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F3: Stressige Zeit in der Formel 3

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Paffett strauchelte in Hockenheim |
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| Letzten Sonntag noch bei der Formel 1 im Badischen, an diesem Wochenende auf dem Nürburgring in der Eifel – die Teams der Int. Deutschen Formel-3-Meisterschaft durchleben im Moment eine stressige Zeit. Auch in Sachen Meisterschaft ist noch lange nicht alles gelaufen. Noch sind acht Rennen zu absolvieren. 88 Punkte stehen aus und Gary Paffett ist noch kein Meister. Denn auch der Brite macht Fehler, in Hockenheim zum Beispiel. Dort würgte der 21-jährige beim Start den Motor ab und verschenkte so seinen möglichen sechsten Sieg. Trotzdem ist Paffett im Team Rosberg in aussichtsreicher Lage, als erster Brite mit dem Meistertitel die Statistik der Formel 3 in Deutschland zu bereichern.
Verhindern will dies auch der 20-jährige Pforzheimer Frank Diefenbacher: „Es ist unglaublich schwierig in diesem Jahr, auch wegen des neuen Punktesystems, das nur noch die ersten sechs Plätze berücksichtigt.“ Was für die jungen Piloten an Druck hinzugekommen ist, freut vor allem die Fans. Rein rechnerisch ist bereits der siebte Platz nichts mehr wert, denn dafür gibt es keine Gutschrift mehr. Der letzte Punkt wird für Platz sechs vergeben – und selbst der bringt einen nicht wirklich nach vorn. „Man muss in diesem Jahr viel mehr riskieren. Entweder du fährst um den Sieg und um die drei ersten Plätze, oder du kannst die Sache abhaken“, weiß auch Markus Winkelhock aus Waiblingen, der am vergangenen Wochenende mit dem vierten Platz sein bislang bestes Resultat holte. Für den Kousuke Matsuura läuft es im Moment richtig gut. Der Japaner holte vor traumhafter Formel-1-Kulisse einen Sieg und einen zweiten Platz. Matsuura, anerkannt schnell, schob sich damit auf den zweiten Tabellenplatz und will schon auf dem Nürburgring weiter aufschließen.
Mit Matsuura und Jeffrey van Hooydonk sahen die 120.000 Fans in Hockenheim zwei neue Gesichter auf der obersten Stufe des Siegerpodestes. Während die beiden Führenden relativ gelassen ihrem Triumph entgegen fuhren, war hinter ihnen der Teufel los: Positionskämpfe in jeder Runde, packende Fights und Überholmanöver zuhauf – die Formel 3 erntete die Beachtung der Formel 1.
Es geht also mächtig zur Sache, und schon am Wochenende könnte auf dem Nürburgring eine Vorentscheidung im Titelkampf fallen. Potenzielle Sieger gibt es mehr als eine Hand voll. Sie alle wollen Gary Paffett am Durchmarsch hindern. Und wer nicht mehr in den Kampf um die Tabellenspitze eingreifen kann, der will wenigsten durch Einzelerfolge auf sich aufmerksam machen. Viel Zeit bleibt dazu nicht mehr, die Formel 3 setzt zum Endspurt an.
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