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2002-07-09 17:59:50 - ju
Rallye WM: Vorschau 50. Safari-Rallye in Kenia

Der Rallye Tross startet bei der Safari Rallye in Afrika
Die Safari-Rallye in Kenia feiert mit ihrer 50. Auflage ein Jubiläum. 1953 zu Ehren der Krönung von Elizabeth II. erstmals ausgetragen, da sich die Königin in Kenia aufhielt, als ihr Vater George IV. im Februar 1952 starb, gilt „die Safari“ als letzte Dinosaurier der Rallye WM. Mit 2482,71 Gesamt- und 1090,26 Wertungsprüfungskilometern ist die einzige WM-Rallye des afrikanischen Kontinents die längste im gesamten Kalender. Und da nahezu ausschließlich auf öffentlichen Straßen ausgetragen, auch die gefährlichste. Das Start erfolgt am Donnerstag, dem 11. Juli in Nairobi. Die erste Wertungsprüfung startet am Freitagmorgen um 8.16 Uhr (deutsche Zeit plus drei Stunden) und führt über 90 Kilometer. 49 Teams haben ihre Nennung abgegeben, davon fünf Teams, die um Punkte für die Gruppe N-Weltmeisterschaft kämpfen.

Fünf der aktuellen WM-Piloten konnten die Safari bereits gewinnen: Pilot Tommi Mäkinen (2001 & 1996), Richard Burns (2000 & 1998), Colin McRae (1999 & 1997), Carlos Sainz (1992) und Juha Kankkunen (1993, 1991 & 1985). „Du musst die richtige Mischung aus Geschwindigkeit und Materialschonung finden“, versucht der vierfache Weltmeister Tommi Mäkinen das Besondere der Safari-Rallye zu erklären. „Dieser Lauf ist dreimal so lang wie eine europäische Rallye und nicht immer der Schnellste gewinnt auch.“ Vielleicht spricht Tommi aus Erfahrung, denn außer 2001 und 1996, wo der Finnen siegen konnte, sah er noch nie die Zielrampe. Und nach seinen zahlreichen Fahrfehlern in diesem Jahr muß der Subaru-Pilot endlich wieder gewinnen (nach Monte Carlo), um in der WM noch eine Chance zu haben.

Nach den zuletzt starken Vorstellungen bei Schotter-Events gelten die Ford Focus WRC als Favoriten, zumal das Fahrer-Duo Colin McRae und Carlos Sainz jeweils zwei Kenia Siege auf dem Konto hat. Aber auch die Teamkollegen Francois Duval und Marko Märtin sind für eine Top-Platzierung gut. Das Ende der afrikanischen Durststrecke peilt Peugeot an. Den letzten Sieg feierten die Blauen 1978 mit Jean-Pierre Nicolas am Steuer des legendären Peugeot 504. Seitdem hat es weder mit dem 205 T16 noch mit dem 206 zu einem Erfolg gereicht. Und WM-Spitzenreiter Marcus Grönholm wird sicherlich nicht nur auf Sieg fahren, sondern so viele Punkte wie möglich mitnehmen, um dem zweiten WM-Titel näher zu kommen. Als Spitzenreiter wird er ohnehin zum Heimspiel nach Jyväskylä in vier Wochen reisen. Zu groß ist sein Vorsprung auf den Spanier Carlos Sainz.

Stand der Weltmeisterschaft:
Fahrer: 1. Grönholm 37 Punkte; 2. Sainz 23; 3. Panizzi und C.McRae je 20; 5. Burns 19; 6. Solberg 15; 7. Mäkinen 14; 8. Rovanperä 12; 9. Bugalski 7; 10. Loeb 6; 11. Märtin 4; 12. A.McRae und Toni Gardemeister je 2; 14. Eriksson 1.

Marken: 1. Peugeot 77 Punkte; 2. Ford 55; 3. Subaru 35; 4. Mitsubishi 6; 5. Skoda 5; 6. Hyundai 4.

Stand in der Gruppe N-Weltmeisterschaft:
1. Ferreyros 20 Punkte; 2. Singh 14; 3. Trelles und Arai je 12; 5. Sohlberg 10


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