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F3: Fabio Carbone in Zandvoort auf der Pole Position

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Nur Platz neun für Frank Diefenbacher beim Marlboro-Maters in Zandvoort |
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| Fabio Carbone schaffte die Überraschung in Zandvoort. Beim zwölften Marlboro Masters steht der Brasilianer auf der Pole Position. Der 21-Jährige aus dem Team Fortec Motorsport, derzeit in der Englischen Formel-3-Meisterschaft auf dem neunten Platz liegend, erreichte im zweiten Training seine 1:34.261 Minuten auf dem 4,307 Kilometer langen Dünenkurs. „In der Regel ist hier wohl das erste Training schneller, doch heute wurde die Strecke von Runde zu Runde besser. Ich wusste, dass ich ein gutes Auto zur Verfügung hatte, also habe ich hart gepusht und Erfolg gehabt“, lobte Carbone seinen Dallara 3/02 Renault-Sodemo. So cool sich der Brasilianer derzeit auch gibt, so mächtig wird der Druck beim Rennen sein – denn noch nie zuvor hat Carbone ein Formel-3-Rennen gewonnen. Auch sein Auftritt in der Int. Deutschen Formel-3-Meisterschaft dauerte nicht lang: im Rahmen des Formel-1-Grand Prix in Hockenheim überschlug sich der Brasilianer bei einem Gastauftritt im Opel Team KMS und konnte nach dem Trainingsunfall im Rennen nicht an den Start gehen.
Den zweiten Platz in der ersten Startreihe des diesjährigen Marlboro Masters wird Olivier Pla einnehmen. Der 20-Jährige ist kein unbedingter Favorit im 37-köpfigen Starterfeld. Olivier Pla fährt ebenfalls einen Dallara 3/02 Renault-Sodemo und liegt in der Französischen Formel-3-Meisterschaft im Moment auf dem vierten Platz. „Ich bin zum ersten Mal hier in Zandvoort und mag die Strecke sehr, da sie sehr anspruchsvoll und keinesfalls langweilig ist. Das Marlboro Masters ist im europäischen Vergleich unglaublich wichtig, deshalb bin ich sehr happy über diesen Startplatz“, so der glückliche Franzose. Das ihm die einheitlich zu verwendenden Kumho-Reifen einen Vorteil gebracht hätte, verneinte Pla: „Wir fahren in Frankreich zwar auch auf Kumho, doch die Mischung ist dort eine völlig andere.“
Für das Freie Training, die zwei Trainingssitzungen, das warm-up und das eigentliche 25-Runden-Rennen stehen jedem Fahrer drei Satz der koreanischen Slicks zur Verfügung.Nachdem es im ersten Zeittraining für die Piloten aus der Int. Deutschen Formel-3-Meisterschaft sehr gut aussah, verlor man im Abschlusstraining ein wenig. Bestplatzierter ist nun Robert Doornbos. Der 20-jährige Niederländer aus dem Team Ghinzani Motorsport kam mit seiner Zeit von 1:34.942 Minuten auf den dritten Platz seiner Gruppe und damit in die dritte Startreihe. Doornbos konnte sich im Dallara 3/02 Mugen-Honda im zweiten Training nicht mehr verbessern: „Wir haben damit gerechnet, dass sich in unserer Gruppe kaum jemand steigern würde, weil die Strecke leicht feucht war. Deshalb bin ich mit dem Set-up für das Rennen gefahren und ich muss sagen, dass sich das Auto hervorragend anfühlt. Morgen sollte etwas drin sein.“
Während sich die Fahrer mit den geraden Startnummern, die als letzte Gruppe trainierten, fast alle verbessern konnten, blieb es bei den ersten acht Piloten mit ungeraden Startnummern bei der Bestzeit aus dem ersten Training. Stefan de Groot, auf den beim Marlboro Masters die gesamte Werbung zugeschnitten ist, wird aus der vierten Reihe starten. Der 23-Jährige aus dem Team JB Motorsport kennt die Strecke wie seine Westentasche. „Hier bin ich im vergangenen Jahr Meister in der Formel-Ford geworden und hier bin ich seit langem schon als Instruktor der Rennfahrerschule tätig“, so der Niederländer. Direkt
hinter ihm steht ein weitere Vertreter aus dem deutschen Championat: der Japaner Kousuke Matsuura im Dallara 3/02 Opel-Spiess. Frank Diefenbacher konnte sich im zweiten Training zwar um mehr als eine halbe Sekunde steigern, dadurch allerdings wenig profitieren. Der neunte Platz in seiner Gruppe ist für den Pforzheimer aus dem Opel Team BSR nicht das erklärte Ziel. Auf dem zehnten Platz landete der Portugiese Cesar Campanico, der Brasilianer Joao Paulo de Oliveira wird auf Platz zwölf geführt. Auch diese Beiden steigerten sich im Nachmittagtraining jeweils um mehr als eine halbe Sekunde. Während Rizal Ramli und Clemens Stadler schon jetzt die Heimreise antreten können, da sie sich auf den Plätzen 23 beziehungsweise 20 in ihrer Gruppe nicht qualifizieren konnten, hofft Jaap van Lagen noch auf seinen Heimvorteil. Im Normalfall ist der Niederländer auf Platz 19 nicht qualifiziert, da der Japaner Shinya Hosokawa zwar auf dem gleichen Platz in der anderen Gruppe steht, jedoch fast eine Sekunde schneller war. Van Lagen könnte jedoch durch die Rennleitung als 37. Starter gesetzt werden.
Aus der fünften Startreihe geht Vitantonio Liuzzi sein Zandvoort-Debüt an. Der Kartweltmeister aus Italien ist damit Bestplatzierter des Opel Team BSR. Hinter Ryan Briscoe auf dem elften Platz kam Bernhard Auinger auf Platz zwölf. Auch Marc Benz schaffte es, sich zu qualifizieren. „Ich bin auf Platz 15 in meiner Gruppe. Das hört sich nicht gerade gut an, ist aber dennoch okay. Niemals hätte ich geglaubt, dass es hier so schwierig werden würde. Doch ich bin hier, um international Erfahrung zu sammeln“, so der Schweizer aus dem Swiss Racing Team. Im Dallara 3/02 Mugen-Honda des Teams Kolles Racing konnte sich Ross Zwolsman für die vorletzte Startreihe qualifizieren. Dass auch einen renommierten Team fehler unterlaufen können, bewies die Mannschaft des französischen Spitzenteams ASM. Tristan Gommendy verwendete im ersten Training einen Reifensatz seines Teamkollegen Olivier Pla und wurde prompt disqualifiziert. |  |