefahren, aber in der letzten Runde musste ich mich ebenfalls innen halten.”
Ein sehenswertes Duell um den dritten Rang lieferten sich auch Andreas Feichtner, Bruno Spengler, Marcel Engels, Alexander Margeritis und zunächst Dennis Furchheim. Der Kanadier Spengler, der sich von der zehnten Startposition nach vorn gekämpft hatte, musste Feichtner schlussendlich jedoch den Vortritt zum letzten Podestplatz lassen. “Anfangs konnte ich im Kampf um den Sieg noch gut mithalten, aber Klien war einfach schneller und zog vorbei”, erinnerte sich der Drittplatzierte. Lechner-Pilot Dennis Furchheim okkupierte bereits Rang fünf, als er unverschuldet von der Strecke befördert wurde und diese Position Marcel Engels überlassen musste. |  |