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F3: Matsuura - Freudentränen beim ersten Saisonsieg

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"In Hockenheim habe ich immer Glück, hier konnte ich schon letztes Jahr gewinnen" |
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| Überholmanöver in jeder der 18 Runden, packende Zweikämpfe im Minutentakt, faires Fighten am laufenden Band und ein souveräner Sieger aus Japan - die 29 Piloten der Int. Deutschen Formel-3-Meisterschaft zeigten sich im Rahmen des Formel-1-Grand Prix von Deutschland in Höchstform. Auf dem brandneuen, 4,574 Kilometer langen Hockenheimring dominierte Kousuke Matsuura im elften Saisonrennen der höchsten deutschen Formel-Rennserie. Der 22-Jährige aus dem Prema Powerteam nutzte seine Pole Position für einen klaren Start- und Zielsieg. Schon nach wenigen Runden führte er im Dallara-Opel mit Sekundenabstand vor der Konkurrenz. Im Ziel hatte Matsuura satte 3,628 Sekunden Vorsprung.
„Ich liebe Hockenheim, hier konnte ich schon letztes Jahr gewinnen. Der neue Kurs ist super“, jubelte der Japaner mit Tränen in den Augen. Auf dem zweiten Platz kam Gary Paffett (Dallara-Opel) ins Ziel. Der Brite lieferte sich vor allem im ersten Renndrittel einen rundenlangen Fight mit dem Belgier Jeffrey van Hooydonk (Dallara Mugen-Honda). Nach mehrmaligem Positionswechsel konnte sich Paffett auf dem zweiten Platz behaupten, ohne jedoch je die Chance zu bekommen, den Führenden Matsuura anzugreifen. „Sechs Punkte sind genug, jetzt hat die Konkurrenz ein Problem, mich noch abzufangen“, zeigte sich der Tabellenführer sehr abgeklärt. Auch Van Hooydonk war mit sich und dem dritten Platz zufrieden: „Ich hatte eine starke Grippe und bin noch immer nicht ganz fit. Es hat mich eine Menge Konzentration gekostet, hier auf das Treppchen zu fahren.“
Auf dem vierten Platz konnte Markus Winkelhock sein bislang bestes Saisonergebnis feiern. Auch der Waiblinger war im Dallara Mercedes in mehrere Zweikämpfe verwickelt. Diese gipfelten im Fight mit Vitantonio Liuzzi (Dallara Opel) und endeten mit einem Abflug des Italieners in der zwölften Runde. Liuzzi hatte sich zuvor den Frontflügel am Heck von Van Hooydonk beschädigt und musste anschließend an der Box aufgeben. Auf dem fünften Platz konnte Bernhard Auinger (Dallara Opel) weitere Meisterschaftspunkte sammeln, obwohl er mit einem übersteuernden Auto zu kämpfen hatte. Der Brasilianer Joao Paulo de Oliveira (Dallara Mugen-Honda) erhielt für seinen sechsten Platz, den er sich ebenfalls hart erkämpfen musste, einen Zähler in der Meisterschaftswertung.
„Ein schlechter Start, und das Rennen war gelaufen“, so kommentierte Timo Glock (Dallara Opel) seinen siebten Platz, nachdem er von Rang fünf gestartet war. Auch für Frank Diefenbacher (Dallara Opel) war beim Saison-Highlight wenig zu holen: vom elften Startplatz ins Rennen gegangen, kam der Tabellenzweite lediglich bis auf Rang acht - eine reelle Chance auf Punkte hatte er dabei nie. Der Malaysier Rizal Ramli (Dallara Opel) brachte sich mit einem Frühstart und anschließender Stopp-and-Go-Strafe um alle Chancen.
Auch für Rayn Briscoe (Dallara Opel) war das Rennen schon nach wenigen Metern beendet: in der ersten Kurve wurde der Brasilianer in einen Crash verwinkelt. Nicht viel weiter kam Richard Lietz (Dallara Opel). Der Österreicher krachte in der Spitzkehre in den Seitenkasten des Niederländers Ross Zwolsman und landete anschließend im Aus. Die schnellste Runde des Rennens absolvierte Markus Winkelhock in 1:35.223 Minuten.
Kousuke Matsuura: In Hockenheim habe ich immer Glück, hier konnte ich schon letztes Jahr gewinnen. Der neue Kurs gefällt mir besonders gut. Ich hatte im Rennen nur ein Problem, und dies hieß Zwolsman. Der hat mich beim Überrunden arg behindert und drei Runden aufgehalten.
Gary Paffett: Der Start war okay. Dann habe ich mich auf die Punkte konzentriert, schließlich führe ich in der Meisterschaft. Hier sechs Punkte zu holen, war genug. Diefenbacher muss sich etwas einfallen lassen, um mich noch abzufangen.
Markus Winkelhock: Mein Auto hat sich sehr gut angefühlt. Leider hatte ich einen kleinen Fehler, den Liuzzi zum Überholen genutzt hat. Der hat sich aber später den Flügel beschädigt und ich kam wieder auf meinen angestammten Platz. Der vierte Platz ist mein bestes Saisonergebnis, hoffentlich geht es jetzt aufwärts.
Kimmo Liimatainen: Es war schwierig, schließlich bin ich vom 19. Platz gestartet. Der zehnte Platz ist unter diesen Umständen ganz okay.
Timo Glock: Mein schlechter Start hat mir das ganze Rennen versaut.
Frank Diefenbacher: Mein Auto war nicht der Hit. Ich hatte viel Übersteuern, obwohl die Strecke sehr viel Grip hatte. Ich hatte zudem gegen keinen Gegner auf der Geraden eine Chance, die sind nur so an mir vorbeigefahren.
Bernhard Auinger: Ich habe beim Start keinen Platz gewonnen, aber auch keinen verloren. Das Rennen war ganz okay, ich hatte zwar etwas Übersteuern, doch es ging dennoch ganz gut. Hauptsache, wieder in den Punkten.
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