Rallye WM: Ein perfekter Tag für das „British Empire“
Colin McRae liegt mit jetzt 25 Gesamtsiegen an der Spitze der ewigen Bestenliste
Colin McRae und Ford drückten der Safari-Rallye in Kenia ihren Stempel auf. Der Schotte feierte den zweiten Saisonsieg in Folge und den 25. seiner Karriere, womit der Highlander die Spitzenposition in der ewigen Bestenliste übernahm. Im Gesamtklassement hat das MBE (Member of the British Empire) nur noch sieben Punkte Rückstand auf Marcus Grönholm, der am ersten Tag seinen Peugeot 206 bereits mit Motorschaden abstellen mußte. In der Marken-WM sorgten McRae und Teamkollege Marko Märtin dafür, dass der Rückstand des britischen Ford-Teams zu Peugeot-Sport nur noch 14 Punkte beträgt. Somit waren die Briten die großen Gewinner der 50. Auflage der Safari-Rallye, die anlässlich der Krönung ihrer Königin Elizabeth II. ins Leben gerufen wurde.
Nach Bestzeit auf der ersten Prüfung des letzten Rallyetages geriet der Sieg für McRae zu keiner Zeit in Gefahr, zumal für Verfolger Harri Rovanperä im Peugeot 206 die Zielankunft wichtiger als ein möglicher Sieg war. Die beiden übrigen Bestzeiten des Tages gingen an Gilles Panizzi (Peugeot) und Sebastien Loeb (Citroen). Mit seinen beiden WP-Erfolgen eroberte Panizzi mit jetzt 22 Bestzeiten in der Saison 2002 die Führung in dieser Statistik von seinem Teamkollegen Grönholm (21) zurück. Während Thomas Radström für seinen Arbeitgeber Citroen gleich beim Afrika-Debüt als Dritter auf das Podest fuhr, entbrannte um Platz vier ein harter Kampf zwischen Märtin und Loeb. Nach 1090,26 gezeiteten Kilometern behielt der Este mit 20,1 Sekunden knapp die Oberhand. Hinter dem sechsplatzierten Panizzi sah Roman Kresta als erster Tscheche überhaupt das Ziel der Safari-Rallye und wurde mit drei Marken-WM-Punkten für Skoda belohnt. Juha Kankkunen (Hyundai Accent), der am letzten Tag auf den Prüfungen mehrfach anhalten mußte, um Öl nachzufüllen, wurde achter vor Alister McRae im verbliebenen Mitsubishi WRC.
In der seriennahen Gruppe N siegte zum zweiten Mal in dieser Saison der Malaysier Keramjit Singh mit einem Proton Pert. Bei seiner 20. Teilnahme wurde der Österreicher Rudi Stohl (am Steuer des Mitsubishi Lancer von seinem Sohn Manfred) Gruppenzweiter vor Kailesh Chauhan (Kenia) am Steuer eines Subaru Forester Turbo. Von den 48 gestarten Teams sahen nur 12 die Zielrampe in Nairobi.