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F3: Sieg Nummer fünf für Gary Paffett

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Gegen Gary Paffett war einmal mehr kein Kraut gewachsen |
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| Es war nicht anders zu erwarten: Gary Paffett holte auf dem EuroSpeedway Lausitz seinen fünften Saisonsieg in der Int. Deutschen Formel-3-Meisterschaft. Mit einem blitzsauberen Start- und Zielsieg baute der Brite seine Tabellenführung im höchsten deutschen Formel-Championat nun deutlich aus. Nach neun von zwanzig Rennen führt der 21-Jährige aus dem Team Rosberg mit 25 Punkten Vorsprung. „Ich muss es zugeben“, strahlte Paffett, „so langsam fange ich an, vom Meistertitel zu träumen. Der Titelgewinn wäre ein Riesenerfolg und würde auch den Stellenwert der Deutschen Formel-3-Meisterschaft in meinem Heimatland nochmals deutlich anheben.“
Auf dem 4,534 Kilometer langen Kurs in der Niederlausitz war gegen Gary Paffett einmal mehr kein Kraut gewachsen. In einem eher ereignislosen 18-Runden-Rennen siegte Paffett im Dallara-Opel mit einem Vorsprung von 2,745 Sekunden. Lediglich in der ersten Kurve musste Paffett Kampflinie fahren, um den von Platz sieben gestarteten Belgier Jeffrey van Hooydonk (Dallara Mugen-Honda) abzuwehren. Van Hooydonk wurde allerdings zur Stopp-and-Go-Strafe zitiert, um seinen klaren Frühstart zu sühnen. Somit konnte Robert Doornbos (Dallara Mugen-Honda) seinen zweiten Platz wieder einnehmen und bis ins Ziel verteidigen. Für den 20-jährigen Niederländer, der vor seiner Formel-3-Karriere zu den besten Tennisspielern seines Landes zählte, war dies die bislang beste Platzierung. Den Grundstein für den dritten Rang legte Timo Glock (Dallara Opel) mit einem außergewöhnlich guten Start, der ihm gleich zwei Plätze einbrachte. Der 20-jährige aus dem Odenwald war allerdings ebenso wenig wie Doornbos in der Lage, dem Tempo von Paffett zu folgen.
Vitantonio Liuzzi konnte seinen guten vierten Startplatz nicht nutzen: schon in der ersten Runde lieferte der schnelle Italiener einen Abflug und nach sechs Runden einen defekten Dallara-Opel an der Box ab. Den vierten Platz belegte der Japaner Kousuke Mastuura, der im morgigen Rennen auf der Pole Position stehen wird. Der Tabellenzweite Frank Diefenbacher (Pforzheim/Dallara-Opel) konnte sich lediglich über zwei Punkte für den fünften Platz freuen: „Mehr war vom neunten Startplatz einfach nicht drin. Die Strecke hier bietet sich für Überholmanöver kaum an, da man aus dem Windschatten des Vordermanns einfach nicht herauskommt, ohne sofort viel Tempo zu verlieren.“
Sven Heidfeld hatte bereits verloren, ehe es richtig begann. Der Mönchengladbacher musste aus der Box starten, da sein Dallara-Mercedes in der Einführungsrunde von Elektronikproblemen gebremst wurde. Der Bruder des Formel-1-Piloten Nick Heidfeld machte dann noch eine Menge aus der verkorksten Situation, indem er sich bis auf den 15 Platz vorkämpfen konnte. Hinter dem Österreicher Norbert Siedler (Dallara Opel) kam Joao Paulo de Oliveira (Dallara Mugen-Honda) auf dem siebten Platz ins Ziel. Der Brasilianer war von Platz elf gestartet und verpasste die Punkteränge nur knapp. Während der Österreicher Richard Lietz mit defektem Motor nicht antreten konnte, rollte der Malaye Rizal Ramli schon in der Einführungsrunde mit technischem Defekt aus. Die schnellste Runde drehte Gary Paffett in 1:37.087 Minuten.
Timo Glock: Ich hatte einen phänomenalen Start und kam schnell vor Matsuura und Liuzzi. Leider sind mir Paffett und Doornbos etwas weggefahren. Ich konnte im ersten Drittel nicht ganz so pushen, weil die Strecke wahnsinnig rutschig war. Gary hat mal wieder ein unglaubliches Rennen gefahren.
Gary Paffett: Die Pole Position war eine Menge wert. Mein Start war nicht ganz so gut, doch noch okay. Van Hooydonk hat mich schon in der ersten Ecke angegriffen, da habe ich mir schon gedacht, das der wohl einen Frühstart hatte. Er war auch etwas langsamer als Doornbos, dies hat mir einen kleinen Vorsprung verschafft. Ich hatte ein wenig übersteuerndes Auto, deshalb war es schwierig, das Tempo zu halten. Mein Sieg sah vielleicht einfacher aus, als er war, doch die Basis für den Erfolg ist ein gutes Auto.
Robert Doornbos: Ich traute seinen Augen nicht, als mein Teamkollege beim Start an mir vorbei schoss. Das Tempo von Paffett konnte ich einfach nicht halten, unglaublich, was der im Moment abzieht. Doch ich bin über den zweiten Platz richtig happy, an die Champagner-Dusche könnte ich mich gewöhnen.
Markus Winkelhock: Mir war klar, dass es keine Top-Platzierung werden würde, deshalb bin ich mit dem zehnten Platz zufrieden.
Frank Diefenbacher: Ein guter Start und eine gute erste Runde, die mich gleich auf den fünften Platz gebracht hat. Ich habe ein paar Mal versucht, Matsuura zu überholen, doch dies geht hier einfach nicht. Später hat mein Auto hinten links stark abgebaut, da war wohl was mit dem Reifen.
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