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Formel Renault: Spengler und Guerrieri siegen in der Eifel

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Esteban Guerrieri setzte sich bereits in der ersten Runde ab |
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| Mit einem klassischen Startziel-Sieg beendete Formel Renault-Pilot Bruno Spengler den Samstagslauf auf dem Nürburgring. Der Kanadier hatte mit einem brillanten Start gleich auf den ersten Metern die Spitzenposition erobert und sie sich bis zum Schluss nicht wieder abnehmen lassen. “In den ersten Kurven ging es ganz schön eng zu”, so der 17-Jährige, “aber ich war sehr schnell und konnte mich etwas absetzen. Das Auto lief gut, übersteuerte aber später – dafür müssen wir bis zum morgigen Rennen noch eine Lösung finden.”
Platz zwei ging an den aktuellen Tabellenführer Christian Klien, der sich noch im Abschlusstraining die Pole Position gesichert und wohl fest mit einem weiteren Sieg gerechnet hatte. “Morgen ist auch noch ein Rennen. Dann sehen wir weiter…”, sinnierte Klien nach dem siebten Saisonlauf etwas enttäuscht. Er war im Startgewusel zunächst auf Rang vier zurückgefallen, konnte sich anschließend jedoch mit atemberaubenden Rundenzeiten zuerst am Argentinier Esteban Guerrieri, dann auch an Andreas Feichtner vorbeikämpfen. “Ein schlechter Start, aber ein gutes Ergebnis”, kommentierte anschließend Kliens Vater Johannes.
Im Mittelfeld rauften indes der Niederländer Ross Zwolsmann, Alexander Margaritis, Manuel Benz und Robert Schlünssen um Plätze und Punkte. Sie alle aber konnten Dennis Furchheim nicht aufhalten, der sich in furioser Manier vom zehnten Startplatz bis auf Rang fünf nach vorne drängelte. “Zwei Kontrahenten konnte ich gleich beim Start überholen”, rekapitulierte der Fahrer des Teams Lechner. Enttäuschend endete das erste Nürburgring-Rennen indes für den von der ADAC Stiftung Sport geförderten Friesen Hendrik Vieth. Nach einem Verbremser blieb die Nase seines Formel Renners buchstäblich auf der Strecke. Der 20-Jährige rollte in der sechsten Runde an die Box und verfolgte das Rennen fortan als Zuschauer.
Kein guter Tag für die Meisterschaftsführenden
Reichlich Lehrgeld mussten die Tabellenführer der deutschen Formel Renault-Serie beim achten Saisonlauf zahlen: Zuerst war es Bruno Spengler, der von Sportkommissaren eine Stop-and-go-Strafe wegen Frühstarts erhielt. Doch für den 17-Jährigen sollte es noch ärger kommen: Bevor er zur Box abbiegen konnte, prallte ihm mit Christian Klien der derzeit Erstplatzierte der Fahrerwertung ins Heck. “Wenn man aus einer Kurve herausfährt, gibt man Gas. Bruno stockte plötzlich, und dadurch bin ich aufgefahren. Das ist blöd gelaufen”, so Klien, der im Gegensatz zu Spengler und dem unschuldig mit ins Aus gerissenen Robert Schlünssen das Rennen fortsetzen konnte. Allerdings erhielt auch er für diese Aktion eine Stop-and-go-Strafe. Ironie des Schicksals: Beim Herausfahren aus der Boxengasse gab der Österreicher zu früh Gas und wurde wegen Geschwindigkeitsüberschreitung erneut zur Zwangspause zitiert.
Als Profiteur und späterer Sieger ging Esteban Guerrieri aus diesem Schlamassel hervor, der sich bereits auf den ersten Metern vor seinen Teamgefährten Spengler gesetzt hatte und nun den Abstand zum Rest des Feldes bis auf zehn Sekunden ausbauen konnte. “Meine Startrunde war wirklich super, und ich konnte mich schnell absetzen. Zudem lief das Auto viel besser als am Vortag. Das Ergebnis ist natürlich sehr gut für die Meisterschaft – es stehen ja noch einige Rennen aus”, so der 17-jährige Argentinier.
Mit hochdramatischen Aktionen unterhielten Andreas Feichtner und der Niederländer Ross Zwolsman, der noch beim Start am Süddeutschen vorbei gezogen war, die Zuschauer. Feichtner – der sich zwischenzeitlich auch der übermütigen Angriffe seines Hintermannes Alexander Margaritis erwehren musste – attackierte hartnäckig, musste aber immer wieder zurückstecken. Zwolsman ließ sich durch die permanenten Angriffe nicht aus der Ruhe bringen und behauptete seinen zweiten Platz bis ins Ziel. “Ich habe schon beim Start zwei Plätze gut gemacht, ohne in die Kollision mit Spengler verwickelt zu werden. Dann konnte ich auch noch Andreas Feichtner überholen. Seine Attacken waren anstrengend, aber sehr fair vorgetragen”, so Zwolsmann. “Ich wäre nur mit Gewalt an Ross vorbeigekommen”, bekannte Feichtner im Ziel. “Aber auch so hat das Rennen richtig Spaß gemacht.”
Zufrieden mit seiner grandiosen Aufholjagd zeigte sich ADAC-Schützling Hendrik Vieth, der ebenso wie Margaritis, Fabian Denner und Marcel Engels von den Ausfällen an der Feldspitze profitierte. Nach seinem Crash im Samstag-Rennen startete Vieth von Rang 31 und beendet das Rennen auf Rang sieben. |  |