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DTM: Erster Sieg 2002 für Schneider

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Start-Ziel-Sieg für Bernd Schneider |
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| Für den souveränen Meister des vergangenen Jahres war die Zieldurchfahrt gleichsam ein Befreiungsschlag: Der Sieg von Bernd Schneider (Mercedes-Benz CLK-DTM) beim sechsten Rennen der DTM auf dem Lausitzring war der erste des amtierenden Champions in der laufenden Saison. Damit schob sich der gebürtige Saarländer auf Platz zwei der Tabelle (33 Punkte). Weil gleichzeitig der viermalige Saisonsieger und Tabellenführer Laurent Aiello (Abt-Audi TT-R, 54 Punkte) nur Vierter wurde, konnte Schneider den Abstand auf den Spitzenreiter auf 21 Punkte verkürzen. Zweiter auf dem 4,534 Kilometer langen Lausitzring wurde Aiellos Markengefährte Mattias Ekström vor Marcel Fässler (Mercedes-Benz). Auf den Plätzen fünf und sechs fuhren die beiden Opel-Werksfahrer Manuel Reuter und Joachim Winkelhock in den Opel Astra V8 Coupé ebenfalls in die Punkteränge.
"Ich war hoch konzentriert bis zum Schluss, denn sowohl in Donington als auch am Norisring habe ich den Sieg am Ende knapp verloren", sagte überglücklich und nass geschwitzt Schneider. "Mein Auto war perfekt, die Boxenstrategie meines Teams und unser Reifenwechsel schlicht gigantisch. Einmal war es zwischen Christian Abt und mir sehr eng, aber er war absolut fair. Und ich bin überzeugt, dass die Menschen genau das sehen wollen - fairen Motorsport." Auch Schneiders Markenkollege Marcel Fässler sprach von "einem besonders tollen Rennen. Ich habe die ganze Zeit unter Druck gestanden, musste mich gegen Laurent Aiello wehren und alles geben."
"Das war das härteste Rennen meiner Karriere", urteilte der Schwede Mattias Ekström, der am Rennsonntag 24 Jahre alt geworden ist. "Das Rennen war super anstrengend, aber ich durfte nicht nachlassen, denn Marcel Fässler kam von hinten und hat ganz schön Druck gemacht." Zwar hat Ekström den zweiten Tabellenplatz nun an Schneider verloren - mit 29 Punkten jedoch nicht den Anschluss. Teamchef Hans- Jürgen Abt war denn auch "nicht unglücklich über das Ergebnis". Laurent Aiello hatte den zweiten Platz beim Boxenstopp wegen einer klemmenden Radmutter verloren. "Doch selbst wenn Laurent nicht dieses Pech gehabt hätte, hätte er es sicher nicht geschafft, Bernd heute zu überholen."
Auch Hobby-Triathlet Manuel Reuter war nassgeschwitzt, aber happy: "Wenn man in der DTM unter die ersten Sechs fahren will, dann muss man 100 Prozent geben, und es war mörderisch heiß in den Autos." Reuter hatte sich im Opel Astra V8 Coupé vom elften auf den fünften Platz vorgekämpft. "Dabei waren alle Überholmanöver fair", bestätigte der Wahl-Österreicher, "es wurde Türklinke an Türklinke gefahren, aber keiner flog von der Strecke. Leider hatten wir unser Auto im Zeittraining nicht optimal aussortiert. Im Rennen konnte ich sowohl Fahrer von Audi als auch von Mercedes überholen. Dies stimmt mich zuversichtlich fürs nächste Rennen auf dem Nürburgring Anfang August." Opel-Sportchef Volker Strycek stimmte zu: "Toll dass Manuel diese Platzierung aus eigener Kraft erreicht hat und dass unser Auto diese Leistung bringen kann. Unser Ziel sind aber nicht nur Platzierungen in den Punkten, sondern Podiumsplätze."
Ergebnis Wertungslauf:
1. Bernd Schneider (Mercedes-Benz) 39:19,277 Minuten
2. Mattias Ekström (Abt-Audi) 10,935 Sekunden zurück
3. Marcel Fässler (Mercedes-Benz) 11,253 Sekunden zurück
4. Laurent Aiello (Abt-Audi) 12,186 Sekunden zurück
5. Manuel Reuter (Opel) 20,894 Sekunden zurück
6. Joachim Winkelhock (Opel) 23,396 Sekunden zurück
7. Christian Abt (Abt-Audi) 23,987 Sekunden zurück
8. Jean Alesi (Mercedes-Benz) 27,333 Sekunden zurück
9. Martin Tomczyk (Abt-Audi) 30,551 Sekunden zurück
10. Timo Scheider (Opel) 31,317 Sekunden zurück
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