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ALMS: Audi Doppelsieg im Krimi von Mid-Ohio

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Biela / Pirro (Mitte) siegten in einer spannenden Schlussphase |
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| Beim dritten Lauf der American Le Mans-Serie in Mid-Ohio hat sich Audi mit einem Doppelsieg für die Vorjahres-Niederlage gegen Panoz revanchiert. Aber auch dieses Mal zeigte sich, dass es auf der winkeligen Strecke im Herzen Ohios nicht genügt, das schnellste Auto zu haben. Die beiden Infineon Audi R8 des Teams Audi Sport North America waren im Schnitt eine Sekunde pro Runde schneller als die Panoz. Dichter Verkehr und insgesamt fünf Safety-Car-Phasen machten den Vorsprung, den die Audi Piloten herausfuhren, aber immer wieder zunichte.
So kam es zu einer dramatischen Schlussphase, in der die späteren Sieger Frank Biela und Emanuele Pirro sogar hinter den schnellsten Panoz zurückfielen. Gleichzeitig wählte die Crew des anderen Infineon Audi R8 eine gewagte Strategie und verzichtete auf den zweiten planmäßigen Tankstopp. Zum Erstaunen der Konkurrenz fuhr Tom Kristensen dank des sparsamen FSI-Motors im Heck seines Audi 62 Runden am Stück ohne nachzutanken. Um ein Haar wäre der Poker aufgegangen, doch kurz vor Ende des 2:45-Stunden-Rennens ging der Benzinvorrat im Tank seines R8 endgültig zur Neige. Kristensen fiel rund 300 Meter vor dem Ziel hinter Emanuele Pirro zurück, der sich inzwischen wieder an Jan Magnussen im Panoz vorbeigekämpft hatte, und rettete sich mit letzter Kraft als Zweiter vor den beiden Panoz über die Ziellinie.
"Einerseits haben wir schon ein wenig Glück gehabt, dass das Benzin beim anderen Auto nicht gereicht hat", so Frank Biela. "Andererseits hatten sie aber auch Glück, überhaupt ins Ziel zu kommen. Wir haben von Anfang an geführt, hatten einen Stopp mehr und waren damit auf der sicheren Seite. Die Strategie ist ganz knapp aufgegangen. Unser Auto lief sehr gut, der Verkehr war wie immer schlimm – aber das war für alle gleich."
Pech hatten Johnny Herbert und Stefan Johansson mit dem Vorjahres-R8 des Audi Kundenteams Champion: Das Duo lag zeitweise zwischen den beiden Werks Audi auf Platz zwei. Kurz vor Halbzeit des Rennens wurde Johnny Herbert jedoch von einem überrundeten GT-Fahrzeug touchiert und landete im Kiesbett. Herbert verlor durch den Ausrutscher und die folgende Reparatur einer beschädigten Hinterradaufhängung nicht nur neun Runden, sondern auch die Führung in der Gesamtwertung der ALMS an Tom Kristensen.
"Bei der Anfahrt auf Turn 5 habe ich einen Porsche überrundet, der dann nach innen zog und mich in den Kies befördert hat", ärgerte sich Johnny Herbert nach dem Rennen. "Unser Auto war ziemlich beschädigt, zudem hatten wir einen Reifendefekt. Das hat uns einige Runden gekostet, obwohl es das Champion-Team dank schneller Reparaturen möglich gemacht hat, dass wir das Rennen beendet haben."
1. Pirro/Biela (Infineon Audi R8) 111 Runden
2. Capello/Kristensen (Infineon Audi R8) + 6,248 Sek.
3. Magnussen/Brabham (Panoz) + 24,955 Sek.
4. Herta/Auberlen (Panoz) + 40,230 Sek.
5. Weaver/Dyson/Leitzinger (R&S-Lincoln) 2 Rd. zur.
6. Fellows/O´Connell (Chevrolet) 5 Rd. zur.
7. Pilgrim/Collins (Chevrolet) 6 Rd. zur.
8. Duno/Maxwell (Panoz-Mugen) 7 Rd. zur.
9. Neuhaus/Field (Lola-Judd) 8 Rd. zur.
10. Herbert/Johansson (Audi R8) 9 Rd. zur.
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