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F3: Mercedes triumphiert erstmals in der Formel 3

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"Ich freue mich riesig, schließlich hat Mercedes im Rennsport einen sehr klangvollen Namen" |
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| Das Timing war perfekt: bei der Premiere auf der Sprintstrecke des Nürburgrings, die beim Formel-3-Rennen erstmals inklusive der neuen Mercedes-Arena gefahren wurde, holte Markus Winkelhock (Dallara Mercedes) den ersten Sieg für Mercedes in der Int. Deutschen Formel-3-Meisterschaft. "Ich freue mich riesig, schließlich hat Mercedes im Rennsport einen sehr klangvollen Namen", jubelte der 22-Jährige aus Waiblingen, als er die Glückwünsche von Norbert Haug entgegennahm. Der Mercedes-Motorsportchef war bei strahlendem Sonnenschein der erste Gratulant.
Beim Start zum 22-Runden-Rennen hatte der Polesitter Winkelhock allerdings das Nachsehen. Der Odenwälder Timo Glock (Dallara Opel) schoss aus der dritten Position explosionsartig nach vorn, um als Führender in der Mercedes-Arena einzubiegen. Bis zur fünften Runde durfte sich der Opel-Junior-Werksfahrer über seine Führung freuen, ehe er von Winkelhock vor der NGK-Schikane klassisch ausgebremst wurde. "Ich hatte eine zu flache Flügeleinstellung, deshalb war Winkelhock vor allem beim Anbremsen der Kurven besser dran", erklärte Timo Glock. Der 20-Jährige hatte sich zudem einen kleinen Fehler ausgangs der Bitkurve geleistet und so den nötigen Schwung nicht mit in den Bilsteinbogen nehmen können. Markus Winkelhock nutzte dies konsequent, um dann seine Führung souverän auszubauen. Das Ziel erreichte der Mann mit dem berühmten Rennfahrernamen nach 30 Rennminuten 4,440 Sekunden vor Timo Glock. Auf dem dritten Platz wurde Kousuke Matsuura gewertet. Der Japaner im Dallara Opel konnte diesen Podestplatz ohne große Anstrengungen erreichen. Hinter dem Brasilianer Joao Paulo de Oliveira (Dallara Mugen-Honda) kam ein unglücklicher Jeffrey van Hooydonk (Dallara Mugen-Honda) ins Ziel. Der Belgier verlor das Rennen bereits am Start, als er den Kupplungsdruckpunkt nicht richtig erwischte und auf den fünften Platz abfiel. Diesen rettete Van Hooydonk dann vor dem Portugiesen Cesar Campanico (Dallara Opel), der für Platz sechs abgewinkt wurde.
Während die ersten fünf Plätze im 14. Lauf zur höchsten deutschen Formel-Serie schon nach dem ersten Renndrittel relativ sicher verteilt waren, ging es im Mittelfeld einmal mehr zu Sache. Um den zwölften Platz balgte sich rundenlang das Trio Sven Heidfeld (Mönchengladbach), Ryan Brsicoe (Australien) und Vitantonio Liuzzi (Italien). Während Liuzzi mit einem defekten Frontflügel später an die Box beodert wurde, kam Briscoe vor Heidfeld auf Platz elf ins Ziel.
Noch in der vorletzten Runde verlor Frank Diefenbacher zwei Plätze. Der 20-jährige Pforzheimer hatte den Angriffen von Sven Heidfeld und Ross Zwolsman (Niederlande) einfach nichts entgegenzusetzen. Diefenbacher kam hinter den beiden Konkurrenten nur auf Platz 14 ins Ziel. In der 15. Runde hatte Gary Paffett sein Schreckerlebnis. Der Tabellenführer aus Großbritannien rumpelte in der NGK-Schikane durch die Wiese, behielt aber glücklicherweise seinen siebten Platz. Damit ging Paffett an diesem Wochenende erstmals in der laufenden Saison völlig leer aus.
Seinen Triumph komplettierte Markus Winkelhock mit der schnellsten Runde, die er im fünften Umlauf in 1:24.627 Minuten und einem Schnitt von 154,206 drehte.
Markus Winkelhock: Ich habe beim Start viel Schwung verloren, weil ich kurz vom Gas musste, als die Räder zu stark durchdrehten. Glock hat dann seinen Fehler in der Bitkurve gemacht, sodass ich vor der nächsten Schikane aus dem Windschatten stechen konnte. Mein Auto war super. Wir haben einige Dinge geändert. Dass der Mercedes-Motor gut ist, wusste ich schon lange, der ist eigentlich noch auf dem Stand vom Saisonbeginn. Leider ist der Zug im Titelkampf wohl abgefahren, doch den einen oder anderen Platz in der Tabelle sollte ich noch gutmachen können.
Timo Glock: Mein Start war wieder genial. Leider haben wir zu flachen Flügel gefahren. Dazu hatten wir uns entschieden, um mehr Top-Speed zu erreichen. Leider war ich deshalb auf den Geraden sehr schnell, in den Ecken aber im Nachteil. Ich habe dann in der Bitkurve einen kleinen Fehler gemacht, den hat Winkelhock nutzen können. Als er einmal vorn war, konnte ich ihm nicht mehr folgen. Ich muss jetzt noch drei Mal gewinnen, während Paffett ausfällt - dann bin ich vorn. Doch den Gefallen wird er mir wahrscheinlich nicht machen.
Kousuke Matsuura: Schon im Training war ich schnell, ohne den vielen Verkehr, hätte ich die Pole Position holen können. Im Rennen habe ich dann versucht, Winkelhock und Glock zu pushen. Dabei haben sich meine Reifen zu sehr aufgeheizt und ich habe versucht, den dritten Platz zu halten.
Marcel Lasée: Ich bin beim Start mit Van Hooydonk kollidiert und habe mir dabei den Flügel beschädigt.
Frank Diefenbacher: Wir arbeiten wie verrückt, das Team tut eine Menge und ich auch, doch leider bringt es keinen Erfolg.
Gary Paffett: Mein Start war nicht gut, zudem hat mein Auto übersteuert, sodass ich die Power nicht richtig nutzen konnte.
Marc Benz: Der Start war nicht so gut. In der dritten Kurve hat Stadler mich dann umgedreht. Ich habe versucht nach vorne zu kommen, doch es lief nicht mehr viel.
Ross Zwolsman: Ich konnte nicht angreifen, sondern nur einfach mitfahren. Vor allem in der Start- und Zielkurve habe ich eine Menge Zeit verloren.
Jeffrey van Hooydonk: Mein Rennen war schon mit meinem schlechten Start gelaufen. Ich habe den Kupplungspunkt einfach nicht richtig getroffen.
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