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2002-07-12 11:01:38 - thb
Berg Cup: Mit 550 PS zum Streckenrekord?

Herbert Stenger im Stenger BMW CN
Am dritten Juli-Wochenende ist es wieder soweit – Bergrennzeit in der Saar-Pfalz. Der Homburger Automobilclub (HAC) kann zu seiner 29. Ausgabe des Homburger ADAC Bergrennen, Anmeldungen von 145 Rennpiloten aus Frankreich, Luxemburg, Österreich, Belgien, der Schweiz sowie aus dem gesamten Bundesgebiet, verbuchen. Auf der so genannten Käshofer Straße wird am 20./21.Juli jeweils zwischen 8 und 18 Uhr um den Sieg, Preisgelder und nicht zuletzt um Punkte für die Deutsche und Luxemburger Bergmeisterschaft gefahren. Auch Läufe zum Deutschen Berg-Pokal, zum KW Berg-Cup der Gruppe H sowie zum Fiat-Lancia Sportpokal werden ausgefahren. Dazu kommen die Fahrer aus dem Histo-Berg-Cup mit ihren Oldtimern.

"Unsere Strecke ist nichts für Weicheier" sagt Hartmut Schöffler, seit 27 Jahren Rennleiter des HAC. Highspeedgeraden, lang gezogene Kurven gepaart mit engen unübersichtlichen Bögen und als Tupfen auf dem I, die europaweit einzigartige Bergabpassage über das "Brückchen" hin zum Zuschauermagneten Posten 8. Hier gilt der Slogan "A…backen zusammenkneifen und durch". Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei den schnellsten bei bis zu 138 km/h und das auf der präparierten Landstraße L120 / L462, eng vorbei an Doppelleitplanken und Reifenstapel.

Als amtierender deutscher Bergmeister zählt Herbert Stenger im Eigenbau Stenger BMW CN zu den heißen Favoriten. Die "Equipe-Stenger" wird man in diesem Jahr mit zwei Gruppe C Sportwagen erleben können. Der "Berg-Löwe" hat den Schweizer Pierre-André Meroz im Schlepptau. Nach seinem ersten Gesamtsieg ende Juni in Heiligenstadt, ist Uwe Lang aus Schweinfurt voller Euphorie und wird alles geben um seinen Lehrmeister Herbert Stenger erneut zu schlagen. Uwe Lang vertraut in seinem Osella PA 20, wie das Stenger-Team auf die 370 PS starken Quintec-BMW Motoren von Tuner und HAC-Mitglied Hermann Müller aus Neunkirchen-Münchwies. Zum erweiterten Favoritenkreis muss man den in Rülzheim in der Pfalz beheimateten Herbert Leibach im UWR Debora BMW CN, Bernd Simon (Dillenburg) im Dallara Opel Formel 3 oder auch Georg Olbrich (Rheinbach) in einem Osella BMW Prototyp, zählen.

Hochspannung verspricht der Kampf um den Tourenwagen-Gesamtsieg. Hier gehen alle derzeitigen Spitzenfahrer auf die 2,6 km lange Strecke. Praktischen einen "Formel 1 mit Dach" bringt der Bergmeister´99 Georg Plasa aus dem bayrischen Warngau in die Kreisstadt. Plasa hat in ein BMW 320 Chassis einen 3,4 Liter Judd V8 Motor mit rund 550 PS Leistung, implantiert und wird die Ohren der Fans mit einem satten V8-Sound verwöhnen. Über kaum weniger Leistung verfügt zur Zeit der Österreicher Herbert Stolz in seinem dp Porsche 935 II. Stolz reist als Berg-DM Leader an. Insgesamt vier ehemalige DTM-Mercedes werden die Zuschauer erfreuen. Mit dem vierfache Bergmeister Norbert Brenner und dem Eidgenosse Reto Meisel sind die renommiertesten "Sternfahrer" an der Startlinie.

Neben der Klasse hat sich zusätzlich Masse von Format angesagt. Zum fünfzehnten Mal in Folge gastiert der KW Berg-Cup der Gruppe H mit seinen Spezial-Tourenwagen und rundet das abwechslungsreiche Teilnehmerfeld ab. Bullige BMW 320, Tiefergelegte Fiat 127, pfeilschnelle Opel Kadett C und verspoilerte VW Polo oder Golf, oft ausgestattet mit 16 Ventil-Motoren und einer sequentiellen Schaltung, werden auch in den kleineren Hubraumklassen für Spannung sorgen. In der Klasse bis 2000 ccm Hubraum ist hier der Wahl-Wiebelskircher Uli Thomas mit seinem Opel Ascona B 16V der Top-Favorit.

Lokalmatadore des veranstaltenden HAC sind: Christian Bächle (Homburg / VW Golf 1,6 Gruppe H), Willi Bidinger (Homburg / Martini Formel Renault), Fredi Marquitz (St.Ingbert / VW Polo GTi Gruppe G), Peter Schwartz (St.Ingbert / VW Golf VR6), Andreas Probst (Dellfeld / Peugeot 205 Gruppe H), Gerhard Heinrich (Nalbach-Piesbach / BMW 318is Gruppe G) und der 5fache Deutsche NAVC Amateur-Bergmeister Wolfgang Marx aus Homburg im historischen NSU Sportprinz Baujahr 1967.

Weitere Fahrer aus der Region sind : Rüdiger Bernhard, Vater von Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard (Bruchmühlbach-Miesau / VW Golf Gruppe H), Uli Thomas (NK-Wiebelskirchen / Opel Ascona 16V), Hans-Peter Simon (Namborn / Peugeot 160 Rally Gruppe G), Michael Ecker (Hauptstuhl / Honda Civic Gruppe A) und Harald Ludwig, Polizeibeamter aus Merzig in einem BMW M3 Gruppe N.

Wer Motorsportaction pur mit den besten Gipfelstürmern der Deutschen Bergrennszene erleben möchte, folgt ab den Autobahnabfahrten Homburg (A6) oder Einöd (A8) der Beschilderung KARLBERG-Brauerei. Bleibt noch festzuhalten, dass das Training am 20. Juli, in drei Läufen von 8-18 Uhr gefahren wird. Die beiden Rennläufe am Sonntag den 21.Juli, beginnen ebenfalls um 8 Uhr. Die zwei Finalläufe der "Top 20" sind für ca.16 Uhr eingeplant. Direkt im Anschluss daran werden auf dem Podium, mit den ersten drei der Gesamtwertung, die Sektkorken knallen.


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