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2002-07-14 09:17:49 - ju
Rallye WM: Neun kleine WRC-lein sind noch mit dabei…

Colin McRae führt die Safari-Rallye an
… dem Colin ist das ganz egal, liegt locker vor Rang zwei. Die zweite Etappe der 53. Rallye Safari bewies einmal mehr, dass der afrikanische WM-Lauf zu den härtesten und demzufolge ausfallsreichsten im WM-Kalender gehört. Nach neun von 12 Wertungsprüfungen führt Ford Focus-Pilot Colin McRae mit zweieinhalb Minuten Vorsprung auf Harri Rovanperä im Peugeot 206 WRC. Bereits auf den dritten Rang konnte sich der Schwede Thomas Radström vorfahren, ein hervorragendes Zwischenergebnis für die in Kenia debütierende Citroen-Mannschaft. 14 der ursprünglich 19 gestarteten WRC-Teams hatten den zweiten Rallye-Tag in Angriff genommen. Aber sprichwörtlich wie die zehn kleinen Negerlein mußte einer nach dem anderen vorzeitig die Segel streichen. Am Ende der zweiten Etappe erreichten noch neun WRC-lein das Ziel, allerdings getrennt durch über eine Stunde! Da drei der neun Teams nicht für Marken-WM-Punkte berechtigt sind, hätten alle anderen sechs WM-Zähler sicher, sollten sie nicht noch auf der letzten Etappe ausfallen.

Auf der ersten Prüfung des Tages (WP 5) übernahm Colin McRae erstmals die Führung, nachdem Tommi Mäkinen über Stoßdämpferprobleme am Subaru Impreza klagte und rund neun Minuten einbüßte. Der Schotte klagte lediglich über eine gebrochene Windschutzscheibe nach der Kollision mit einem Vogel. Teamkollege Marko Märtin begann den Tag als fünfter und beendete ihn als dritter. Jedoch kassierte der Este noch 11.30 Minuten Strafzeit, nachdem er den letzten Service nicht rechtzeitig verließ (Motor wollte nicht anspringen). Somit startet Märtin in die dritte Etappe erneut als fünfter. Noch schlimmer traf es Carlos Sainz im dritten Werks-Ford Focus, verlor der Spanier doch auf der achten Prüfung den Zahnriemen der Ölpumpe und mußte aufgeben. Auf der gleichen Prüfung endeten auch endgültig die Hoffnungen von Mäkinen auf einen Safari-Sieg, nachdem ein Querlenker brach. Einen Aufhängungsschaden hatte auch Richard Burns im Nummer 1-Peugeot auf der achten Prüfung zu beklagen, die der amtierende Weltmeister trotzdem in viertschnellster Zeit absolvierte. Die 50 Kilometer der Verbindungsetappe schaffte Burns auch noch, doch bei der Einfahrt in den Service-Park blieb der Engländer im tiefen Sand stecken …

Nach den Ausfällen von Grönholm und Burns ruhen die Hoffnungen von Peugeot nun auf Harri Rovanperä. Mit knapp zweieinhalb Minuten Rückstand auf McRae darf sich der Finne sogar noch Hoffnungen auf den Sieg machen. Und Teamkollege Gilles Panizzi, der Welt schnellster Asphaltglüher, erzielte seine erste Schotterbestzeit der Saison und rückte auf den sechsten Platz vor. Die Teams von Hyundai, Skoda und Mitsubishi haben jeweils noch ein Fahrzeug in Wertung. Große Enttäuschung vor allem bei Skoda, lag doch Kenneth Eriksson bis zu seinem Getriebeschaden auf dem hervorragenden vierten Rang. Große Freude hingegen bei Citroen, welches als einziges Team noch beide Fahrzeuge im Wettbewerb hat. Radström dritter, Loeb vierter, dazu zwei Bestzeiten von Loeb in WP 5 und 9 sorgten für zufriedene Mienen.

Ergebnis nach 9 von 12 Wertungsprüfungen:
1. C. McRae/Grist (Ford Focus) 5:39.02,8 Stunden
2. Rovanperä/Pietilainen (Peugeot 206) + 2.26,2 Min.
3. Radström/Giraudet (Citroen Xsara) + 13.17,7 Min.
4. Loeb/Elena (Citroen Xsara) + 16.50,4 Min.
5. Märtin/Park (Ford Focus) + 20.50,5 Min.
6. Panizzi/Panizzi (Peugeot 206) + 34.43,3 Min.
7. Kresta/Tomanek (Skoda Octavia) + 38.07,1 Min.
8. Kankkunen/Repo (Hyundai Accent) + 38.25,4 Min.
9. A.McRae/Senior (Mitsubishi Lancer) + 1 :03.29,1 Std.
10. Ligato/Garcia (Mitsubishi Lancer) + 1:48.31,0 Std.

Wichtige Ausfälle:
WP 8 Burns/Reid (Peugeot 206) Aufhängung
WP 8 Sainz/Moya (Ford Focus) Ölpumpenzahnriemen
WP 8 Mäkinen/Lindström (Subaru Impreza) Aufhängung
WP 7 Eriksson/Thörner (Skoda Octavia) Getriebe
WP 4 Gardemeister/Lukander (Skoda Octavia) Rad verloren
WP 4 Solberg/Mills (Subaru Impreza) Motor
WP 3 Delecour/Grataloup (Mitsubishi Lancer) Motor
WP 2 Schwarz/Hiemer (Hyundai Accent) Motor
WP 1 Grönholm/Rautiainen (Peugeot 206) Motor
WP 1 Loix/Smeets (Hyundai Accent) Kupplung

Gruppe N-Weltmeisterschaft:
1. Ligato/Garcia (Mitsubishi Lancer) 7:27.33,8 Stunden
2. Arai/Sircombe (Subaru Impreza) + 2.41,7 Min.
3. Singh/Oh (Protom Pert) + 8.34,6 Min.
4. Stohl/Wilkus (Mitsubishi Lancer) + 1:52.05 Std.


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