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2002-06-22 19:17:54 - ks
Supercup: Bestzeit für Marco Werner

Erste Pole Position für Werner 2002
Marco Werner gelang beim Training zum fünften Lauf des Porsche-Michelin-Supercup auf dem Nürburgring seine erste Trainingsbestzeit des Jahres. Der Tabellenzweite fuhr mit 2:06.734 Minuten zwei Zehntel Sekunden schneller als sein Teamgefährte im Infineon Team Farnbacher - PZN, Philipp Peter. Peter hatte am Freitag die schnellste Zeit markiert, Startplatz eins aber nach einer Unregelmäßigkeit an seinem Fahrzeug durch einen Beschluss der Sportkommisssare verloren.

Marc Lieb, der als Fahrer des UPS Porsche-Junior Teams normalerweise im nationalen Carrera Cup startet, beeindruckte mit der drittschnellsten Zeit bei seinem Gastauftritt im internationalen Porsche-Michelin-Supercup. Neben dem 21-jährigen Studenten steht der 22-jährige Australier Alexander Davison mit seinem 911 des Teams Software AG - Manthey Racing in Startreihe zwei.

Alessandro Zampedri als aktueller Tabellenführer fuhr die zehnt schnellste Zeit.

Die Motorrad-Rennfahrerin Katja Poensgen konnte sich im Lauf der Trainingssitzungen um 3,3 Sekunden verbessern und nimmt das 14-Runden-Rennen am Sonntag von Platz 23 auf. Ihr Kollege im Porsche-VIP-Team, Schwimm-Olympia-Sieger Mark Warnecke (Witten), postierte seinen 380-PS-Porsche auf Startplatz 18.

Marco Werner (Startplatz 1): "Glücklich bin ich mit dieser Pole nicht, denn ich habe sie geerbt. An eine Verbesserung meiner gestrigen Zeit war nicht zu denken, denn mein Auto untersteuerte, und ich hatte zu wenig Sprit im Tank. Es war ehrlich gesagt so wenig, dass ich Aussetzer bekam."

Philipp Peter (Startplatz 2): "Solche Dinge wie gestern mit meinem Auto sollten nicht passieren. Heute war mir wichtig zu zeigen, dass ich auf jeden Fall nach ganz vorne in die Startaufstellung gehöre. Das habe ich getan."

Marc Lieb (Startplatz 3): "Der neue Streckenabschnitt ist sehr schwierig zu fahren, hier sind viele Linien möglich, aber nur eine ist schnell, um optimal Speed mitzunehmen. Zum Glück rätseln alle ein bisschen rum, wo hier der optimale Strich liegt. Ich bin froh, dass ich gestern eine gute Zeit geschafft habe, denn heute wurde der Kurs langsamer."

Alessandro Zampedri (Startplatz 10): "Ich habe keine Idee, was heute nicht funktionierte. Mein Auto war perfekt. Jedesmal, wenn ich an der Boxentafel vorbei fuhr, konnte ich die schlechten Zeiten kaum glauben. Vielleicht habe ich im neuen Streckenabschnitt zu viele Sekunden verloren. Ich hoffe, von diesem schlechten Wochenende wenigstens noch ein paar Punkte mit zu nehmen."

Katja Poensgen (Startplatz 23): "Nach drei Trainingssitzungen komme ich mit dem 911 einigermaßen klar. Gestern habe ich im Auto nur gegrübelt, wie ich Zeit finden könnte. Ich habe viel zu früh gebremst und kam zu langsam aus den Ecken raus. Heute war ich wesentlich mutiger. Toll, wie sich das Team um mich kümmert. Für morgen wünsche ich mir, nicht Letzte zu werden und 11er-Zeiten zu fahren."


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