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2002-07-13 16:35:35 - ots
DTM: Tabellenführer Aiello vor Champion Schneider

Aiello bezwang Schneider im Qualifying
Der amtierende Meister Bernd Schneider und sein Rivale im Kampf um die Titelnachfolge, Laurent Aiello, prägten auch das Zeittraining zum sechsten Lauf der DTM auf dem Lausitzring. Tabellenführer Aiello holte im Abt-Audi TT-R mit 1.39,027 Minuten die Pole Position für das Qualifikationsrennen am Rennsonntag (DTM live im ZDF ab 12.45 Uhr), vor Bernd Schneider im Mercedes-Benz CLK-DTM. Bester Pilot eines Opel Astra V8 Coupé war Joachim Winkelhock auf Rang acht. Auf dem 4,534 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs des Lausitzring lagen 14 DTM-Fahrzeuge innerhalb von neun Zehntelsekunden. Aiello hat bei DTM- Halbzeit 25 Punkte Vorsprung auf seinen Markengefährten Mattias Ekström. Nur einen Punkt dahinter lauert Schneider. Insgesamt werden in den fünf ausstehenden Rennen noch 65 Zähler vergeben.

Mit der Besetzung der ersten Startreihe geht das Duell der beiden Top-Piloten vom Rennen auf dem Nürnberger Norisring vor zwei Wochen in die nächste Runde. Aiello und Schneider hatten sich dort über die halbe Distanz des Rennens einen Zweikampf der Extraklasse geliefert. "Mir war nach dem freien Training heute morgen klar, dass Bernd sehr schnell und stark sein würde", sagte Aiello. "Deshalb habe ich richtig Attacke gemacht." Rennkrimis à la Norisring wünscht sich der Franzose nicht als Standard: "Das wird mir auf die Dauer dann doch zu anstrengend", sagte der 33-Jährige grinsend. Kontrahent Schneider meinte dagegen: "Das Wichtigste in meinen Augen ist, dass wir noch ein paar so tolle Rennen fahren wie in Nürnberg. Für mich zählt nicht der Gedanke an die Meisterschaft, denn wir haben gerade mal Halbzeit. Gigantisch finde ich auch, wie dicht das Feld hier wieder beieinander liegt."

"Ich bin zufrieden mit meiner Leistung und damit, der schnellste Opel-Pilot zu sein", konstatierte Joachim Winkelhock (Opel Team Phoenix). "Mit dem achten Startplatz bin ich natürlich nicht happy. Wenn mich nicht wieder einer aus dem Rennen schubst wie in Nürnberg, habe ich die realistische Chance, in die Punkte zu fahren." Opel- Sportchef Volker Strycek bilanzierte: "Meine Mannschaft hat zwar eine geschlossene Leistung gebracht, nur ist der Abstand zur Spitze zu groß." Sorgen bereitet Strycek, dass "die Startplätze im Mittelfeld besonders unfallgefährdet sind." Sportchef-Kollege Norbert Haug von Mercedes-Benz appellierte an die Disziplin der Fahrer: "Jeder sollte sich das Video vom Norisring anschauen und sich ein Beispiel an Laurent und Bernd nehmen."

Ministerpräsident Platzeck und Vorgänger Stolpe kommen zur DTM
Der Ministerpräsident von Brandenburg, Matthias Platzeck, und sein Amtsvorgänger Manfred Stolpe statten der DTM am Rennsonntag einen Besuch ab. Stolpe wird von Opel-Sportchef Volker Strycek in einem zum "Renntaxi" umgebauten Opel Astra V8 Coupé um den Kurs chauffiert. Außerdem hat sich weitere Politprominenz aus Brandenburg angekündigt: Dagmar Ziegler (Ministerin für Finanzen), Steffen Reiche (Bildung, Jugend und Sport) sowie Staatssekretär Erhard Thomas. Auf Einladung von Opel wird auch die dreimalige Medaillengewinnerin von Salt Lake City im Eisschnelllauf, Sabine Völker, zum Rennen kommen.

Ergebnis Zeittraining:
1. Laurent Aiello (Abt-Audi) 1:39,027 Minuten
2. Bernd Schneider (Mercedes-Benz) 1:39,233 Minuten
3. Christian Abt (Abt-Audi) 1.39,355 Minuten
4. Mattias Ekström (Abt-Audi) 1:39,449 Minuten
5. Martin Tomczyk (Abt-Audi) 1:39,577 Minuten
6. Marcel Fässler (Mercedes-Benz) 1:39,582 Minuten
7. Karl Wendlinger (Abt-Audi) 1:39,774 Minuten
8. Joachim Winkelhock (Opel) 1:39,798 Minuten
9. Jean Alesi (Mercedes-Benz) 1:39,817 Minuten
10. Manuel Reuter (Opel) 1:39,820 Minuten


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