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Top 10: Aufschlag für die Lokalmatadore

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Stefan Kissling hoch motiviert beim Heimspiel |
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| Mächtig viel los am Nürburgring: Beim Int. ACV-AvD-Sprint-Meeting (19.-21. Juli 2002) gastiert die Beru Top 10 auf der Traditionsstrecke in der Eifel. Mit Alfa 147 Cup, Deutsche Tourenwagen-Challenge DTC, Ford Puma Cup, Formel König powered by Volkswagen, DMSB-Formel Renault Cup, Renault Sport Clio elf International Cup, Toyota Yaris Cup, Formel König supported by ZF Sachs und V8STAR gibt es mit neun Serien und insgesamt 12 Rennen ein prall gefülltes Rennsport-Programm. Mit drei Formel-Läufen und dem Highlight V8STAR ist schon der Samstag beim Sprint-Meeting die Reise in jedem Fall wert; der Sonntag lockt mit Markenpokalen, dem jeweils zweiten Rennen in den Monoposto-Serien sowie dem traditionellen Top-10-Zugpferd DTC. Familienfreundliche Ticket-Preise und reichlich Programm auch abseits der Rennpiste runden das Motorsport-Wochenende ab.
Samstag ist V8STAR-Tag - die Devise gilt bei der Beru Top 10 seit dem vergangenen Jahr, als die bulligen Silhouetten-Tourenwagen zum ersten Mal über die Piste fegten. Auch beim Sprint-Meeting gehen die 5,7-Liter-Boliden bereits samstags an den Start und sorgen für Spannung bei der ständig wachsenden Fan-Gemeinde. Denn hinter dem amtierenden Meister und Tabellenführer Johnny Cecotto (Irmscher-V8STAR) drängen sich die Verfolger, die den Venezolaner vom zweiten Titelgewinn abhalten wollen. Ein junges Duo steht sich bei der Hatz auf den 46-jährigen mehrfachen Motorrad-Weltmeister und mehrfachen Tourenwagen-Titelgewinner im Vordergrund. Der Österreicher Robert Lechner jr. (24) und Thomas Mutsch (23) zeigen keinen Respekt vor Titeln und Erfahrung des Leaders, sondern sorgen rotzfrech für Furore auf der Piste. Besonders MIS-V8STAR-Pilot Mutsch dürfte dabei am Nürburgring besonders motiviert zu Werke gehen, denn der Bitburger zelebriert biem Sprint-Meeting nicht nur sein Heimspiel, sondern ist nach zwei Rennsiegen in Folge auch hoch motiviert. Und in der Eifel könnte Mutsch der große Coup gelingen: Punktgleich mit Lechner (je 139 Zähler) auf dem zweiten Tabellenplatz fehlen dem Eifelaner nur acht Pünktchen auf den alten Renn-Fuchs Cecotto (147), der sich damit auf die Jugend-Attacke einstellen sollte. Zumal auch die Piloten hinter dem Führungstrio, wie der alte Haudegen Roland Asch (133) und Ex-Formel-1-Pilot Pedro Lamy (129) nach wie vor dichten Anschluss an die Spitze halten.
DTC: Stefan Kissling hoch motiviert beim Heimspiel
Reichling eng geht es vor dem Sprint-Meeting auch in der Deutschen Tourenwagen Challenge DTC zu. Nach einem dramatischen Lauf im belgischen Zolder, bei dem gleich mehrere der Spitzenpiloten punktelos oder mit unbefriedigenden Ergebnissen abreisten, hat sich vorerst Thomas Klenke (Ford Focus) an die Tabellenspitze gesetzt. Dem Fahrsicherheitsinstruktor aus Bad Pyrmont genügte ein fünfter Platz, um die Führung vom Waiblinger Thomas Winkelhock (BMW 320i) zu übernehmen, der mit einem gebrochenen Querlenker aufgeben musste, nachdem er einen Reifenstapel touchiert hatte. Der eigentliche Star des Wochenendes war allerdings Opel-Pilot Stefan Kissling. Er holte auf seinem Astra Coupé in Belgien die Pole, fuhr einen blitzsauberen Start-Ziel-Sieg heraus und machte mächtig Boden gut: Vor dem Sprint-Meeting liegt der Lokalmatador aus Bad Münstereifel nun auf dem vierten Tabellenplatz und ist damit soeben dabei, seine Nullrunde vom DTC-Auftakt in Oschersleben Ende April zu egalisieren. Ganz nebenbei kommt Kissling nun auch als Rekordhalter zum Heimspiel: Der Sieg in Belgien war der zehnte seiner DTC-Karriere, kein Pilot in dem heftig umkämpften Zweiliter-Championat war bislang erfolgreicher. Doch nicht nur, weil der DTC-Sieger von 1998, Thomas Winkelhock (bislang insgesamt neun Siege), in der ewigen Bestenliste mit Kissling wieder gleich ziehen will, kann sich der Astra-Pilot keineswegs ausruhen. Will er auf Tabellenführer Klenke aufholen, muss er satte 18 Zähler auf den Leader gut machen - keine Leichte Aufgabe bei einem Konkurrenten, der bislang zu den wenigen Piloten an der Tabllenspitze zählt, die in der laufenden Saison noch keinen Ausfall zu beklagen hatten.
Nicht nur bei den beiden Top-10-Zugpferden V8STAR und DTC wird am Nürburgring Top-Sport geboten. Mit Formel Renault, Formel König und Formel VW sind gleich drei Monoposto-Serien am Ring zu Gast, in denen die Motorsport-Asse der Zukunft zu sehen sind. Die Formel-Youngster sind sowohl am Samstag als auch am Sonntag am Start. Markenpokal-Action vom Feinsten bieten am Sonntag zusätzlich Toyota Yaris-Cup, Alfa 147 Cup und Ford Puma Cup. Mit dem Renault Sport Clio elf international Cup zeigen außerdem mehr als vier Dutzend Piloten aus ganz Europa actionreich ihr Können. Mit fast zehn Stunden Programm am Samstag und über acht Stunden Renn-Action am Sonntag machen die Serien der Beru Top 10 das Sprint-Meeting zu einem echten Erlebnis-Wochenende.
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