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Clio V6 Trophy: Schweizer Siegeszug

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Marshall und Bellmann waren gegen Siffert machtlos |
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| Gegen diesen Eidgenossen war im belgischen Zolder kein Kraut gewachsen: Phillipe Siffert aus Posieux dominierte den vierten Saisonlauf zur Renault Clio V6 Trophy, der an Dramatik und Spannung nichts vermissen ließ. “Dass er uns so vernascht, damit hätten wir nicht gerechnet”, stöhnten Michael Bellmann und Thomas Marschall im Ziel unisono. “Aber: Er ist ein tadelloses Rennen gefahren. Das Auto war gut abgestimmt, er war sehr schnell und absolut fair”.
Zunächst hatte sich Thomas Marschall – der Schnellste im Qualifying – vor Michael Bellmann, Marc Basseng, Mario Münch und anfangs noch Peter Scharmach herzerfrischende Positionskämpfe geliefert. Nachdem Scharmach aufgrund eines Fahrfehlers im Kiesbett strandete und Mario Münch im Startgewusel zurückfiel, sorgte der Darmstädter Bellmann mit einem heftigen Verbremser für Tumult. Er rutschte mit Bremsproblemen dem vorausfahrenden Renault Clio V6 von Marc Basseng heftig ins Heck, der wiederum seinen Vordermann Marschall mit sich von der Strecke drehte. Während Basseng an die Box rollte, setzte Bellmann sein Rennen mit herunterhängendem Unterboden vor Marschall fort, dessen Bolide ebenfalls unübersehbare Kampfspuren aufwies.
Unterdessen hatte der von Rang sechs gestartete Philippe Siffert die Spitze übernommen. “Es hat alles super gepasst”, jubelte der Clio V6-Pilot, der das Ziel auch als Sieger sah. “Ich bin sehr zufrieden, denn dies ist meine erste komplette Saison in der deutschen Meisterschaft. Ich habe mich sehr konzentriert, damit mir auf keinen Fall noch ein Fehler passiert.”
Hinter dem Schweizer mogelte sich der immer schneller werdende Tobias Schulze an Michael Bellmann vorbei auf den zweiten Platz vor. “Nach dem Training war ich zunächst ziemlich deprimiert”, bilanzierte der Mann aus Tagewerben. “Ich kam überhaupt nicht zurecht. Auch der Start war nicht gut. Aber dann wurde ich immer schneller. Ich hatte eine sehr starke Phase – warum, weiß ich eigentlich selbst richtig. Plötzlich war ich an Bellmann dran, konnte die Situation nutzen und auf Platz zwei vorziehen. Jetzt bin ich um so glücklicher.”
Hinter Schulze und Bellmann nahm bereits Marschall zielstrebig einen Podiumsplatz ins Visier – mit Erfolg: Kurz vor Rennende schlüpfte er an seinem Teamgefährten vorbei auf den dritten Platz. Pech hatte in Belgien indes Mario Münch aus Weilerswist bei Bonn, der im Training die zweitschnellste Runde drehen konnte, im Rennen aber nur den fünften Platz erreichte.
1. Phillipe Siffert, 26.44,270 Minuten; 2. Tobias Schulze, 26.47,973; 3. Thomas Marschall, 26.53,204; 4. Michael Bellmann, 26.53,536; 5. Mario Münch, 26.54,584; 6. Alexander Roloff, 26.55,526; 7. André Lips, 26.56,876; 8. Michael Schulze, 27.02,860; 9. Rainer Noller, 27.04,273; 10. Manfred Ahlden, 27.05,517; 11. Franz-Josef Ebenburger, 27.28,794; 12. Horst Stäbler, 27.54,930; 13. Horst Grohmann, 28.29,769; 14. Lauront Luyot, 28.10,514; 15. Peter Scharmach, 28.14,477; 16. Marc Basseng, 28.18,718. |  |