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2002-07-15 20:59:23 - ju
Rallye nat.: Frank Färber gewinnt die Rallye Saar-Ost

(c) Jörg Ufer
Frank Färber bleibt der Dominator der nationalen 200er-Rallyes.
Frank Färber bleibt der Dominator der nationalen 200er-Rallyes. Zusammen mit Beifahrerin Carmen Freiberger feierte der Neuwieder am Steuer eines Mitsubishi Carisma bei der Rallye Saar-Ost seinen vierten Gesamtsieg der laufenden Saison. Mit 19,3 Sekunden Rückstand wurde Fritz Köhler im Mercedes-Benz 190E Gesamtzweiter. Mit weiteren 0,8 bzw. 1,2 Sekunden Rückstand landeten Christian Brunken und Markus Fahrner auf den Plätzen drei und vier. Trotz des vermeintlich großen Vorsprungs von 19,3 Sekunden fiel Färbers Sieg rund um Neunkirchen nicht so deutlich aus wie gewohnt. Nur drei (davon noch eine gemeinsame) von sechs möglichen Bestzeiten gingen auf das Konto des Mitsubishi-Piloten. Köhler, Brunken, Fahrner und Cossi-500-Pilot Siegfried Koch markierten jeweils die anderen Bestzeiten.

Die Ausgeglichenheit an der Spitze sowie die knappen Zeitabstände nicht nur im Kampf um Platz zwei im Gesamtklassement, sondern auch in den zehn Klassen, zeigten die enorme Leistungsdichte im nationalen Rallye-Sport auf. Nicht nur aus diesem Grund ist die gesamte „Rallye-200-Gemeinde“, egal ob Teams, Fans oder Veranstalter, traurig, dass keiner der „ihren“ bei der Rallye Deutschland Ende August mit von der Partie sein wird. „Ich möchte zwar gerne zusammen mit Thomas Schünemann fahren, aber wir stehen zu weit hinten in der Prioritätenliste“, hat Frank Färber die Hoffnung auf den WM-Lauf eigentlich schon begraben, da Teams aus der DM oder dem Junior-Cup höhere Prioritäten genießen. Und Färber kommt auch nicht in den Genuss von einer der drei „Wild-Cards“, die die ausrichtenden drei ADAC-Gaue haben. Dabei hätte es der Neuwieder aufgrund seiner hervorragenden Leistungen allemal verdient, vor großer Kulisse die „Fahnen“ der 200er-Teams hochzuhalten! Färber: „Vielleicht gibt es ja im nächsten Jahr für den WM-Lauf eine Wild-Card für das erfolgreichste 200er-Team.“

Viel Pech hatte Alexander Gräff, der nach seinem „Schlammbad“ von Birkenfeld dieses Mal in der Gruppe F bis 2000 ccm die Nase vorn haben wollte. Doch Dauerrivale Joachim Hohloch bestimmte im Ford Escort von Beginn an das Geschehen, während Gräffs Motor im Opel Kadett C noch etwas unrund lief. Ab WP vier lief das Triebwerk wieder „auf allen Töpfen“, doch nach einem kleinen Überschlag war die Rallye zu Ende. „In Oberehe fahren wir wieder“, meinte Gräff nach kurzer Schadensanalyse. In der Gruppe F bis 1600 ccm heizte die „VW Golf-Armada“ dem amtierenden Saarlandmeister Jens Vogt (Toyota Corolla) mächtig ein. Jürgen Schumacher, am absoluten Limit unterwegs, sollte schließlich die Nase vorn haben vor seinem Markenkollegen Michael Herresthal. Vogt wurde knapp vor Frank Merten im Citroen Saxo dritter.

Der Sieg von Sven Langenfeld im Suzuki Swift in der Gruppe F bis 1300 ccm war nicht sehr überraschend. Doch 14,3 Sekunden Vorsprung und sechs Bestzeiten gegenüber Thomas Schultz im Opel Kadett D fielen doch etwas deutlicher aus als erwartet. Nachdem Marc Färber mit seinem Mazda 323 in WP 4 von der Fahrbahn rutschte und sich die Radaufhängung vorne rechts verbog, feierte Markenkollege Werner Mangold einen überlegenen Sieg in der Gruppe G. Im von Lars Mysliewitz geliehenen Seat Ibiza Cupra fuhr Andreas Scuzzarella zum Sieg in der Gruppe N bis 2000 ccm.

Endergebnis nach sechs Wertungsprüfungen:
(Gestartet: 81 Teams, Gewertet 58, Nicht gewertet 23)

1. F. Färber/Freiberger (Mitsubishi Carisma) 19.10,1 Minuten (1. Gruppe N über 2000 ccm)
2. Köhler/Hägele (Mercedes-Benz 190E) + 19,3 Sek. (1. Gruppe F über 2000 ccm)
3. Brunken/Loth (Ford Sierra Cosworth) + 20,1 Sek.
4. Fahrner/Fahrner (Opel Kadett C) + 21,3 Sek.
5. Koch/Hautz (Ford Sierra Cosworth) + 28,1 Sek.
6. Hohloch/Hohloch (Ford Escort RS 2000) + 32,6 Sek. (1. Gruppe F bis 2000 ccm)
7. Hirsch/Weiper (Ford Escort Cosworth) + 37,7 Sek.
8. Buchheit/Volz (Opel Manta) + 40,4 Sek.
9. Johann/Gabriel (Seat Ibiza) + 1.10,6 Min.
10. Juros/Hartmann (Opel Astra) + 1.29,5 Min.
14. Schumacher/Frank (VW Golf) + 1.39,8 Min. (1. Gruppe F bis 1600 ccm)
26. Langenfeld/Tränkler (Suzuki Swift) + 2.17,8 Min. (1. Gruppe F bis 1300 ccm)
28. Mangold/Dr. Dunkel (Mazda 323) + 2.25,0 Min. (1. Gruppe G3)
29. Scuzzarella/Maysenhölder (Seat Ibiza) + 2.25,2 Min. (1. Gruppe N bis 2000 ccm)
31. Conrath/Hoffmann (Opel Kadett GSi) + 2.30,0 Min. (1. Gruppe G1)
47. Seiler/Seiler (Hyundai Accent) + 3.46,3 Min. (1. Gruppe G4)
57. Sauer/Koch (Peugeot 309 GTi) + 7.07,9 Min. (1. Gruppe G2)
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